gf0710d1001tsa

Starten Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0100 · 2018-05-24

Gültig für: Motor 651 im Typ 907, 910

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung — Baureihe 651 · Baureihe 907 · Baureihe 910

GF07.10-D-1001TSA

Starten Funktion

24.05.2018

Motor

651 im Typ 907, 910

Starten Funktion

D07.10-0131-79

Blockschaltbild

A68

Fahrpedalmodul

N118/9

Steuergerät Kraftstoffpumpe

B4/17

Kraftstoffdruck-Sensor

N127

Steuergerät Antriebsstrang

B6/23

Drehzahlsensor

S2/2

Start-Stopp-Taste

B11/17

Temperatursensor Kühlmittel

S40/6

Schalter Kupplungspedal Startfreigabe

B40/9

Motoröltemperatur-Sensor

Y74/5

Druckregelventil

G2

Generator

Y76

Kraftstoffinjektoren

L5/11

Positionssensor Kurbelwelle

Y94/3

Mengenregelventil

M1

Starters

CAN C

Antriebs-CAN

M3/6

Kraftstoffpumpe mit Füllstandssensor

CAN C1

Motor-CAN

N3/31

Steuergerät CDI (Typ 910)

CAN I

Antriebssensor-CAN

N15/3

Steuergerät elektronische Getriebesteuerung (EGS) (mit Getriebe 700.750)

Flex E

Fahrwerk-FlexRay

N15/11

Elektrische Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS) mit Code G42 (7G-TRONIC PLUS)

LIN C1

Antriebs-LIN

N30/4

Steuergerät ESP®

O

Option

N73/8

Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS)

S

Standard

N118/5

Steuergerät AdBlue®

Funktionsvoraussetzungen Starten allgemein

Klemme 87M EIN (Motormanagement EIN)

Motor AUS

Startfreigabe Fahrberechtigungssystem 4 (FBS 4)

Eingelegte Fahrstufe "P" oder "N" (mit Automatikgetriebe)

Schalter Kupplungspedal Startfreigabe, volle Kupplungsbetätigung (mit Schaltgetriebe und mit Code MJ8 (ECO Start-Stopp-Funktion))

Starten allgemein

Die Startersteuerung im Steuergerät CDI übernimmt die Ansteuerung und Abschaltung des Starters.

Das Steuergerät CDI liest für das Starten folgende Signale ein:

Motoröltemperatur-Sensor

Kraftstoffdruck-Sensor

Positionssensor Kurbelwelle

Temperatursensor Kühlmittel

Drehzahlsensor, für die Motordrehzahl

Generator, Status über Antriebs-LIN

Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS), Signal Klemme 50 über Fahrwerk-FlexRay

Elektrische Steuereinheit vollintegrierte Getriebesteuerung (VGS), mit Code G42 (7G-TRONIC PLUS), Fahrstufe über Antriebs-CAN

Steuergerät AdBlue®

Das Steuergerät CDI koordiniert beim Starten die Einspritzfolge aus den Signalen vom Hallsensor Kurbelwelle und vom Hallsensor Nockenwelle.

Das Steuergerät CDI steuert zum Starten des Motors folgende Bauteile an:

Starter

Druckregelventil

Kraftstoffinjektoren

Mengenregelventil

Kraftstoffpumpe mit Füllstandssensor über das Steuergerät Kraftstoffpumpe

Die Startmengensteuerung im Steuergerät CDI dient dazu beim Motorstart, unabhängig von der Stellung des Fahrpedalmodul, eine spezifische Startmenge zu errechnen.

Starten Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgende Punkte gegliedert:

Funktionsablauf Startbeginn

Funktionsablauf Startende (mit Automatikgetriebe)

Funktionsablauf Startende (mit Schaltgetriebe)

Funktionsablauf Startbeginn

Durch 2-maliges Betätigen der Start-Stopp-Taste erhält das Steuergerät Antriebsstrang das Signal Klemme 50 vom Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS). Das Steuergerät Antriebsstrang sendet daraufhin das Signal Klemme 50 an das Steuergerät CDI.

Das Steuergerät CDI steuert das Relais Starter Kl. 50 (F152kC) mit einem Massesignal an. Der Leistungskontakt des Relais schließt und der Magnetschalter des Starters wird an Klemme 50 mit Spannung von Klemme 30 versorgt.

Erkennt das Steuergerät CDI durch den Hallsensor Kurbelwelle und durch die Botschaft "Klemme 61 EIN" den Motorlauf sowie über die Botschaft "Klemme 50 AUS", dass der Startvorgang beendet ist, so kann der Fahrer über das Fahrpedalmodul die Einspritzmenge und somit die Motordrehzahl regeln.

Es erfolgt keine Startfreigabe vom Steuergerät AdBlue®, wenn der AdBlue® Behälter leer ist und die Anzahl der zulässigen Motorstarts mit leerem AdBlue® Behälter Null ist.

Funktionsablauf Startende (mit Automatikgetriebe)

Die Startersteuerung erfolgt vom Steuergerät CDI automatisch (Tippstart). Das heißt, ist der Startvorgang eingeleitet, hat das Abschalten der Klemme 50 keinen Einfluss mehr auf den Startvorgang. Bei Erreichen der Motorstartdrehzahl von 400 bis 700/min oder einer Startzeit von ca. 5 bis 40 s (abhängig von der Kühlmitteltemperatur) unterbricht das Steuergerät CDI die Masseansteuerung zum Relais Klemme 50 Starter und beendet damit den Startvorgang. Der Startvorgang kann nur durch das Ausschalten der Zündung abgebrochen werden.

Funktionsablauf Startende (mit Schaltgetriebe)

Beim Erreichen der Motorstartdrehzahl von 400 bis 700/min oder beim Wegfall des Signals Klemme 50 unterbricht das Steuergerät CDI die Masseansteuerung zum Relais Klemme 50 Starter und beendet damit den Startvorgang. Der Startvorgang kann auch durch das Ausschalten der Zündung abgebrochen werden.

Im Fall einer Startwiederholung wird nach Beendigung des Startvorgangs eine Sperrzeit von ca. 3 s abgewartet. Dies geschieht, um das Einspuren vom drehenden Ritzel des Starters in die Verzahnung der Mitnehmerscheibe des Motors zu verhindern (Zahnkranzschutz).

Erkennt das Steuergerät CDI durch den Hallsensor Kurbelwelle und durch die Botschaft "Klemme 61 EIN" den Motorlauf sowie über die Botschaft "Klemme 50 AUS", dass der Startvorgang beendet ist, so kann der Fahrer über den Fahrpedalsensor die Einspritzmenge und somit die Motordrehzahl regeln.

Am Batterie-Pluspol ist ein Spannungseinbruchbegrenzer verbaut. Seine Aufgabe ist es, das Absinken der Batteriespannung während des Startvorgangs des Motors unter einen definierten Spannungswert zu verhindern. Dies wird über eine zeitweise Begrenzung des Starterstroms realisiert. Zu beachten ist hierbei, dass nur während des Startvorgangs an der Starter-Plus-Leitung 12 V anliegen.

Funktionsschema Elektrik Starten

PE07.10-D-2701-97TSA

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

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Referenzierte Dokumente