gf0710p1005mtc

Zündsystem Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0100 · 2012-05-10

Gültig für: MOTOR 270.9 im TYP 242 mit CODE (924) Monovalenter Erdgasantrieb

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 242

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 270 9**

GF07.10-P-1005MTC

Zündsystem Funktion

10.5.12

MOTOR 270.9 im TYP 242 mit CODE (924) Monovalenter Erdgasantrieb

Funktionsvoraussetzung Zündsystem allgemein

Klemme 87M (Motorsteuerung EIN)

Zündsystem allgemein

Jeder Zylinder verfügt über eine direkt gesteckte Einzelfunken-Zündspule (T1).

Das Steuergerät ME (N3/10) liest für das Zündsystem folgende Sensoren und Signale ein:

– Klopfsensor 1 (A16/1)

– Klopfsensor 2 (A16/2)

– Hallsensor Einlassnockenwelle (B6/15), Einlass-Nockenwellenstellung

– Hallsensor Auslassnockenwelle (B6/16), Auslass-Nockenwellenstellung

– Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

– Temperatursensor Ladeluft vor Drosselklappe (B17/7)

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– Temperatursensor Ladeluft nach Drosselklappe (B17/9)

– Drucksensor nach Drosselklappe (B28/7), Motorlast

– Hallsensor Kurbelwelle (B70) (mit Drehrichtungserkennung), Motordrehzahl und Kurbelwellenstellung

Zusätzlich werden die Anforderungen der Funktion Drehmomentkoordination berücksichtigt.

Bei folgenden Teilfunktionen erfolgt eine Zündwinkelanpassung in Richtung "spät" oder "früh":

– Leerlaufdrehzahlregelung

– Schubabschaltung

– Getriebe-Überlastschutz

– Klopfregelung

– Drehmomentkoordination

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Zündsystem Funktionsablauf

Das Steuergerät ME gibt über die Ansteuerleitung (Klemme 3) ein 5 V-Signal für die Schließzeit des jeweiligen Betriebspunktes zur Zündspule. Die jeweilige Zündspule unterbricht durch einen integrierten Zünder nach Ablauf der Schließzeit den Primärstromkreis. Von der Zündspule gelangt die Zündspannung zu der Zündkerze (R4) und verursacht den Funkenüberschlag im Luftspalt zwischen der Mittel- und der Masseelektrode.

Die Zündwinkelbestimmung erfolgt entsprechend den Eingangssignalen vom Steuergerät ME kennfeldabhängig.

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Betriebsmodi der Zündspule

Singlespark-Einzelfunkenzündung

Die Zündspule wird in der Regel bei betriebswarmem Motor einmal pro Zündvorgang geladen und ein Zündfunke wird erzeugt. Um das Gemisch auch im Kaltstart sicher zu entzünden, können Zündspulen mit hohen Energien verwendet werden, die eine lange Funkenbrenndauer ermöglichen.

Es gibt auch die Möglichkeit, statt nur einem, mehrere Funken

pro Zündvorgang zu verwenden. Diese Betriebsart wird Multispark-Betrieb genannt.

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Multispark-Mehrfunkenzündung

Im Gegensatz zum Singlespark-Betrieb werden im Multispark-Betrieb mehrere Funken benutzt. Dabei werden nicht mehrere Singlespark-Funken hintereinander erzeugt, sondern die Zündspule wird zwischenzeitlich nachgeladen, um wieder genug Energie für die Funken bereitzustellen.
Eine Multispark-Zündung beginnt wie eine Singlespark-Zündung. Die Zündspule wird anfänglich bis zu einem gewünschten Zielprimärstrom aufgeladen. Zum Zündzeitpunkt wird der Ladestrom unterbrochen, wodurch der Zündfunke entsteht. Die Zündspule wird im Multispark-Betrieb aber nicht vollständig entladen.

Der fließende Sekundärstrom, der direkt vom Ladezustand der Zündspule abhängt, wird in der Zündspule gemessen. Fällt er unter die Sekundärstromschwelle, schaltet die Spulenelektronik die Leistungsendstufe wieder leitend, wodurch der Ladestrom wieder fließt.

Die Höhe des fließenden Primärstroms wird ebenfalls überwacht. Wird die Primärstromschwelle erreicht, schließt die Leistungsendstufe den Primärkreis und es kommt wieder zur Hochspannungserzeugung. Dadurch wird ein weiterer Funke erzeugt. Nach gleichem Schema werden auch die folgenden Funken erzeugt.

Zündsystem Funktion

P15.10-2401-76

Idealer Primär- und Sekundärstromverlauf einer Mehrfunkenzündung

A Schließzeit

B Funkendauer

C Nachladeschwelle

D Entladeschwelle

E Zündzeitpunkt

V Betriebsspannung

i1 Primärladestrom

i2 Sekundärstrom

Zündsystem Funktion

P01.10-3026-01

Zylinderanordnung und Zündfolge

1 - 4 Zylinder 1 bis 4

270 Motor 270

Diagnose

Die Zündwinkel können nur mit Xentry Diagnostics geprüft werden.

Funktionsschema Elektrik Zündsystem

PE07.10-P-2705-97IAG

Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung

GF07.70-P-9998MTC

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