gf0710p1055a

Selbstanpassung der Gemischbildung Grundfunktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0104 · 2020-09-09

Gültig für: Motor 139, 176, 177, 254, 256, 260, 264, 279, 282

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 176 · Baureihe 177

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 139 ***, 254 ***, 256 ***, 260 ***, 264 ***, 279 ***, 282 ***

GF07.10-P-1055A

Selbstanpassung der Gemischbildung Grundfunktion

09.09.2020

Motor

139, 176, 177, 254, 256, 260, 264, 279, 282

Selbstanpassung der Gemischbildung Grundfunktion

Verschiebung des Lambda-Kennfelds

a

Regelbereich Lambdaregelungsfaktor

b

Verschiebung des Lambda-Kennfelds

c

Lage des Lambda-Kennfelds vor der Selbstanpassung

P07.61-3786-76

Übersicht

Dieses Dokument enthält Informationen zu:

Allgemeines

Funktionsvoraussetzungen

Funktion

Allgemeines

Die Zusammensetzung des Krafstoff-Luft-Gemisches für Verbrennungsmotoren ist durch das Verbrennungsluftverhältnis λ (Lambda) definiert. Das Verbrennungsluftverhältnis λ (Lambda) beschreibt das Massenverhältnis aus Luft und Kraftstoff. Ottomotoren werden in der Regel mit λ = 1 und damit mit 14,7 kg Luft zu 1 kg Kraftstoff betrieben. Bei Dieselmotoren beträgt das Verhältnis 14,5 kg Luft zu 1 kg Kraftstoff und damit λ = 1,3. Je nach Lastfall verändert sich das Massenverhältnis. Bei λ < 1, ist der Luftmassenanteil gegenüber gleich bleibender Kraftstoffmasse reduziert und damit das Gemisch fetter. Bei einem mageren Kraftstoff-Luft-Gemisch ist der Luftmassenanteil gegenüber gleich bleibender Kraftstoffmasse erhöht und λ > 1. Die Selbstanpassung steuert und regelt das Massenverhältnis. Dafür wertet das Steuergerät Verbrennungsmotor Signale der Lambdasonde aus. Findet ein häufiges Angleichen des Kraftstoff-Luft-Gemischs statt, wird das Lambda-Kennfeld entsprechend verschoben.

Funktionsvoraussetzungen

Lambdaregelung aktiv

Motor im Leerlauf oder Teillastbereich

Funktion

Schwankt die Gemischzusammensetzung zu häufig aus dem mittleren Regelbereich heraus (Lambda  1), ist die Einspritzdauer anzupassen. Die Einspritzdauer wird aus dem Kennfeld abhängig von den Betriebszuständen (Motordrehzahl und Drosselklappenwinkel/Druck im Ladeluftverteiler) ermittelt. Darauf verschiebt das Steuergerät Verbrennungsmotor das Lambda-Kennfeld so weit, bis sich ein Lambda-Regelungsfaktor von ca. 0 ergibt. Das Lambda-Kennfeld ist im Steuergerät Verbrennungsmotor gespeichert.