Verschiebung des Lambda-Kennfelds |
a | Regelbereich Lambdaregelungsfaktor |
b | Verschiebung des Lambda-Kennfelds |
c | Lage des Lambda-Kennfelds vor der Selbstanpassung |
P07.61-3786-76
Übersicht
Dieses Dokument enthält Informationen zu:
Allgemeines
Funktionsvoraussetzungen
Funktion
Allgemeines
Die Zusammensetzung des Krafstoff-Luft-Gemisches für Verbrennungsmotoren ist durch das Verbrennungsluftverhältnis λ (Lambda) definiert. Das Verbrennungsluftverhältnis λ (Lambda) beschreibt das Massenverhältnis aus Luft und Kraftstoff. Ottomotoren werden in der Regel mit λ = 1 und damit mit 14,7 kg Luft zu 1 kg Kraftstoff betrieben. Bei Dieselmotoren beträgt das Verhältnis 14,5 kg Luft zu 1 kg Kraftstoff und damit λ = 1,3. Je nach Lastfall verändert sich das Massenverhältnis. Bei λ < 1, ist der Luftmassenanteil gegenüber gleich bleibender Kraftstoffmasse reduziert und damit das Gemisch fetter. Bei einem mageren Kraftstoff-Luft-Gemisch ist der Luftmassenanteil gegenüber gleich bleibender Kraftstoffmasse erhöht und λ > 1. Die Selbstanpassung steuert und regelt das Massenverhältnis. Dafür wertet das Steuergerät Verbrennungsmotor Signale der Lambdasonde aus. Findet ein häufiges Angleichen des Kraftstoff-Luft-Gemischs statt, wird das Lambda-Kennfeld entsprechend verschoben.
Funktionsvoraussetzungen
Lambdaregelung aktiv
Motor im Leerlauf oder Teillastbereich
Funktion
Schwankt die Gemischzusammensetzung zu häufig aus dem mittleren Regelbereich heraus (Lambda 1), ist die Einspritzdauer anzupassen. Die Einspritzdauer wird aus dem Kennfeld abhängig von den Betriebszuständen (Motordrehzahl und Drosselklappenwinkel/Druck im Ladeluftverteiler) ermittelt. Darauf verschiebt das Steuergerät Verbrennungsmotor das Lambda-Kennfeld so weit, bis sich ein Lambda-Regelungsfaktor von ca. 0 ergibt. Das Lambda-Kennfeld ist im Steuergerät Verbrennungsmotor gespeichert.