gf0710p1006mrt

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0104 · 2018-07-03

Gültig für: Motor 256.9 im Typ 213, 222, 238, 257, 290

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 213 · Baureihe 222 · Baureihe 238 · Baureihe 257 · Baureihe 290

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 256 9**

GF07.10-P-1006MRT

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge Funktion

03.07.2018

Motor

256.9 im Typ 213, 222, 238, 257, 290

Funktionsvoraussetzung allgemein

Motor läuft

Das Steuergerät ME (N3/10) erkennt den Motorlauf durch das Auswerten der Signale des Hallsensors Kurbelwelle (B70). Das Steuergerät ME liest die Signale des Hallsensors Kurbelwelle direkt ein.

Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge allgemein

Die Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge wird vom Steuergerät ME durchgeführt.

Zur Steuerung der Synchronisierung wertet das Steuergerät ME die Signale folgender Sensoren aus:

Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15)

Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/16)

Hallsensor Kurbelwelle

Das Steuergerät ME wertet die Eingangssignale aus und steuert folgende Bauteile an:

Zündsystem

Zündspule Zylinder 1 (T1/1)

Zündspule Zylinder 2 (T1/2)

Zündspule Zylinder 3 (T1/3)

Zündspule Zylinder 4 (T1/4)

Zündspule Zylinder 5 (T1/5)

Zündspule Zylinder 6 (T1/6)

Kraftstoffanlage

Kraftstoffinjektor Zylinder 1 (Y76/1)

Kraftstoffinjektor Zylinder 2 (Y76/2)

Kraftstoffinjektor Zylinder 3 (Y76/3)

Kraftstoffinjektor Zylinder 4 (Y76/4)

Kraftstoffinjektor Zylinder 5 (Y76/5)

Kraftstoffinjektor Zylinder 6 (Y76/6)

Synchronisierung

Beim Starten des Motors wird die Einspritzfolge entsprechend der Zündfolge festgelegt. Dazu muss der Zünd-OT (oberer Totpunkt) von Zylinder 1 erkannt werden.

Das Steuergerät ME erkennt an der 2. negativen Flanke nach der Lücke des Signals vom Hallsensor Kurbelwelle die OT-Stellung der Zylinder 1 und 6. Wenn zu diesem Zeitpunkt das Signal des Hallsensors Einlassnockenwelle 0 V (low) beträgt, gilt der Zünd-OT von Zylinder 1 als erkannt.

Fehlt das Signal des Hallsensors Einlassnockenwelle, wird ersatzweise das Signal des Hallsensors Auslassnockenwelle zur Erkennung des Zünd-OTs von Zylinder 1 verwendet. Steht überhaupt kein Signal von Hallsensor Einlassnockenwelle und Hallsensor Auslassnockenwelle zur Verfügung, wird nach 360° Kurbelwinkel eingespritzt und gezündet, um so einen Motornotstart zu ermöglichen.

Motorauslauferkennung

Beim Abstellen des Motors startet die Motorauslauferkennung, die auch ein Zurückdrehen des Motors kurz vor dem Stillstand erkennt. Während des Rechnernachlaufs vom Steuergerät ME wird die gefundene Ruhestellung der Kurbelwelle in ° Kurbelwinkel gespeichert und für den nächsten Motorstart verwendet. Wenn die Motorauslauferkennung zu keinem Ergebnis führt oder der abgestellte Motor gedreht wurde, erfolgt die Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge bei Motorstart.

Motordrehzahlsignal
Die Motordrehzahl wird aus dem Signal des Hallsensors Kurbelwelle abgeleitet. Durch die Stege am Geberrad wird bei drehender Kurbelwelle im Hallsensor Kurbelwelle ein Spannungssignal (Wechselspannung) erzeugt. Dabei erzeugt jeder Steg ein Spannungssignal. Durch die Lücke von 2 fehlenden Stegen wird kein Spannungssignal erzeugt. Das Motordrehzahlsignal ist ein Rechtecksignal mit konstantem Tastverhältnis von 6 Impulsen (je 60° Kurbelwinkel) pro Motorumdrehung und einem maximalen Strom von ca. 20 mA.
Fällt das Signal des Hallsensors Kurbelwelle aus, werden ersatzweise (für den Notlauf) die Signale des Hallsensors Einlassnockenwelle oder des Hallsensors Auslassnockenwelle verwendet.

Funktionsschema Elektrik Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge

Motor 256.9 im Typ 213, 238

PE07.10-P-2706-97DBA

Motor 256.9 im Typ 222

PE07.10-P-2706-97SEM

Motor 256.9 im Typ 257

PE07.10-P-2706-97XBB

Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung

GF07.70-P-9998MRT

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