gf0710s1001tra

Starten Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0102 · 2020-08-14

Gültig für: Motor 622 im Typ 447 außer Code XM0 (Modellpflege)

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 447 · Baureihe 622

GF07.10-S-1001TRA

Starten Funktion

14.08.2020

Motor

622 im Typ 447

außer Code XM0 (Modellpflege)

Funktionsvoraussetzungen Starten allgemein

Klemme 87 (Motormanagement EIN)

Motor AUS

Startfreigabe Fahrberechtigungssystem Stufe 4 (FBS 4)

Starten allgemein

Die Startersteuerung im Steuergerät CDI (N3/36) übernimmt die Ansteuerung und Abschaltung des Starters (M1).

Das Steuergerät CDI liest für das Starten folgende Signale ein:

Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck (B4/11)

Atmosphärendrucksensor (im Steuergerät CDI integriert), für die Erfassung des Atmosphärendrucks

Hallsensor Kurbelwelle (B70/4) für die Motordrehzahl

Hallsensor Nockenwelle (B6/32)

Temperatursensor Kühlmittel (B11/15)

Generator (G2), Status über Antriebsstrang-LIN (LIN C3)

Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) (N73), "Klemme 50-Signal" über Fahrwerk-CAN (CAN E)

Steuergerät AdBlue® (SCR) (N141), Startfreigabe über Antriebssensor-CAN (CAN I) (mit CODE MB6 (Fahrzeug schadstoffarm Euro 6 Gr. 1))

Das Steuergerät CDI steuert zum Starten des Motors folgende Bauteile an:

Starter

Kraftstoffinjektoren Zylinder 1 bis 4 (Y76/29 bis Y76/32)

Mengenregelventil (Y94/3)

Kraftstoffpumpe mit Kraftstofffördermodul (M3/3) über das Steuergerät Kraftstoffpumpe (FSCU) (N118)

Kraftstoffpumpe mit Kraftstofffördermodul

Die Ansteuerung der Kraftstoffpumpe mit Kraftstofffördermodul erfolgt direkt und über den Antriebs-CAN durch das Steuergerät Kraftstoffpumpe.

Die Startmengensteuerung im Steuergerät CDI dient dazu, beim Motorstart, unabhängig von der Stellung des Fahrpedalmoduls (B37/4), eine spezifische Startmenge zu errechnen.

Starten Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgende Punkte gegliedert:

Funktionsablauf Startbeginn

Funktionsablauf Startende

Funktionsablauf Startbeginn

Durch Betätigen des Zündschlüssels (Senderschlüssel (A8/1)) in Startstellung erhält das Steuergerät CDI das "Klemme 50-Signal" vom Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) über den Fahrwerk-CAN (CAN E). Der Leistungskontakt des Relais schließt und der Magnetschalter des Starters wird an "Klemme 50" mit Spannung von "Klemme 30" versorgt.

Erkennt das Steuergerät CDI durch den Hallsensor Kurbelwelle und durch die Botschaft "Klemme 61 EIN" den Motorlauf sowie über die Botschaft "Klemme 50 AUS", dass der Startvorgang beendet ist, so kann der Fahrer über das Fahrpedalmodul die Einspritzmenge und somit die Motordrehzahl regeln.

Motor 622 im Typ 447
mit Code MB6 (Fahrzeug schadstoffarm Euro 6 Gr. 1)
außer Code XM0 (Modellpflege)
Es erfolgt keine Startfreigabe vom Steuergerät AdBlue®, wenn der AdBlue® Behälter leer ist und die Anzahl der zulässigen Motorstarts mit leerem AdBlue® Behälter Null ist.

Funktionsablauf Startende

Die Startersteuerung erfolgt vom Steuergerät CDI automatisch (Tippstart). Das heißt, ist der Startvorgang eingeleitet, hat das Abschalten der "Klemme 50" keinen Einfluss mehr auf den Startvorgang.

Bei Erreichen der Motorstartdrehzahl von ca. 700 bis ca. 850/min oder einer Startzeit von ca. 7 bis 10 s (abhängig von der Kühlmitteltemperatur) unterbricht das Steuergerät CDI die Masseansteuerung zum Relais Klemme 50 Starter und beendet damit den Startvorgang.

Der Startvorgang kann nur durch das Ausschalten der Zündung abgebrochen werden.

Im Fall einer Startwiederholung wird nach Beendigung des Startvorgangs eine Sperrzeit von ca. 1,5 bis 3 s abgewartet. Dies geschieht, um das Einspuren vom drehenden Ritzel des Starters in den Starterzahnkranz des Motors zu verhindern (Zahnkranzschutz).

Funktionsschema Elektrik Starten

PE07.10-S-2701-97TRA

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

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