Hinweis zur Wegfahrsperre
Bei Fahrzeugen des Typs 638 mit Motor 601 kann als Sonderausstattung ein Fahrberechtigungssystem (FBS) Stufe 2 oder Stufe 2b eingebaut werden. Das FBS dient dazu, das Starten des Motors durch Unberechtigte zu verhindern. Nach Aktivierung des Fahrberechtigungssystems unterbricht das Motorsteuergerät ASF die Kraftstoffzufuhr zur Einspritzpumpe. Die Datenübertragung zwischen dem Motorsteuergerät ASF und dem Steuergerät FBS erfolgt über einen CAN- Datenbus.
Motorsteuergerät ASF
Das Motorsteuergerät ASF ist direkt an der Einspritzpumpe montiert und besteht im wesentlichen aus einem Magnetventil (Abschaltventil) sowie einem mikroprozessorgesteuerten Kontrollsystem:
Im geöffneten Zustand gibt das Abschaltventil die Kraftstoffzufuhr zur Einspritzpumpe frei. Im geschlossenen Zustand dagegen unterbricht das Abschaltventil die Kraftstoffzufuhr zur Einspritzpumpe.
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Das mikroprozessorgesteuerte Kontrollsystem schaltet das Abschaltventil nur nach erfolgter Startfreigabe auf "geöffnet".
Ausfallsicherheit
Das Kraftstoffabschaltventil wird nur durch Ausschalten der Kl.15 geschlossen. Dadurch ist sichergestellt, daß selbst bei Störungen im Motorsteuergerät der Motorbetrieb bis zum Ausschalten der Zündung aufrecht erhalten wird.
Bei kurzzeitig auftretendem Spannungsabfall an Kl.15 während des Motorbetriebs (< 3 s) wird das Kraftstoffabschaltventil zwar geschlossen, aber keine Statusänderung durch das Kontrollsystem vorgenommen. Die Startfreigabe bleibt weiterhin erhalten. Das heißt, daß nach Wiedereinsetzen der Spannung an Kl.15 das Kraftstoffabschaltventil sofort wieder öffnet und der Motorbetrieb somit aufrecht erhalten bleibt.
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S82.57-0005-01
Im nebenstehenden Bild ist das Verhalten und die Zustandsänderungen des Kraftstoffabschaltventils bei kurzzeitigen Störungen in der Spannungsversorgung sowie nach einer Motorstopanforderung dargestellt.
ASF Kraftstoffabschaltventil geöffnet oder geschlossen
Kl.15 Spannungsversorgung ASF
Status Startfreigabe "JA" oder "NEIN"
T1,T2 Kurzzeitige Störungen in der Spannungsversorgung Kl.15 (T1,T2 < TD)
TA Dauer der Identifizierung
TD Motorstopanforderung (Zündung AUS > 3 s)
Diebstahlschutz- Funktion
Im wesentlichen läßt die Diebstahlschutz- Funktion einen Motorbetrieb nur nach positiv erfolgter Startfreigabe zu. Die Ermittlung der Startfreigabe erfolgt durch einen Identifizierungsablauf zwischen dem Motorsteuergerät ASF und dem Steuergerät Funkfernbedienung. Beide Steuergeräte sind über einen CAN- Datenbus miteinander verbunden.
Eine positive Startfreigabe erfolgt nur, wenn nach Zündung EIN folgende Bedingungen erfüllt sind:
Fahrzeug vorher mit Funkfernbedienung entriegelt. Kontrollampe im Kombi- Instrument erlischt nach Dauer der Vorglühzeit.
Motorsteuergerät ASF und Steuergerät Funkfernbedienung passen zusammen.
Motorstartanforderung
Das Motorsteuergerät ASF erkennt eine Startanforderung über die Kl.15. Das heißt, daß durch Einschalten der Zündung dem Motorsteuergerät eine Motorstartanforderung signalisiert wird. Das ASF reagiert auf eine Motorstartanforderung, indem die Identifizierung mit dem Steuergerät FFB eingeleitet wird um festzustellen, ob die Bedingungen für die Startfreigabe erfüllt sind. Nur wenn die Identifizierung erfolgreich durchgeführt wurde, wird das Kraftstoffabschaltventil auf "geöffnet" geschaltet und somit der Motorbetrieb ermöglicht.