gf0710p1007kj

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0102 · 2015-11-17

Gültig für: Motor 281.910 im Typ 453.0/3/4

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 453 (Baumuster 0**, 3**, 4**)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 281 910

GF07.10-P-1007KJ

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktion

17.11.15

Motor

281.910 im Typ 453.0/3/4

Funktionsvoraussetzungen Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Klemme 87 (Motormanagement EIN)

Motor läuft

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung allgemein

Um beim Kaltstart einen stabilen und ruhigen Motorlauf zu erreichen, wird vom Steuergerät ME (N3/10) das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert.

Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgende Teilfunktionen gegliedert:

Funktionsablauf Startanreicherung

Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

Funktionsablauf Startanreicherung

Um das Starten des kalten Motors zu erleichtern, muss während des Startvorgangs mehr Kraftstoff eingespritzt werden.

Die Berechnung der Einspritzdauer für die Startanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Signale:

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4), Kühlmitteltemperatur beim Start

Positionssensor Kurbelwelle (L5), Motordrehzahl

Zündschloss (S2), "Klemme 50-Signal" über Sicherungs- und Relaismodul Fahrzeuginnenraum (F2), Steuergerät SAM Fahrer (N10/11) und Innenraum-CAN (CAN B) an das Steuergerät ME

Abstellzeit des Motors

Das Steuergerät ME verlängert beim Erhalten des "Klemme 50-Signals" vom Zündschloss die Einspritzdauer des Einspritzventils Zylinder 1 (Y62/1) bis Einspritzventil Zylinder 3 (Y62/3).

Die Startanreicherung bleibt so lange aktiviert, bis eine von der Kühlmitteltemperatur abhängige Motordrehzahl überschritten wird.

Je höher die Kühlmitteltemperatur, desto geringer ist die vom Steuergerät ME berechnete Einspritzdauer.

Unter ca. 7 V Batteriespannung ist kein Motorstart möglich.

Funktionsablauf Nachstartanreicherung

Nach dem Kaltstart wird für kurze Zeit das Kraftstoff-Luft-Gemisch angereichert, damit der Motor einwandfrei durchläuft.

Der an den kalten Zylinderlaufflächen kondensierende Kraftstoff wird durch die Nachstartanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzdauer für die Nachstartanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Signale:

Kühlmitteltemperatur-Sensor, Kühlmitteltemperatur beim Start

Verbrennungszyklen nach Start

Steuergerät Doppelkupplungsgetriebe (N15/13) (bei CODE 429 (twinamic)), Wählhebelstellung über Antriebs-CAN (CAN C)

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt.

Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzdauer des Einspritzventils Zylinder 1 bis Einspritzventil Zylinder 3.

Funktionsablauf Warmlaufanreicherung

Nach der Start- und Nachstartanreicherung wird das Kraftstoff-Luft-Gemisch über die Warmlaufanreicherung weiterhin angereichert. Der an den noch kalten Zylinderlaufflächen kondensierende Kraftstoff wird durch die Warmlaufanreicherung ausgeglichen.

Die Berechnung der Einspritzdauer für die Warmlaufanreicherung erfolgt vom Steuergerät ME auf Basis folgender Signale:

Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15), Einlass-Nockenwellenstellung

Kühlmitteltemperatur-Sensor, Kühlmitteltemperatur beim Start

Ansauglufttemperatur-Sensor (B17)

Temperatursensor Ladeluft (B17/8)

Drucksensor nach Drosselklappe (B28/7), Motorlast

Positionssensor Kurbelwelle, Motordrehzahl

Der Motor erhält kennfeldabhängig eine zusätzliche Kraftstoffmenge vom Steuergerät ME zugeteilt. Das Steuergerät ME verlängert dazu die Einspritzdauer des Einspritzventils Zylinder 1 bis Einspritzventil Zylinder 3.

Die Zündwinkel der Zündspule Zylinder 1 (T1/1) bis Zündspule Zylinder 3 (T1/3) werden im Warmlauf von einem eigenen Kennfeld bestimmt.

Im leerlaufnahen Bereich ist die Einspritzdauer hauptsächlich von der Kühlmitteltemperatur beim Start abhängig.

Bei Teillast ist die Motorlast entscheidend.

Sobald die Lambdaregelung frei gegeben wird, überwacht diese die Einspritzdauer.

Funktionsschema Elektrik Start-, Nachstart- und Warmlaufanreicherung

PE07.10-P-2707-97BBA

Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem Motor-Elektronik (ME)

GF07.61-P-9997KJ

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