Beispielhafte Darstellung Ventiltrieb |
1 | Stellglied Ventilhubumschaltung |
2 | Nockenwellenstück Einlassnockenwelle |
3 | Rollenschlepphebel |
4 | Ventilfeder |
5 | Einlassventil |
6 | Kurbelwelle |
7 | Kettenspanner |
8 | Steuerkette |
9 | Nockenwellensteller |
P05.30-2204-76
Übersicht
Dieses Dokument enthält Informationen zu:
Allgemeines
Funktion
Allgemeines
Der Ventiltrieb reguliert den Gas- und Ladungswechsel in den Brennräumen. Die Steuerung des Ventiltriebs hat wesentlichen Einfluss auf Drehmoment, Leistung und Emissionen des Verbrennungsmotors.
Funktion
Der Ventiltrieb steuert beim Ladungswechsel das mechanische Schließen und Öffnen der Ventile. Ein Ladungswechsel bedeutet, dass Abgase in die Abgasanlage geleitet und die Brennräume mit Frischluft gefüllt werden. Die Ventilöffnung und -schließung erfolgt über eine rotierende Nockenwelle mit hängenden Ventilen. Die Ein- und Auslassventile können über eine gemeinsame Nockenwelle oder separate Ein- und Auslassnockenwellen betätigt werden. Die Nockenwellen werden dabei über die Kurbelwelle angetrieben. Für eine variable Steuerung der Ventile kommen Nockenwellensteller und Formen der Ventilhubumschaltung zum Einsatz.
Zur Kraftübertragung kommt eine Steuerkette oder ein Zahnriemen zum Einsatz. Die Kraftübertragung zwischen Nockenwellen und Ventilen findet über eine Ventilbetätigung mittels eines Hydrostößels oder Rollschlepphebels statt.
Im Zylinderkopf sind pro Zylinder zwei oder vier Ventile. Die Ventile können als Hohltellerventile u. a. eine verbesserte Wärmeleitung bewirken. Die Ventile können dabei parallel oder gedreht angeordnet sein. Varianten des Ventiltriebs definieren sich somit über die Steuerung, die Betätigung sowie die Anordnung der Ventile.
Referenzierte Dokumente
- gf0130p1000a Zylinderkopf Grundfunktion
- gf0500p1001a Ventilsteuerung Grundfunktion
- gf0520p1000a Nockenwelle Grundfunktion
- gf0520p1000a