gf0710p1016b

Nockenwelleneinstellung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0100 · 2009-01-30

Gültig für: MOTOR 111.960

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 111 960

GF07.10-P-1016B

Nockenwelleneinstellung Funktion

8.1.09

MOTOR 111.960

15.03.07

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und unterliegt nicht mehr dem Änderungsdienst.

Aufgabe

Drehmoment und Leistung im mittleren/oberen Drehzahl-/Lastbereich steigern.

Merkmal

An dem Nockenwellenversteller ist der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) angebracht, der den Steuerkolben für die hydraulisch/
mechanische Verstellung betätigt und vom Steuergerät HFM (N3/4) angesteuert wird.

Die Einlaßnockenwelle wird durch Verdrehen des Nockenwellenverstellers nach ”Früh” (große Ventilüberschneidung) oder nach ”Spät” (geringe Ventilüberschneidung) verstellt.

Der Verstellbereich des Nockenwellenverstellers beträgt
ca. 20° KW.

Angaben beziehen sich auf eingelegte Fahrstellung und mittlerer Last.

Drehzahl Stellung der Nockenwelle

<1200/min ”Spät”

>1200/min und <4300/min ”Früh”

>4300/min ”Spät”

Nockenwelleneinstellung Funktion

P05.20-0002-06

Drehzahlbereich <1200/min (”Spät”)

Bei Drehzahlen <1200/min wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) nicht angesteuert und die Nockenwelle befindet sich in ”Spät” (Grundstellung). Bedingt durch die geringe Ventilüberschneidung (Y), wird nur eine geringe Menge von Abgas in den Ansaugtrakt geschoben, dadurch wird die Leerlaufqualität positiv beeinflußt.

A Diagramm Steuerzeiten

AÖ Auslaßventil öffnet

AS Auslaßventil schließt

B Ansaugen

C Verdichten

EÖ Einlaßventil öffnet

ES Einlaßventil schließt

OT Oberer Totpunkt

UT Unterer Totpunkt

Y Ventilüberschneidung

1 Ansaugkanal

2 Auslaßkanal

Nockenwelleneinstellung Funktion

P05.20-0003-06

Drehzahlbereich 1200–4300/min (”Früh”)

Bei Drehzahlen >1200/min und <4300/min wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) angesteuert und die Nockenwelle in ”Früh” verstellt. Bedingt durch die große Ventilüberschneidung (Y) können die Frischgase annähernd der Kolbenbewegung folgen.

A Diagramm Steuerzeiten

AÖ Auslaßventil öffnet

AS Auslaßventil schließt

B Ansaugen

C Verdichten

EÖ Einlaßventil öffnet

ES Einlaßventil schließt

OT Oberer Totpunkt

UT Unterer Totpunkt

Y Ventilüberschneidung

1 Ansaugkanal

2 Auslaßkanal

Nockenwelleneinstellung Funktion

P05.20-0003-06

Das Hubvolumen wird größtenteils mit Frischgasen befüllt und ergibt bessere Füllung/Drehmoment. Beim Ausstoßen wird durch die frühere Öffnung der Einlaßventile eine gewisse Menge Abgas in den Ansaugtrakt geschoben (innere Abgasrückführung), dies verringert das Entstehen von Stickoxiden (NOx).

A Diagramm Steuerzeiten

AÖ Auslaßventil öffnet

AS Auslaßventil schließt

B Ansaugen

C Verdichten

EÖ Einlaßventil öffnet

ES Einlaßventil schließt

OT Oberer Totpunkt

UT Unterer Totpunkt

Y Ventilüberschneidung

1 Ansaugkanal

2 Auslaßkanal

Nockenwelleneinstellung Funktion

P05.20-0004-06

Drehzahlbereich >4300/min (”Spät”)

Bei Drehzahlen >4300/min wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) nicht angesteuert und die Nockenwelle befindet sich in ”Spät” (Grundstellung). Durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit der Frischgase und das ”späte” Schließen der Einlaßventile wird durch die Massenträgheit der Frischgase ein Nachladeeffekt erreicht (Leistungssteigerung).

A Diagramm Steuerzeiten

AÖ Auslaßventil öffnet

AS Auslaßventil schließt

B Ansaugen

C Verdichten

EÖ Einlaßventil öffnet

ES Einlaßventil schließt

OT Oberer Totpunkt

UT Unterer Totpunkt

Y Ventilüberschneidung

1 Ansaugkanal

2 Auslaßkanal