gf0710s1011c

Laufruheregelung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0103 · 2015-07-24

Gültig für: Motor 607 im Typ 415

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 415

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 607 ***

GF07.10-S-1011C

Laufruheregelung Funktion

24.7.15

Motor

607 im Typ 415

Funktionsvoraussetzung Laufruheregelung allgemein

Motor läuft

Laufruheregelung allgemein

Die Laufruheregelung reduziert die Laufunruhen des Motors.

Das Steuergerät CDI (N3/9) benötigt zur Laufruheregelung u. a. folgende Sensoren und Signale:

Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/5)

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

Fahrpedalsensor (B37)

Hallsensor Kurbelwelle (B70)

Raddrehzahlsignal vom Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP) (N30/4)

Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:

Funktionsablauf Erkennung von Verbrennungsaussetzern

Faktoren für die Laufruheregelung

Funktionsablauf Erkennung von Verbrennungsaussetzern

Zur Erkennung von Verbrennungsaussetzern wertet das Steuergerät CDI (N3/9) das Signal des Hallsensors Kurbelwelle (B70) auf seine Gleichförmigkeit aus.

Treten am Signal des Hallsensors Kurbelwelle (B70) Ungleichförmigkeiten auf, korrigiert das Steuergerät CDI (N3/9) über das Mengenregelventil (Y94) die Kraftstoffmenge in der Rail und über die Ansteuerung der Kraftstoffinjektoren (Y76) die Einspritzdauer.

Aus dem Kraftstoffdruck in der Rail und der Ansteuerzeit der Kraftstoffinjektoren (Y76) ergibt sich die Einspritzmenge.

Faktoren für die Laufruheregelung

Folgende Faktoren beeinflussen die Laufruheregelung:

Erkennung von Fahrbahnunebenheiten

Kraftstoffreservesignal

Sensoradaption

Erkennung von Fahrbahnunebenheiten

Schwingungseinflüsse über den Antriebsstrang können bei bestimmten Motordrehzahlen und Lastzuständen die Auswertung des Motorlaufs negativ beeinflussen. Deshalb wird bei schlechter Fahrbahn der Toleranzbereich der Laufruheregelung vergrößert.

Das Raddrehzahlsignal (zur Erkennung eines gleichmäßigen Rundlaufs) erhält das Steuergerät CDI (N3/9) über das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP) (N30/4).

Kraftstoffreservesignal

Das Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul (SAM) (N10) wertet die Signale vom Füllstandssensor Kraftstoffbehälter (M3/3b1) aus.

Sensoradaption

Der Toleranzbereich der Laufruheregelung wird nach erfolgter Adaption des Signals des Hallsensors Kurbelwelle (B70) verkleinert. Die Laufruheregelung kann damit an die spezifischen Rundlaufeigenschaften des Motors angepasst werden.

In einer Schubphase (Fahrpedal nicht betätigt), bei der gleichförmiger Rundlauf vorhanden ist, speichert das Steuergerät CDI (N3/9) die Rundlaufeigenschaften des Motors. Zur Aussetzererkennung sind diese als Vergleichsgröße erforderlich.

Der Toleranzbereich der Laufruheregelung ist im Steuergerät CDI (N3/9) voreingestellt und kann bei Bedarf angepasst werden.

Inhaltsverzeichnis Funktionsbeschreibung Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-S-0999C

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-S-9997C

Referenzierte Dokumente