Einbauanleitung
Umrüstung auf 16-Zoll-Reifen und
Speichenrad 7 1/2 J 16 H 2 ET 42 40.08
Typ 124
Ausgenommen Fahrzeuge mit Spezialaufbau, Limousinen mit langem Radstand
und 124.031/036/051/091/290/393.
Voraussetzung für die Verwendung der Räder-Reifen-Kombination ist, daß die in den Abschnit
ten A, B, C, D und E beschriebenen Umfänge vollständig durchgeführt werden.
Die Einbauanleitung ist in folgende Abschnitte
unterteilt:
A. Zulässige Reifenkombination
B. Abmontieren der Serienräder
C. Änderungen an der Karosserie
D. Montage der Sonderräder
E Korrektur des Reifenluftdrucks
F. Technische Angaben
G. Bestell-Hinweise für Ersatzteile
Hinweis In der Bundesrepublik Deutschland ist der Eintrag in die Fahrzeugpapiere erforderlich. Dazu muß dem TÜV/TÜA eine Kopie des jeweiligen Musterberichtes vorgelegt werden. |
A. Zulässige Reifenkombinationen
Baumuster | Vorderachse | Hinterachse | Bemerkungen |
124.02/030/04/050 | 205/55 R 16 | 205/55 R 16 | Alle Limousinen, Coupé, einschließlich 4MATIC |
124.08/090 | 205/55 R 16 | 225/50 R 16 | Alle T-Limousinen |
B. Abmontieren der Serienräder
1 Radblenden bei Stahlblech-Scheibenrädern abmontieren. 2 Radschrauben lösen. 3 Fahrzeug anheben. 4 Radschrauben herausschrauben. Hinweis Beim Herausschrauben der letzten Radschraube darauf achten, daß das Rad nicht unkontrolliert von der Nabe kippt. 5 Rad abnehmen. Es müssen 5 der abmontierten Serien-Radschrauben dem Ersatzrad beigelegt werden. |
C. Änderungen an der Karosserie
1 Unterlegen der vorderen Kotflügel |
1.1 Seitenbeplankung am vorderen Kotflügel aus den Befestigungselementen herauslösen, nach hinten ziehen und abnehmen.
1.2 Am Kotflügel die Schrauben (A und B) herausdrehen.
1.3 Die Schraube (A) seitlich am Stoßfänger lösen.
1.4 Das Seitenteil des Stoßfängers nach unten drücken und die Schrauben zur Kotflügelbefestigung (A und B) herausdrehen. Links und rechts je einen Ausstellklotz zwischen Kotflügel und Karosserie klemmen. Die Bohrlöcher müssen dabei fluchten, so daß ein problemloses Befestigen möglich ist. 1.5 Im Seitenbereich des Stoßfängers je einen Ausstellklotz links und rechts zwischen Kotflügel und Karosserie legen. 1.6 Sämtliche Schrauben laut Anordnung leicht anziehen. Nach einer Sichtkontrolle die Schrauben festziehen. |
2 Karosserienacharbeiten an den vorderen Kotflügeln |
2.1 Vorderen Kotflügelfalz umbördeln:
Bei Umrüstung auf breitere Räder/Reifen müssen die Kotflügelinnenkanten der vorderen Kotflügel im gesamten Radausschnitt auf einen Winkel von 110° umgebördelt werden.
2.2 Bei zu reichlich aufgetragenem PVC-Unterbodenschutz diesen vor dem Anlegen des Kotflügelbords entsprechend ausschleifen.
2.3 Mit einem Heißluftfön die Kotflügelaußenkanten sorgfältig auf maximal 70 °- 80 °C erwärmen.
Hinweis
Lack bei Erwärmung nicht überhitzen
(max. 80 °C).
2.4 Im gekennzeichneten Bereich (A) wird der Kotflügelbord in mehreren Etappen bis zur Kotflügelinnenseite umgebördelt. Um Beschädigungen am Lack zu vermeiden, muß ein Kunststoffhammer verwendet werden.
2.5 Kotflügelkante innerhalb des gekennzeichneten Bereiches (B) nach unten gleichmäßig auslaufen lassen.
Hinweis
Eventuelle Beschädigungen an Lack bzw. Unterbodenschutz ausbessern.
2.6 Seitenbeplankung entsprechend der nachgearbeiteten Kotflügelkontur abschleifen und montieren.
3 Anlegen der Kotflügelkante hinten |
3.1 Bei zu reichlich aufgetragenem PVC-Unterbodenschutz diesen vor dem Anlegen des Kotflügelbords entsprechend ausschleifen. 3.2 Mit einem Heißluftfön die Kotflügelaußenkanten sorgfältig auf maximal 70 °- 80 °C erwärmen. Hinweis Lack bei Erwärmung nicht überhitzen |
3.3 In mehreren Etappen wird der Kotflügelbord im gekennzeichneten Bereich (A) bis zur Kotflügelinnenseite umgebördelt.
Um Beschädigungen am Lack zu vermeiden, muß ein Kunststoffhammer verwendet werden.
Hinweis
Eventuelle Beschädigungen an Lack bzw. Unterbodenschutz ausbessern.
3.4 Radhäuser mit Unterbodenschutz nachkonservieren. Die umgelegten Kotflügelkanten sind mit Hohlraumversiegelung einzusprühen.
D. Montage der Sonderräder
1 Zentrierbolzen (Bordwerkzeug) in die oberste Gewindebohrung der Radnabe einschrauben. 2 AMG-Leichtmetallrad aufstecken und an die Radnabe drücken. 3 Radschrauben eindrehen und kraftschlüssig anziehen. Die Radschrauben müssen trocken und fettfrei sein. Für die Radverschraubung sind ausschließlich die den Felgen beigelegten Kugelbundschrauben M12 1,5 33 mm zu verwenden. 4 Zentrierbolzen herausschrauben und durch eine Radschraube ersetzen. 5 Wagen ablassen. 6 Radschrauben über Kreuz gleichmäßig mit einem Drehmoment von 110 Nm anziehen. Hinweis Die Montage von Schneeketten ist nicht zulässig. |
E. Korrektur des Reifenluftdrucks
Die erforderlichen Mindest-Luftdruckwerte sind anhand der Luftdrucktabelle (Anlage) zu ermitteln. Die somit festgelegten VA- bzw. HA-Luftdruckwerte sind auf dem AMG-Klebeschild mittels eines wasserfesten Filzstiftes zu vermerken. |
F. Technische Angaben
Hersteller: AMG/RONAL
Typ: 7 40 0092
Radgröße: 7 1/2 J 16 H 2
Einpreßtiefe: 42 mm
Lochkreis: d=112 mm, 5 Loch
Zul. Radlast: 630 kg bei rdyn=307 mm
Zentrierung: Mittelzentrierung d=66,5+0,1
Art: Einteiliges Leichtmetallrad mit Doppelhump
Kennzeichnung: Radaußenseite: AMG
7 40 0092
7 1/2 J 16 H 2 ET 42
Radinnenseite: RONAL Germany (Gießereizeichen)
sowie das Herstellungsdatum
Ventile: Metallschraubventile nach DIN 7779
mit langer Mutter
Befestigung: Nur mit den vom Radhersteller mitgelieferten
Kugelbundschrauben M12 1,5 33 mm
Anzugsmoment: 110 Nm
Auswuchtungsgewichte: nur Klebegewichte zulässig
G. Bestell-Hinweise für Ersatzteile
Ersatzteile
Benennung | Teil-Nr. |
Leichtmetall-Scheibenrad 7 1/2 J 16 H 2 ET 42 | B6 602 00 50 |
Radzierdeckel | B6 602 00 95 |
Kugelbundschraube L=33 mm | H WA201 401 01 70 |
Ventil | H WA201 400 01 13 |
Luftdruckaufkleber | H WA201 584 00 39 |
Kotflügelaufweitungs-Satz | B6 602 00 72 |
Hinweis Auf Kundenwunsch ist ein Satz Radsicherungsschrauben (Best. Nr.: B6 602 02 00) lieferbar. |
Umrüstung auf AMG-Scheibenrad 7 1/2 J 16 H 2 ET 42
Reifendimensionen siehe Seite 2.
PKW Die Anlage ist in folgende Abschnitte unterteilt: A. Zuordnung Reifenfabrikat/Typ B. Vorgeschriebene Reifen-Mindestluftdrücke |
A. Zugelassene Reifenfabrikate
Fabrikat | Bezeichnung | Fahrzeugtyp 124 | ||
Limousine | Coupé | T-Limousine | ||
Bridgestone | RE 71 | X | X | X |
Michelin | MXX | X | X | X |
Dunlop | SP Sport D 40 | X | X | X |
Pirelli | P 700 Z | X | X | X |
Pirelli | P 700/P7 | X | X | nicht zulässig |
Goodyear | Eagle VR/NCT | X | X | nicht zulässig |
B. Vorgeschriebene Reifen-Mindestluftdrücke (bar)
Reifendimensionen siehe Seite 2.
Fahrzeugtyp: 124 Limousine/Coupé/T-Limousine
Zulässige Höchstgeschwindigkeit | Vorderachse | Hinterachse |
Vmax (km/h)1) |
Zulässige VA-Last (kg)1) | Stahlfederung Zulässige HA-Last (kg)1) | Niveauregulierung Zulässige HA-Last (kg)1) | |||
|
| 205/55 | 225/50 | 205/55 | 225/50 | |
210 | 2,8 | 2,7 | 3,1 | 3,0 | 2,9 | 2,8 |
220 | 2,9 | 2,8 | 3,2 | 3,1 | 3,0 | 2,9 |
230 | 3,0 | 2,9 | 3,3 | 3,2 | 3,1 | 3,0 |
240 | 3,1 | 3,0 | 3,4 | 3,3 | 3,2 | 3,1 |
250 | 3,2 | 3,1 | 3,5 | 3,5 | 3,3 | 3,2 |
max. Radsturzwinkel (Grad) |
- 1°30' |
- 4° |
- 2°30' |
1) Werte für Höchstgeschwindigkeit und zulässige VA- bzw. HA-Lasten sind dem KFZ-Schein/-Brief zu entnehmen.
Bemerkungen:
Luftdruckangaben gelten nur für Fahrzeuge mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit
bis 250 km/h.
Pro 100 kg geringerer Achslast kann der Reifenluftdruck um p=0,1 (bar) reduziert werden.
Luftdruckangaben gelten nur für kalte Reifen!
Bei warmen Reifen sind bis zu 0,5 bar höhere Werte zulässig. Keinen Druck aus warmen Reifen ablassen!
Korrektur des Reifenluftdruckes darf nur bei kalten Reifen durchgeführt werden!
Luftdruckangaben beziehen sich auf die Ausnützung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und der zulässigen Achslast.
Referenzierte Dokumente
- ea4000pez0000x 40.00 - AMG-Zubehör: Hinweis für die Mercedes-Benz-Organisation zu Rad/Reifen-Umrüstung Typ 124, 126, 129, 140, 170, 201, 202, 210
- ea4008gz00882z 40.08 - Gutachten Zubehör: AMG Scheibenrad 7,5 J x 16 H2 ET 42 Typ 124 (außer .031/036/051/091/290/393, Spezialaufbau, Lim. m. langem Radst.)