Übersicht
Dieses Dokument enthält Informationen zu:
Allgemeines
Funktionsvoraussetzungen
Funktion
Allgemeines
Die Drehmomentkoordination koordiniert und priorisiert die Drehmomentanforderungen aller Fahrzeugsysteme an den Motor bei Hybrid-Fahrzeug an das Hybridantriebssystem.
Funktionsvoraussetzungen
Motormanagement EIN (Klemme 87M)
Motor in Betrieb
Funktion
Motordrehmoment koordinieren
Verschiedene Fahrzeugsysteme können ein Motordrehmoment anfordern, beispielsweise das Fahrpedal oder die Geschwindigkeitsregelung. Diese Drehmomentanforderungen können sich widersprechen.
Um die verschiedenen Drehmomentanforderungen zu koordinieren, greift die Drehmomentkoordination in das Motormanagement ein.
Für die Entscheidung, welche Drehmomentanforderung zugelassen wird, verwendet die Drehmomentkoordination unter anderem folgende Informationen:
Fahrbarkeit
Die Drehmomentkoordination beurteilt, ob eine gute Fahrbarkeit gewährleistet ist. Beispielsweise werden Drehmomentanforderungen vermieden, die der Fahrer als unkomfortabel empfindet.
Festgelegte Priorität
Für verschiedene Systeme sind unterschiedliche Prioritäten bei Drehmomentanforderungen festgelegt. Beispielsweise haben Fahrsicherheitssysteme eine höhere Priorität als Fahrerassistenzsysteme.
Bei Hybrid-Fahrzeug verwendet die Drehmomentkoordination zusätzlich Informationen aus dem Elektroantrieb, aus der Hochvoltbatterie und aus dem Automatikgetriebe.
Motordrehmoment anfordern
Unter anderem folgende Fahrzeugsysteme können ein Motordrehmoment anfordern:
Fahrer, über Fahrpedalsensor
Brems- und Traktionsregelsystem
Geschwindigkeitsregelung und -begrenzung
Getriebesteuerung
Abstandsregelung
Drehzahlbegrenzung
Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung
Maximale Drehmomentbegrenzung
Motordrehmoment anpassen
Das Steuergerät Verbrennungsmotor passt das Motordrehmoment durch folgende Parameter an:
Verlängern oder Verkürzen der Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren
Früh- oder Spätverstellung der Zündwinkel
Kombination aus Verstellung der Einspritzdauer und Verstellung der Zündwinkel
Hybrid-Fahrzeug: Antriebsmoment der elektrischen Maschine
Ottomotor: Momentenreserve verwenden
Um das Motordrehmoment schnell und für den Fahrer komfortabel zu erhöhen, wird die so genannte Momentenreserve eingesetzt.
Eine Momentenreserve wird durch eine Verlängerung der Einspritzdauer bei gleichzeitiger Verstellung der Zündwinkel nach „spät“ erreicht. Dadurch wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert, aber eine vorzeitige Drehmomenterhöhung durch die Spätstellung der Zündwinkel verhindert. Eine Frühstellung der Zündwinkel bewirkt eine Anhebung des Motordrehmoments.
Funktionsschemata | |||
Funktionsschema Drehmomentkoordination | Motor 608 im Typ 118, 177, 247 | ||
Motor 282 im Typ 118, 177, 247 | |||
Motor 256 im Typ 223 | |||
Motor 176, 177 im Typ 167 | |||
Motor 254, 256, 264 im Typ 213 ab Modell-J. 2021Motor 256 im Typ 167Motor 256 im Typ 238, 257 ab Modell-J. 2021 | |||
Motor 139 im Typ 118, 177 | |||
Motor 176, 177 im Typ 223 | |||
Motor 279 im Typ 223 |