gf0710p1006mtc

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0100 · 2012-05-11

Gültig für: MOTOR 270.9 im TYP 242 mit CODE (924) Monovalenter Erdgasantrieb

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 242

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 270 9**

GF07.10-P-1006MTC

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktion

11.5.12

MOTOR 270.9 im TYP 242 mit CODE (924) Monovalenter Erdgasantrieb

Funktionsvoraussetzungen Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge allgemein

Klemme 87M (Motorsteuerung EIN)

Motor dreht

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge allgemein

Die Synchronisierung von Einspritz- und Zündfolge wird vom Steuergerät ME (N3/10) zur Ansteuerung der Zündspulen (T1) und der Kraftstoffinjektoren (Y76) bzw. über das Steuergerät CNG (N118/2) der Gaseinblasventile Gas (Y106) verarbeitet.

Zusätzlich ist die Synchronisierung für die Klopfregelung und die Kraftstoffabschaltung an einzelnen Zylindern erforderlich.

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Das Steuergerät ME synchronisiert die Einspritz- und Zündfolge auf Basis folgender Sensoren:

– Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15), Einlass-Nockenwellenstellung

– Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/16), Auslass-Nockenwellenstellung

– Hallsensor Kurbelwelle (B70) (mit Drehrichtungserkennung), Motordrehzahl und Kurbelwellenstellung

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Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgenden Punkten beschrieben:

Funktionsablauf Synchronisierung

Funktionsablauf Motordrehzahlsignal

Funktionsablauf Synchronisierung

Beim Starten des Motors wird die Einspritzfolge entsprechend der Zündfolge aus den Spannungssignalen vom Hallsensor Kurbelwelle (mit Drehrichtungserkennung) und dem Hallsensor Einlassnockenwelle oder dem Hallsensor Auslassnockenwelle festgelegt. Dazu muss der Zünd-OT (Oberer Totpunkt) von Zylinder 1 erkannt werden.

Funktionsablauf Motordrehzahlsignal

Aus dem Signal vom Hallsensor Kurbelwelle wird vom Steuergerät ME das kurzschlussfeste Motordrehzahlsignal (z. B. für Kalttest und Diagnose) generiert und über den Fahrwerk-CAN (CAN E) ausgegeben.

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Durch ein Multipolrad an der Kurbelwelle mit magnetischen Polfeldern unterschiedlicher Polarität wird bei drehender Kurbelwelle im Hallsensor Kurbelwelle ein Digitalsignal mit einem Ruhesignalpegel von 5 V und kurzzeitigen Impulsen von 0 V erzeugt. Dabei steht jedes einzelne Polfeld bzw. jede Änderung des Magnetfeldes für eine Winkeländerung von 6° KW (Kurbelwellen-Winkel).

Zur absoluten Bestimmung der Position des Multipolrades zum Kurbeltrieb ist ein einziges Polfeld mit einem Abstand von 18° KW ausgeführt.

Drehrichtungserkennung

Dreht der Motor rückwärts, was nur sporadisch bei Motorstopp kurz vor dem Stillstand vorkommen kann, ändert sich die Pulsdauer des 0 V-Impulses. Daran erkennt das Steuergerät ME eine Drehrichtungsänderung und kann somit jederzeit auch die genaue Winkelposition der Kurbelwelle erfassen. Diese Information wird insbesondere zum schnellen Starten des Motors im ECO Start-Stopp Modus benötigt.

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Fällt das Spannungssignal vom Hallsensor Kurbelwelle aus, werden ersatzweise (für den Notlauf) die Spannungssignale vom Hallsensor Einlassnockenwelle oder vom Hallsensor Auslassnockenwelle verwendet.

Fällt das Spannungssignal vom Hallsensor Einlassnockenwelle aus, wird ersatzweise das Signal vom Hallsensor Auslassnockenwelle zur Erkennung des Zünd-OTs von Zylinder 1 verwendet.

Steht überhaupt kein Spannungssignal von einem Hallsensor Nockenwelle zur Verfügung, wird nach 360° KW gezündet und eingespritzt, um so einen Notstart zu ermöglichen.

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktion

P07.70-2408-09

Signalzuordnung

1 OT Zylinder 1

2 OT Zylinder 2

3 OT Zylinder 3

4 OT Zylinder 4

a, c Verstellbereich Einlassnockenwelle (40° KW nach früh)

A Kurbelwellenwinkel (KW)

B Polfelder am Multipolrad

C Signal Hallsensor Kurbelwelle (mit Drehrichtungserkennung)

D Zünd-OT Zylinder 1

E Signal Hallsensor Einlassnockenwelle

F Signal Hallsensor Auslassnockenwelle

G Motordrehzahlsignal

b Hallsensor über Segment der
Einlassnockenwelle (Signal low)

d, f Verstellbereich Auslassnockenwelle (40° KW nach spät)

e Hallsensor über Segment der
Auslassnockenwelle (Signal low)

g Einzelnes Polfeld mit 18° KW-Abstand

Funktionsschema Elektrik Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge

PE07.10-P-2706-97IAG

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