gf0710s1004pd

Einspritzregelung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0101 · 2019-11-12

Gültig für: Motor 699 im Typ 470, 471

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 470 · Baureihe 471

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 699 ***

GF07.10-S-1004PD

Einspritzregelung Funktion

12.11.2019

Motor

699 im Typ 470, 471

Einspritzregelung Funktion

S07.10-0024-79

Dargestellt ohne Code FX9 (KEYLESS GO), Code MJ8 (ECO Start-Stopp-Funktion) und Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2)

A1/1

Steuergerät Kombiinstrument (KI)

M16/45

Drosselklappensteller

B2/8

Heißfilm-Luftmassenmesser

N3/33

Steuergerät CDI

B4/14

Raildrucksensor

N50

Steuergerät Sicherungs- und Relaismodul (SRM)

B6/23

Hallsensor Nockenwelle

N93

Zentrales Gateway (ZGW)

B11/17

Temperatursensor Kühlmittel

S2

Schalter Zündschloss

B17

Temperatursensor Ladeluft vor Drosselklappe

Y76

Kraftstoffinjektoren

B19/11

Temperatursensor vor Abgasturbolader

Y94/3

Mengenregelventil

B19/17

Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter

CAN HMI

Benutzerschnittstelle­CAN

B28/12

Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter

CAN V

Fahrzeug­CAN

B37/4

Fahrpedalmodul

A

Mercedes-Benz

B50/5

Kraftstofftemperatur-Sensor

B

Nissan

B70/2

Hallsensor Kurbelwelle

C

Standard

G3/2

Lambdasonde vor Katalysator

D

Option

Einspritzregelung Funktion

S07.10-0025-79

Dargestellt mit Code FX9 (KEYLESS GO) und mit Code MJ8 (ECO Start-Stopp-Funktion), ohne Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2)

A1/1

Steuergerät Kombiinstrument (KI)

N3/33

Steuergerät CDI

B2/8

Heißfilm-Luftmassenmesser

N10/1

Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul (SAM)

B4/14

Raildrucksensor

N50

Steuergerät Sicherungs- und Relaismodul (SRM)

B6/23

Hallsensor Nockenwelle

N93

Zentrales Gateway (ZGW)

B11/17

Temperatursensor Kühlmittel

S2/3

Start-Stopp-Taste KEYLESS-GO

B17

Temperatursensor Ladeluft vor Drosselklappe

Y76

Kraftstoffinjektoren

B19/11

Temperatursensor vor Abgasturbolader

Y94/3

Mengenregelventil

B19/17

Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter

CAN HMI

Benutzerschnittstelle­CAN

B28/12

Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter

CAN V

Fahrzeug­CAN

B37/4

Fahrpedalmodul

A

Mercedes-Benz

B50/5

Kraftstofftemperatur-Sensor

B

Nissan

B70/2

Hallsensor Kurbelwelle

C

Standard

G3/2

Lambdasonde vor Katalysator

D

Option

M16/45

Drosselklappensteller

Einspritzregelung Funktion

S07.10-A037-79

Dargestellt mit Code FX9 (KEYLESS GO), mit Code MJ8 (ECO Start-Stopp-Funktion) und mit Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2)

A1/1

Steuergerät Kombiinstrument (KI)

N10/1

Steuergerät Signalerfass- und Ansteuermodul (SAM)

B2/8

Heißfilm-Luftmassenmesser

N50

Steuergerät Sicherungs- und Relaismodul (SRM)

B4/14

Raildrucksensor

N93

Zentrales Gateway (ZGW)

B6/23

Hallsensor Nockenwelle

S2/3

Start-Stopp-Taste KEYLESS-GO

B11/17

Temperatursensor Kühlmittel

Y76

Kraftstoffinjektoren

B16/19

Temperatursensor vor Oxidationskatalysator

Y94/3

Mengenregelventil

B28/12

Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter

CAN HMI

Benutzerschnittstelle­CAN

B37/4

Fahrpedalmodul

CAN V

Fahrzeug­CAN

B50/5

Kraftstofftemperatur-Sensor

A

Mercedes-Benz

B70/2

Hallsensor Kurbelwelle

B

Nissan

B175

Sensoreinheit Temperatursensoren

C

Standard

M16/45

Drosselklappensteller

D

Option

N3/33

Steuergerät CDI

Funktionsvoraussetzungen Einspritzregelung allgemein

Klemme 87 EIN (Motormanagement EIN)

Motor läuft.

Einspritzregelung allgemein

Der Motor erhält vom Steuergerät CDI (N3/33) die jeweils benötigte Kraftstoffmenge zugeteilt.

Das Steuergerät CDI (N3/33) berechnet Kraftstoffmenge und kennfeldabhängig Einspritzdauer und Kraftstoffdruck auf Basis folgender Signale:

Heißfilm-Luftmassensensor (B2/8), für die angesaugte Luftmasse

Raildrucksensor (B4/14)

Temperatursensor Ladeluft vor Drosselklappe (B17) (ohne Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2))

Hallsensor Nockenwelle (B6/23)

Temperatursensor Kühlmittel (B11/17)

Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11) (ohne Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2))

Fahrpedalmodul (B37/4), Motorlastanforderung Fahrer

Fahrpedalmodul (B37/4), Fahrpedalbetätigung schnell oder langsam (bei Beschleunigung)

Kraftstofftemperatur-Sensor (B50/5)

Lambdasonde vor Katalysator (G3/2) (ohne Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2))

NOx-Sensor 1 vor SCR-Katalysator (B29) (mit Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2))

Hallsensor Kurbelwelle (B70/2)

Temperatursensor vor Dieselpartikelfilter (B19/17) (ohne Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2))

Temperatursensor vor Oxidationskatalysator (B16/19) (mit Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2))

Differenzdrucksensor Dieselpartikelfilter (B28/12), Beladungszustand des Dieselpartikelfilters

Atmosphärendrucksensor (im Steuergerät CDI (N3/33) integriert), Atmosphärendruck für Höhenadaption.

Einspritzregelung Funktionsablauf

Die Einspritzregelung ist in folgenden Punkten beschrieben:

Funktionsablauf Raildruckregelung

Funktionsablauf Voreinspritzung

Funktionsablauf Haupteinspritzung

Funktionsablauf Nacheinspritzung

Funktionsablauf Einspritzmengenkorrektur

Funktionsablauf Raildruckregelung

Das Steuergerät CDI (N3/33) regelt den Kraftstoffdruck durch das Mengenregelventil (Y94/3).

Nach dem Abstellen des Motors herrscht im Hochdruckregelkreis ein Restdruck. Der Kraftstoff-Hochdruckkreislauf darf aus Sicherheitsgründen erst nach erfolgtem Druckabbau über das Steuergerät CDI (N3/33) geöffnet werden.

Funktionsablauf Voreinspritzung

Ziel der Voreinspritzung ist es, das Verbrennungsgeräusch und die Abgasemission zu reduzieren. Vor der eigentlichen Haupteinspritzung findet eine Voreinspritzung statt - dadurch läuft die Verbrennung weicher ab.

Der Ansteuerbeginn der Kraftstoffinjektoren (Y76) bei der Voreinspritzung wird vom Steuergerät CDI (N3/33) lastabhängig berechnet.

Die Voreinspritzung wird vom Steuergerät CDI (N3/33) unterdrückt, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

Der Zeitpunkt der Voreinspritzung ist überschritten.

Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch.

Die angeforderte Last ist außerhalb des Kennfelds für die Voreinspritzung.

Der Motor wird abgestellt.

Funktionsablauf Haupteinspritzung

Die Haupteinspritzung erfolgt im Anschluss an die Voreinspritzung und dient der Leistungs- und Drehmomenterzeugung. Die Haupteinspritzung wird durch den Ansteuerbeginn (Einspritzzeitpunkt) und die Ansteuerdauer (Einspritzdauer) gesteuert.

Die Haupteinspritzung wird vom Steuergerät CDI (N3/33) unterdrückt, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

Volllasteinspritzmengenbegrenzung ist aktiv.

Die Kraftstofftemperaturgrenze ist überschritten.

Der Kraftstoffdruck ist zu gering.

Der Motor befindet sich im Schubbetrieb.

Ein externer Eingriff in die Mengenregelung liegt vor.

Der Motor wird abgestellt.

Funktionsablauf Nacheinspritzung

Die Nacheinspritzung dient dazu, die Abgastemperatur zu erhöhen, sowie den Umwandlungsprozess der Abgasbestandteile im Oxidationskatalysator und die Regeneration des Dieselpartikelfilters zu unterstützen. Dazu wird der Beladungszustand des Dieselpartikelfilters mithilfe des Differenzdrucksensors Dieselpartikelfilter (B28/12) erfasst. Durch Anhebung der Motorlast wird die Menge der Nacheinspritzung ausreichend erhöht, um die Abgastemperatur zu steigern und den Regenerationsvorgang des Dieselpartikelfilters auszulösen. Die Rußpartikel im Abgas werden nachträglich verbrannt.

Die Nacheinspritzung wird vom Steuergerät CDI (N3/33) unterdrückt, wenn einer der folgenden Zustände vorliegt:

Die erfasste Motordrehzahl ist zu hoch.

Die berechnete Nacheinspritzmenge ist zu gering.

Die Haupteinspritzmenge ist zu gering.

Der Kraftstoffdruck in der Rail ist zu gering.

Der Motor wird abgestellt.

Informationen zur Teilfunktion "Regeneration Dieselpartikelfilter" ist in der Funktionsbeschreibung "Abgasreinigung Funktion" dokumentiert.

Funktionsablauf Einspritzmengenkorrektur

Die Einspritzmengenkorrektur unterteilt sich in 2 Teilbereiche:

Nullmengenkalibrierung

Haupteinspritzmengenkorrektur

Nullmengenkalibrierung

Aufgrund der möglichen Reibung beim Öffnen und Schließen der Kraftstoffinjektoren (Y76) ergibt sich über die Laufzeit eine geänderte Einspritzmenge. Diese geänderte Einspritzmenge kann durch eine Anpassung der Ansteuerdauer (Nullmengenkalibrierung) korrigiert werden.

Während des normalen Motorbetriebs oder im Schubbetrieb wird in definierten Zeitabständen zylinderselektiv eine Piloteinspritzmenge kalibriert. Diese Ansteuerdauer entspricht einer definierten Einspritzmenge. Die Differenz zwischen der neuen und der nominalen Ansteuerdauer wird zur Einspritzmengenkorrektur genutzt.

Haupteinspritzmengenkorrektur (ohne Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2))

Bei dieser Funktion wird die Haupteinspritzmenge mithilfe der Lambdasonde vor Katalysator (G3/2) korrigiert. Dabei wird die Einspritzmenge so lange verändert, bis der im Steuergerät CDI (N3/33) hinterlegte Lambda-Sollwert erreicht wird.

Damit sich die Emissionswerte durch Toleranzen von Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/8) und Kraftstoffinjektoren (Y76) nicht verschlechtern, verändert das Steuergerät CDI (N3/33) die Abgasrückführrate. Über die Lambdasonde vor Katalysator (G3/2) wird der Restsauerstoffgehalt überwacht.

Haupteinspritzmengenkorrektur (mit Code MT2 (Emissionsklasse Euro 6d-TEMP N1 GR.III/N2))

Bei dieser Funktion wird die Haupteinspritzmenge mithilfe des NOx-Sensors 1 vor SCR-Katalysator (B29) korrigiert. Dabei wird die Einspritzmenge so lange verändert, bis der im Steuergerät CDI (N3/33) hinterlegte Lambda-Sollwert erreicht wird.

Damit sich die Emissionswerte durch Toleranzen von Heißfilm-Luftmassenmesser (B2/8) und Kraftstoffinjektoren (Y76) nicht verschlechtern, verändert das Steuergerät CDI (N3/33) die Abgasrückführrate. Über den NOx-Sensor 1 vor SCR-Katalysator (B29) wird der Restsauerstoffgehalt überwacht.

Funktionsschema Elektrik Einspritzregelung

PE07.10-S-2704-97PD

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

GF07.16-S-9997PD

Referenzierte Dokumente