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40.33 - AMG-Zubehör: Umrüstung auf Reifen 235/45 ZR 17 und Scheibenrad 8 1/2 J x 17 H 2 ET 30 (AMG) Typ 124 außer 124.036, Fzg. mit Spezialaufbau und Lim. mit langem Radstand

Typ ea · Thema 40.10 · Version 9578 · 1995-07-13

Gültig für:

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 40 Räder, Fahrwerkvermessung › 40.10 Räder, Reifen — Baureihe 124 (Baumuster 019, 020, 021, 022, 023, 026, 028, 030, 031, 032, 034, 040, 041, 042, 043, 050, 051, 052, 060, 061, 062, 066, 079, 080, 081, 082, 083, 088, 090, 091, 092, 120, 125, 126, 128, 130, 131, 133, 180, 185, 186, 188, 190, 191, 193, 226, 230, 290, 330, 333, 393)

Einbauanleitung

Umrüstung auf Reifen 235/45 ZR 17 und

Scheibenrad 8 1/2 J x 17 H 2 ET 30 40.33

Typ 124

Ausgenommen Fahrzeuge mit Spezialaufbau, Limousinen mit langem Radstand
und 124.036.

Voraussetzung für die Verwendung der Rad-/Reifen-Kombination ist, daß die in den Abschnitten
A, B, C, D, E und F beschriebenen Umfänge vollständig durchgeführt werden.

Die Einbauanleitung ist in folgende Abschnitte
unterteilt:

40.33 - AMG-Zubehör:                                                            
	Umrüstung auf Reifen 235/45 ZR 17 und Scheibenrad 8 1/2 J x 17 H 2 ET 30 (AMG)  
	Typ 124 außer 124.036, Fzg. mit Spezialaufbau und Lim. mit langem Radstand

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A. Abmontieren der Serienräder

B. Änderungen am Fahrwerk

C. Änderungen an der Karosserie

D. Montage der Sonderräder

E. Reifenluftdruck/Reifenfabrikate/
Schneekettenbetrieb

F. Tachoangleichung

G. Technische Angaben

H. Bestell-Hinweise für Ersatzteile

Hinweis

In der Bundesrepublik Deutschland ist der
Eintrag in die Fahrzeugpapiere erforderlich.
Dazu muß dem TÜV/TÜA eine Kopie des
jeweiligen Musterberichtes vorgelegt werden.

H WA202 401 01 02

A. Abmontieren der Serienräder

1 Radblenden bei Stahlblech-Scheibenrädern
abmontieren.

2 Radschrauben lösen.

3 Fahrzeug anheben.

4 Radschrauben herausschrauben.

Hinweis

Beim Herausschrauben der letzten Radschrau-
be darauf achten, daß das Rad nicht unkontrol-
liert von der Nabe kippt.

5 Rad abnehmen.

Es müssen 5 der abmontierten Serien-Rad-
schrauben dem Ersatzrad beigelegt werden.
Das serienmäßige Ersatzrad kann als Notrad
verwendet werden.
Aufgrund eines veränderten Fahrverhaltens
durch verschiedene Reifenabrollumfänge und
Rädereinpresstiefen, ist eine Höchstge-
schwindigkeit von max. 80 km/h zulässig.
Hierfür ist das serienmäßige Ersatzrad mit dem
beigelegten Zusatzaufkleber
(H WA201 584 04 39) zu kennzeichnen.
Notrad sobald wie möglich wieder gegen
Standardrad tauschen.

B. Änderungen am Fahrwerk

Bei allen Fahrzeug-Typen muß in Verbindung
mit 17 Zoll AMG-Scheibenrädern der Vorder-
achseinfederweg reduziert werden, damit ein
ausreichender Freigang bei extremer Radein-
federung gewährleistet ist.

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	Typ 124 außer 124.036, Fzg. mit Spezialaufbau und Lim. mit langem Radstand

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1 Vorderräder abmontieren. (siehe
Abschnitt A).

2 Vorderfeder mit Federspanner
124 589 06 31 00 spannen und ausbauen.

Zum Spannen der Vorderfeder keinen
Schlagschrauber verwenden.

3 Vorderachs-Dämpferbein an der oberen
Dämpferbeinaufhängung (6) losschrauben, dabei
die Kolbenstange gegenhalten.

4 Querlenker mit Dämpferbein ablassen (Quer-
lenker abstützen).

5 Federwegbegrenzungsscheibe (5) über An-
schlagpuffer (4) auf Kolbenstange (1) einsetzen.

6 Dämpferbein und Vorderfeder in umge-
kehrter Reihenfolge montieren.

Hinweis

An der oberen Dämpferbeinaufhängung neue
selbstsichernde Mutter (9) und Scheibe (8) ver-
wenden (Anziehdrehmoment 60 Nm).

C. Änderungen an der Karosserie

1 Unterlegen der vorderen Kotflügel

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1.1 Seitenbeplankung am vorderen Kotflügel aus
den Befestigungselementen herauslösen, nach
hinten ziehen und abnehmen.

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1.2 Am Kotflügel die Schrauben (A und B)
herausdrehen.

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1.3 Die Schraube (A) seitlich am Stoßfänger
lösen.

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1.4 Das Seitenteil des Stoßfängers nach unten
drücken und die Schrauben zur Kotflügelbefesti-
gung (A und B) herausdrehen. Links und rechts
je einen Ausstellklotz zwischen Kotflügel und
Karosserie klemmen. Die Bohrlöcher müssen
dabei fluchten, so daß ein problemloses Befes-
tigen möglich ist.

1.5 Im Seitenbereich des Stoßfängers je einen
Ausstellklotz links und rechts zwischen Kotflügel
und Karosserie legen.

1.6 Sämtliche Schrauben laut Anordnung leicht
anziehen. Nach einer Sichtkontrolle die Schrau-
ben festziehen.

2 Karosserienacharbeiten an den vorderen
Kotflügeln

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2.1 Vorderen Kotflügelfalz umbördeln:
Bei Umrüstung auf breitere Räder/Reifen müs-
sen die Kotflügelinnenkanten der vorderen Kot-
flügel im gesamten Radausschnitt auf einen Win-
kel von 110° umgebördelt werden.

2.2 Bei zu reichlich aufgetragenem PVC-Unter-
bodenschutz diesen vor dem Anlegen des Kot-
flügelbords entsprechend ausschleifen.

2.3 Mit einem Heißluftfön die Kotflügelaußen-
kanten sorgfältig auf maximal 70 °- 80 °C
erwärmen.

Hinweis

Lack bei Erwärmung nicht überhitzen
(max. 80 °C).

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2.4 Im gekennzeichneten Bereich (A) wird der
Kotflügelbord in mehreren Etappen bis zur
Kotflügelinnenseite umgebördelt. Um
Beschädigungen am Lack zu vermeiden, muß
ein Kunststoffhammer verwendet werden.

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2.5 Vordere Kotflügel ausstellen:
Die Kotflügelkante im oberen Bereich unter
gleichmäßigen Schlägen mit einem Kunststoff-
hammer um 25° ausstellen.

Hinweis
Kontrollmaß an der obersten Stelle des Radaus-
schnittes: Mindestens 275 mm gemessen über
Radmitte zwischen Radausschnittkante und dem
Außenrohr des Stoßdämpferbeines.

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2.6 Kotflügelkante innerhalb des gekennzeich-
neten Bereiches (B) nach unten gleichmäßig
auslaufen lassen.

Hinweis

Eventuelle Beschädigungen an Lack bzw. Unter-
bodenschutz ausbessern.

2.7 Seitenbeplankung entsprechend der nach-
gearbeiteten Kotflügelkontur abschleifen und
montieren.

3 Karosserienacharbeiten in den Radhäusern

3.1 An der rechten Seite die beiden Schrauben
des Scheibenwaschbehälters lösen. Den Behäl-
ter hochbinden, so daß er beim Austreiben des
Radhauses nicht beschädigt wird.
An der linken Seite die ABS-Hydraulikeinheit
und den Hydraulikölbehälter lösen und
hochbinden.
Beim Austreiben des Radhauses darauf achten,
daß die Aggregate nicht beschädigt werden.

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3.2 Radhaus auf einer Fläche von ca.
150 mmx150 mm (A) etwa 10 mm zum Motor-
innenraum hin mit einem Kunststoffhammer
austreiben.

3.3 Den Schweißbolzen (B) zur Befestigung
des Innenkotflügels entfernen und durch eine
Blindniete mit großem Setzkopf ersetzen.

3.4 Radhäuser mit Unterbodenschutz nachkon-
servieren. Die umgelegten Kotflügelkanten sind
mit Hohlraumversiegelung einzusprühen.

4 Karosseriearbeiten am hinteren Kotflügel

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4.1 124 Limousine/Coupé

Einsetzen eines Blechwinkels:

Seitliche Abdeckungen im Kofferraum aus-
bauen.

Seitenwand im angezeichneten Bereich von
Wachs und Abdichtmasse befreien.

Seitenwand in einer Länge von 200 mm ein
sägen und um 20 mm nach außen
aufweiten.

Stahlblechwinkel (33x10x1x200 mm)
grundieren und mit einem WIG-Schweißgerät
einschweißen.

Schweißnaht abschleifen, anschließend grun
dieren und mit Karosseriedichtmasse ab-
dichten.

PVC-Unterbodenschutz auftragen.

Hinweis

Aufgrund der serienmäßig verbreiterten
Radhausschalen hinten, ist beim Typ 124.061
(300CE-24 Cabrio) das Einsetzen eines
Blechwinkels wie unter 4.1 beschrieben, nicht
notwendig.

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4.2 124 T-Limousine

Einsetzten eines Blechstreifens:

Reserverad und Wagenheber aus dem Kof-
ferraum entfernen.

Radhaus im angezeichneten Bereich von
Wachs und Abdichtmasse befreien.

Radhaus in einer Länge von 200 mm,
30 mm parallel zur Karosserieaußenkontur
einsägen und um 15 mm nach außen auf-
weiten.

Stahlblechstreifen grundieren und mit einem
WIG-Schweißgerät von der Radhausinnen-
seite einschweißen.

Schweißnaht abschleifen, anschließend
grundieren und mit Karosseriedichtmasse
abdichten.

PVC-Unterbodenschutz auftragen.

5 Anlegen der Kotflügelkante hinten

5.1 Bei zu reichlich aufgetragenem PVC-Unter-
bodenschutz diesen vor dem Anlegen des Kot-
flügelbords entsprechend ausschleifen.

5.2 Mit einem Heißluftfön die Kotflügelaußen-
kanten sorgfältig auf maximal 70 °- 80 °C
erwärmen.

Hinweis

Lack bei Erwärmung nicht überhitzen
(max. 80 °C).

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5.3 In mehreren Etappen wird der Kotflügelbord
im gekennzeichneten Bereich (A) bis zur Kotflü-
gelinnenseite umgebördelt.
Um Beschädigungen am Lack zu vermeiden,
muß ein Kunststoffhammer verwendet werden.

Hinweis

Eventuelle Beschädigungen an Lack bzw. Unter-
bodenschutz ausbessern.

5.4 Radhäuser mit Unterbodenschutz nachkon-
servieren. Die umgelegten Kotflügelkanten sind
mit Hohlraumversiegelung einzusprühen.

5.5 Seitenbeplankung entsprechend der nach-
gearbeiteten Kotflügelkontur abschleifen und
montieren.

D. Montage der Sonderräder

1 Zentrierbolzen (Bordwerkzeug) in die
oberste Gewindebohrung der Radnabe ein-
schrauben.

2 AMG-Leichtmetallrad aufstecken und an die
Radnabe drücken.

3 Radschrauben eindrehen und kraftschlüssig
anziehen. Die Radschrauben müssen trocken
und fettfrei sein.
Darauf achten, daß die Räder nicht durch ein-
seitiges Anziehen der Radschrauben verspannt
werden (Radschrauben in mehreren Durchgän-
gen über Kreuz anziehen).

Für die Radverschraubung sind ausschließlich
die dem Rad beigelegten Kugelbundschrauben
M12x1,5x40 mm zu verwenden.

4 Zentrierbolzen herausschrauben und durch
eine Radschraube ersetzen.

5 Wagen ablassen.

6 Radschrauben über Kreuz gleichmäßig mit
einem Drehmoment von 110 Nm anziehen.


AMG-Leichtmetallräder müssen nach einer
Laufstrecke zwischen 100 - 500 km nach-
gezogen werden (Anziehdrehmoment 110 Nm).

E. Reifenluftdruck/Reifenfabrikate/Schneekettenbetrieb

1 Der Reifenluftdruck ist analog dem serien-
mäßigen Luftdruckschild in der Tankklappe
einzustellen.

2 Die empfohlenen Reifenfabrikate sind der
aktuellen Service-Information "Sommerreifen in
Verbindung mit AMG-Sonderausstattungen und
AMG-Leichtmetallrädern aus dem Zubehör-
programm", zu entnehmen.

3 Die Montage von Schneeketten ist in Ver-
bindung mit der AMG-Rad-/Reifenkombination
nicht zulässig.

F. Tachoangleichung

Der Abrollumfang der Nachrüstreifen liegt ge-
genüber dem der serienmäßigen Bereifung in
einem Bereich, der eine Überprüfung und ggf.
eine Korrektur der Tachometereinstellung erfor-
derlich macht. Diese kann von einer Vertrags-
niederlassung des jeweiligen Instrumentenher-
stellers (VDO/Motometer) durchgeführt werden.

G. Technische Angaben

Hersteller: AMG/AAG

Typ: H WA202 401 01 02

Radgröße: 8 1/2 Jx17 H2

Einpreßtiefe: 30 mm

Lochkreis: d=112 mm, 5 Loch

Zentrierung: Mittelzentrierung d=66,5 H8

Zul. Radlast: 615 kg bei rdyn=321 mm

Art: Einteiliges Leichtmetallrad mit beidseitigem Hump

Kennzeichnung: Radaußenseite: AMG

Radinnenseite: H WA202 401 01 02

8 1/2 Jx17 H2 ET30

Herstellerzeichen

Lieferantenzeichen des Rohteils, Rohteilennummer

Gesenk-, oder Kokillennummer

Herstellerdatum (Woche, Jahr)

Röntgenprüf-, oder Kontrollstempel

Kennbuchstabe D bei verdichteten Kugelkalotten

Japanprüfzeichen

Ventile: Gummiventil nach DIN 7780

Befestigung: Nur mit den vom Radhersteller mitgelieferten
Kugelbundschrauben M12x1,5x40 mm

Anziehdrehmoment: 110 Nm

Auswuchtungsgewichte: Nur Klebegewichte wie MB-Seriezulässig

H. Bestell-Hinweise für Ersatzteile

Ersatzteile

Benennung

Teil-Nr.

Leichtmetall-Scheibenrad 8 1/2 Jx17 H 2 ET 30 mit Befestigungsmaterial und Radzierdeckel

B6 602 0085

Radzierdeckel

A201 400 04 25

Kugelbundschraube M12x1,5
Schaftlänge L=40 mm

A124 400 04 70

Gummiventil

A000 400 02 13

Hinweis

Auf Kundenwunsch ist ein Satz Radsicherungs-
schrauben (Best. Nr.: B6 602 8103) lieferbar.