gf0500p1100d

Ventilsteuerung Detailinformation

Typ gf · Thema 05.00 · Version 0101 · 2019-07-26

Gültig für: Motor 656

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 05 Motorsteuerung › 05.00 Allgemeines — Baureihe 656

GF05.00-P-1100D

Ventilsteuerung Detailinformation

26.07.2019

Motor

656

Ventilsteuerung Detailinformation

Y49/22

Stellglied CAMTRONIC Auslass Zylinder 1 und 2

Y49/23

Stellglied CAMTRONIC Auslass Zylinder 3 und 4

Y49/24

Stellglied CAMTRONIC Auslass Zylinder 5 und 6

P05.20-2497-76

Übersicht

Dieses Dokument enthält Informationen zu:

Funktionsvoraussetzungen

Allgemeines

Funktion

Funktionsvoraussetzungen

Motor im unteren Teillastbereich bis ca. 1800/min

Motordrehmoment unter ca. 100 Nm

Allgemeines

Um die gewünscht schnelle Wirksamkeit der Abgasreinigung zu erreichen, wird die schaltbare Auslassnockenwelle mit variabler Motorsteuerung eingesetzt.

Die auslassseitigen Stellglieder bewirken eine frühere Abgasreinigung bei Dieselmotoren.

Funktion

Mit der Ventilhubumschaltung erfolgt an der Auslassnockenwelle eine kennfeldgesteuerte Umschaltung zwischen einem kleinen und einem großen Nockenhub der Auslassventile.

Wesentliche Eingangsgrößen sind Motordrehzahl, -last und -temperatur. Das Steuergerät Verbrennungsmotor steuert bei niedriger Motorlast die Stellelemente für die Ventilhubumschaltung mit einem pulsweitenmodulierten Signal an. Durch diese Ansteuerung wird ein zweiter Hub der Auslassnockenwelle ausgelöst. Dieser Zweithub bewirkt eine Rückströmung von heißen Abgasen in den Brennraum. Diese ungekühlten Abgase erhöhen die Temperatur im Brennraum, was wiederum eine frühere Wirksamkeit der Abgasreinigung zur Folge hat.

Die Umschaltung erfolgt durch auslassseitige Stellelemente an folgenden Positionen:

Zylinder 1 und 2

Zylinder 3 und 4

Zylinder 5 und 6

Dabei wird eine Spule im entsprechenden Stellglied bestromt und ein Stößel fährt in eine entsprechende Kurvenbahn auf dem Nockenstück. Durch die Drehung der Nockenwelle und die Formgebung der Kurvenbahn werden die Nockenstücke axial verschoben und der größere Nocken wirkt auf die Auslassventile. Anschließend bewirkt eine Steigung in der Kurvenbahn, dass der Stößel wieder in die Ausgangsposition gebracht wird. Zum Rückstellen der Nockenwelle auf den kleinen Hub fährt ein zweiter Stößel in die benachbarte Kurvenbahn und die Rückstellung erfolgt sinngemäß. Die Positionsbestimmung der Stößel erfolgt über einen integrierten Hallsensor im Stellglied.

Die Auslassnockenwelle besteht aus folgenden Bauteilen: Auf der Trägerwelle sind 6 zerspanend hergestellte Nockenstücke verbaut. Jedes Nockenstück steuert die Auslassventile eines Zylinders. Die Stellelemente betätigen jeweils 2 Nockenstücke gleichzeitig.

Die Nocken selbst verfügen pro Ventil in Form eines Doppelnockens über zwei Hubkurven. Ist die steilere Hubkurve aktiviert, wird der Ventilhub vergrößert und die Ventile bleiben länger geöffnet. Wird auf die flachere Hubkurve umgeschaltet, ist der Ventilhub verkürzt und die Ventile schließen früher.