P01.20-A037-79
Beispielhafte Darstellung Kurbelgehäuseentlüftung |
1 | Entlüftungsleitung Zylinderkopf | 2 | Ölabscheider |
Übersicht
Dieses Dokument enthält Informationen zu:
Allgemeines
Funktionsvoraussetzungen
Funktion
Allgemeines
Die Kurbelgehäuseentlüftung regelt die Druckverhältnisse im Kurbelgehäuse. Ziel ist es den Überdruck und überschüssige Verbrennungsgase aus dem Kurbelgehäuse abzuführen. Die Kurbelgehäuseentlüftung führt die gereinigte Luft über das Ansaugluftsystem dem Verbrennungsmotor zu.
Funktionsvoraussetzungen
Motormanagement EIN (Klemme 87M)
Motor in Betrieb
Funktion
Kurbelgehäuseentlüftung
Über den Ringspalt der Kolbenringe und dem Laufspiel zwischen Kolben und Zylinderlauffläche gelangen Leckgase in das Kurbelgehäuse. Die Kurbelgehäuseentlüftung hat die Aufgabe, den Überdruck im Kurbelgehäuse zu reduzieren und die gereinigte Luft in das Ansaugluftsystem zu leiten. Der Ölabscheider filtert Ölrückstände aus der Luft, bevor diese in das Ansaugluftsystem geleitet werden. Eine Ausgleichsleitung gleicht den Überdruck durch die Motorbelüftung aus. Die Menge der zurückgeführten Luft unterscheidet sich im Teil- und Volllastbetrieb.
Teillastbetrieb
Im Teillastbetrieb erfolgt die Entlüftung vom Ölabscheider zum Ladeluftverteiler über ein Ventil in der Entlüftungsleitung. Im Schubbetrieb wird das Ventil vom Steuergerät Verbrennungsmotor angesteuert und schließt die Entlüftungsleitung für den Teillastbetrieb. Das Ventil bleibt geöffnet, solange das Steuergerät Verbrennungsmotor das Ventil nicht ansteuert.
Volllastbetrieb
Im Volllastbetrieb erfolgt die Entlüftung vom Ölabscheider zum Luftansaugrohr. Die gereinigten Verbrennungsgase werden zur Entlüftung in das Luftansaugrohr vor den Abgasturbolader geleitet. Um ein Einfrieren der Kurbelgehäuseentlüftung im Volllastbetrieb zu verhindern, ist ein Heizelement in die Entlüftungsleitung integriert. Das Heizelement erwärmt die Entlüftungsleitung ab einer Außentemperatur von ca. 7 °C.