Hinweise zur Wegfahrsperre
Bei Fahrzeugen des Typs 638.094/194/294 wird ein Fahrberechtigungssystem verbaut.(bis 31.01.00 für 638.094/194 als Sonderausstattung, Code FZ7). Die Funktionen Wegfahrsperre und Funkfernbedienung für Zentralverriegelung (FFB) sind im selben Steuergerät FBS (A25) untergebracht, funktionell aber entkoppelt.
Die Wegfahrsperre wird über einen im mechanischen Schlüssel integrierten Transponder, der über eine auf dem Lenkschloß angebrachten Spule mit dem Steuergerät FBS kommuniziert, deaktiviert. Die Funkfernbedienung (FFB) steuert die Zentralverriegelung. Die Wegfahrsperre ist mit und ohne FFB erhältlich (638.094/194 mit Code FZ1 oder FZ3, V-Klasse Serie).
Die Wegfahrsperre dient dazu, das Starten des Motors durch Unberechtigte zu verhindern. Dies wird durch einen Eingriff in die elektronische Motorsteuerung erreicht.
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Funktionshinweise Wegfahrsperre
Das System Wegfahrsperre mit Transponder besteht aus der Steuerelektronik am Fahrzeug, dem klappbaren Fahrzeugschlüssel mit integriertem Sender für die Funkfernbedienung (falls verbaut) und dem ebenfalls integrierten Transponderbaustein.
Nach Aktivieren des Fahrberechtigungssystems setzt das Motorsteuergerät die Einspritzanlage außer Funktion.Die Aktivierung erfolgt bei Ausschalten der Klemme15. Die Deaktivierung erfolgt über das Transpondersystem.
Bei Startanforderung (Zündung: EIN) wird die Transponderspule und dadurch induktiv auch der Transponder im Schlüssel mit Energie versorgt. Der Transponder im Schlüssel sendet den in ihm gespeicherten Code an das Steuergerät FBS. Ist der Schlüssel als gültig erkannt, wird ein Motorfreigabevorgang eingeleitet.
Die Startfreigabe erfolgt über eine CAN-Verbindung zum Motorsteuergerät.
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Funktionshinweise Funkfernbedienung
Durch Einklappen des mechanischen Schlüssels mit integriertem Sender wird der Befehl "Fahrzeug verriegeln" gesendet (ab 31.01.00 durch Betätigung der Schlüsseltaste "Verriegelung"). Dadurch wird das Fahrzeug zentral verriegelt und ggf. die Einbruch- Diebstahl-Warnanlage (EDW) aktiviert.
Im Gegensatz dazu wird das Fahrzeug durch Ausklappen des Klappschlüssels mit integriertem Sender (ab 31.01.00 durch Betätigung der Schlüsseltaste "Entriegelung") zentral entriegelt und ggf. die Einbruch- Diebstahl- Warnanlage entschärft.
Die Telegramme des Senderschlüssels werden codiert übertragen. Im Steuergerät FBS (A25) wird das Telegramm entschlüsselt und mit einem Sollwert verglichen. Das Telegramm wird vom Steuergerät als gültig akzeptiert, wenn das Telegramm und der vom Steuergerät ermittelte Sollwert übereinstimmen.
Die Codierung des Telegramms wird bei jeder Betätigung des Senderschlüssels verändert. Dadurch wird erreicht, daß bereits gesendete Telegramme ungültig werden und ein "Abhören" des Funktelegramms durch Unberechtigte keine Gefahr birgt.
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Kommunikation mit der Motorelektronik
Nach Einschalten der Zündung wird der Zustand der Wegfahrsperre elektronisch codiert an das Motorsteuergerät übermittelt. Die Kommunikation ist bidirektional und wird über das CAN-Bus hergestellt.
Das Steuergerät FBS (A25) und das Motorsteuergerät sind fest durch einen Identifizierungungscode einander zugeordnet. Diese Identifizierung kann nicht mehr gelöscht werden. Ein probeweises Austauschen des Steuergerätes FBS oder des Motorsteuergerätes aus einem anderen Fahrzeug ist deshalb nicht möglich.
Nach- Synchronisation
Wenn der Schlüssel mehr als 255 mal nacheinander außer Reichweite des Empfängers (Steuergerät) betätigt wird, desynchronisiert sich das Funktelegramm. In diesem Fall kann der Empfänger (Steuergerät) durch zweimaliges Betätigen des Klappschlüssels innerhalb von 7 s wieder auf das Telegramm des Senderschlüssels synchronisiert werden.
Dies ist nur bei nicht gesperrten Senderschlüsseln möglich.
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Kommunikation mit der Zentralverriegelung (ZV) oder Komfortschließanlage (KSA)
Über eine Eindrahtleitung werden Befehlstelegramme an die Zentralverriegelung/Komfortschließanlage gesendet oder Statustelegramme von der Zentralverriegelung/ Komfortschließanlage empfangen.
Als Befehlstelegramme sind definiert:
- Fahrzeug entriegeln,
- Fahrzeug verriegeln.
Als Statustelegramme sind definiert:
- Fahrzeug entriegelt,
- Fahrzeug verriegelt.
Ein Befehlstelegramm an die Zentralverriegelung/ Komfortschließanlage wird ausgelöst, wenn die Zündung ausgeschaltet ist und ein gültiges Telegramm von einem Senderschlüssel empfangen wurde. Der neue Zustand (ent-/ verriegelt) muß dabei entgegengesetzt zum bisherigen Zustand sein.
Die Zentralverriegelung/ Komfortschließanlage antwortet auf ein Befehlstelegramm nach max. 1,5 s (Entriegeln) oder 3 s (Verriegeln) mit einem Statustelegramm. Ein neues Befehlstelegramm wird erst nach Empfang eines Statustelegramms oder nach Ablauf der Wartezeit von 1,5s oder 3s gesendet.
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Ein Statustelegramm von der Zentralverriegelung/ Komfortschließanlage kann jederzeit empfangen werden.
Bei Nichteinhalten der oben genannten Wartezeiten, z. B. durch schnelles Aus-/ Einklappen des Schlüssels (bis 31.01.00), kann unter Umständen die Stellung des Klappschlüssels nicht mit dem Zustand des Fahrzeugs (entriegelt/ verriegelt) übereinstimmen.
Fahrzeuge mit Einbruch-Diebstahl-Warnanlage (EDW/EDW2)
Bei Fahrzeugen mit Einbruch- Diebstahl- Warnanlage ist das Steuergerät EDW/EDW2 (A18/A82) zwischen das Steuergerät FBS (A25) und das Steuergerät ZV oder KSA (A8/A19) geschaltet. Befehlstelegramme vom Steuergerät FBS werden über das Steuergerät EDW an das Steuergerät ZV/KSA weitergeleitet. Im umgekehrten Fall werden Statustelegramme vom Steuergerät ZV an das Steuergerät EDW gesendet und von dort an das Steuergerät FBS weitergeleitet.
Deaktivierung der EDW: Die Deaktivierung erfolgt durch Erhalt eines Befehlstelegramms "Fahrzeug entriegeln" vom Steuergerät FBS.
Aktivieren der EDW: Die Aktivierung erfolgt durch Erhalt eines Statustelegramms "Fahrzeug verriegelt" vom Steuergerät ZV / KSA.
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Warnmeldung Wegfahrsperre
Ist bei Fahrzeugen mit Wegfahrsperre das Starten des Motors nicht möglich (Transponder vom Steuergerät FBS nicht erkannt), erscheint auf dem Display des Kombi-Instrumentes (P15) der Hinweis "Start Error".
Die Meldung wird gelöscht:
- durch Abschalten der Zündung,
- oder nach Empfang des Motorstatus "Freigabe"