Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein
Klemme 87 (Motormanagement EIN)
Motor läuft
Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein
Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird vom Steuergerät ME (N3/10) das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert.
Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf
Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:
Funktionsablauf Startanreicherung
Funktionsablauf Nachstartanreicherung
Funktionsablauf Warmlaufanreicherung
Funktionsablauf Startanreicherung
Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.
Die Berechnung der Einspritzdauer für die Startanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Signale:
Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4), Kühlmitteltemperatur beim Start
Positionssensor Kurbelwelle (L5), Motordrehzahl
Zündschloss (S2), "Klemme 50-Signal" über Sicherungs- und Relaismodul Fahrzeuginnenraum (F2), Steuergerät SAM Fahrer (N10/11) und Innenraum-CAN (CAN B) an das Steuergerät ME
Abstellzeit des Motors
Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des "Klemme 50-Signals" vom Zündschloss die Einspritzdauer des Einspritzventils Zylinder 1 (Y62/1) bis Einspritzventil Zylinder 3 (Y62/3).
Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.
Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzdauer.
Unter ca. 7 V Batteriespannung ist kein Motorstart möglich.
Funktionsablauf Nachstartanreicherung
Nach dem Kaltstart wird für kurze Zeit das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert, damit der Motor einwandfrei durchläuft.
Der an den kalten Zylinderlaufflächen kondensierende Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.
Die Berechnung der Einspritzdauer für die Nachstartanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Signale:
Kühlmitteltemperatur-Sensor, Kühlmitteltemperatur beim Start
Verbrennungszyklen nach Start
Steuergerät Doppelkupplungsgetriebe (N15/13) (bei CODE 429 (twinamic)), Wählhebelstellung über Antriebs-CAN (CAN C)
Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.
Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzdauer des Einspritzventils Zylinder 1 bis Einspritzventil Zylinder 3.
Funktionsablauf Warmlaufanreicherung
Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert. Der an den noch kalten Zylinderlaufflächen kondensierende Kraftstoff wird durch die Warmlaufanreicherung ausgeglichen.
Die Berechnung der Einspritzdauer für die Warmlaufanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Signale:
Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15), Einlass-Nockenwellenstellung
Kühlmitteltemperatur-Sensor, Kühlmitteltemperatur beim Start
Ansauglufttemperatur-Sensor (B17)
Temperatursensor Ladeluft (B17/8)
Drucksensor nach Drosselklappe (B28/7), Motorlast
Positionssensor Kurbelwelle, Motordrehzahl
Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt. Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzdauer des Einspritzventils Zylinder 1 bis Einspritzventil Zylinder 3.
Die Zündwinkel der Zündspule Zylinder 1 (T1/1) bis Zündspule Zylinder 3 (T1/3) werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.
Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzdauer hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.
Bei Teillast ist die Motorlast entscheidend.
Sobald die Lambdaregelung frei gegeben wird, überwacht diese die Einspritzdauer.
Referenzierte Dokumente
- gf0761p9997kj Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem Motor-Elektronik (ME)
- gf0761p9997kjf Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem Motor-Elektronik (ME)