1 | Fehlercode (Fehlercode entsprechend OBD) | P2013 Regenerierungssystem grob undicht (P0455) P2014 Regenerierungssystem leicht undicht, Feinleck (P0422) P2015 Regneriersystem undicht (Wirkungskette) (P0440) P2075 Regneriersystem leicht undicht, Feinstleck (P0446) |
2 | Fehlerspeicherung Ansteuerung Kontrollleuchte CHECK ENGINE (MIL) | Nach Ablauf der Prüfungsdauer und Fehler Nach zwei aufeinander folgenden Fahrzyklen (driving-cycle) mit Fehler |
3 | Häufigkeit der Prüfung | Einmal pro Fahrzyklus |
4 | Geprüftes Signal oder Zustand | Änderungsgeschwindigkeit der Druckwerte am Geber Tankdruck |
5 | Fehlersetzbedingungen Regenerierungssystem grob undicht Regenerierungssystem leicht undicht, Feinleck 1 mm Regneriersystem leicht undicht, Feinstleck 0,5 mm Prüfungsdauer |
Ein Unterdruckaufbau von ca. 0,8 mbar pro Sekunde wird nicht erreicht. Bei geschlossenem System darf sich der Unterdruck nicht schneller als 0,3 bis 0,7 mbar pro Sekunde (abhängig vom Kraftstoffstand) abbauen. Bei geschlossenem System darf sich der Unterdruck nicht schneller als 0,1 bis 0,15 mbar pro Sekunde (abhängig vom Kraftstoffstand) abbauen. Maximal 30 s für Prüfung auf Grob- und Feinleck Mindestens 50 s für Prüfung auf Feinstleck |
6 | Prüfungsvoraussetzungen | - Fahrzeugstillstand - Motor im Leerlauf - Luftdruck über ca. 750 hPa (d. h. über ca. 2500 m Höhe erfolgt keine Prüfung) - Kühlmitteltemperatur kleiner als 101 °C - Ladelufttemperatur von -1 °C bis +80 °C - Fahrstufe R oder D eingelegt - Geringe Beladung des Aktivkohlebehälters - Sperrzeit nach Kaltstart abgelaufen (ca. 17 Minuten) oder Gemischadaption erfolgt - Schwappt der Kraftstoff im Kraftstoffbehälter zu stark (unzulässige Drucksprünge), wird dies vom Geber Tankdruck (B4/3) erkannt und die Prüfung abgebrochen - Lambda-Regelung und Gemischanpassung freigegeben - Lufteinblasung nicht aktiv - Kraftstoffstand im Kraftstoffbehälter von 30 bis 90 % - Kein Fehler am Absperrventil Aktivkohlebehälter - Kein Fehler Geber Tankdruck - Kein Fehler Umschaltventil Regenerierung Funktion (Öffnen/Schließen) - Batteriespannung größer als 11 V. |
7 | | - Die Prüfung auf Fein- und Feinstleck wird abgebrochen, wenn während des Unterdruckaufbaus eine zu große Magerkorrektur der Lambda-Regelung erfolgt. - Das Umschaltventil Regenerierung (Y58/1) wird durch das Ansteuern gleichzeitig auf seine Funktion geprüft. Klemmt das geschlossene Ventil oder ist es verstopft, wird Fehler Grobleck gespeichert. - Bei Grobleck erfolgt Anzeige im Kombiinstrument "Tankdeckel fehlt" und die Kraftstoff-Reserve Anzeige blinkt. - Klemmt das Absperrventil Aktivkohlebehälter offen, wird Fehler Grobleck oder Tankdeckel fehlt gespeichert. - Bei Fehler alle Schlauchleitungen prüfen (bei einem Leck größer als 3 mm zischt es deutlich). - Bei unplausiblem Füllstand durch einen defekten Geber Kraftstoffanzeige werden die Prüfungen nicht gesperrt. |
Die Dichtheitsprüfung muss Lecks ab 0,5 mm im Regeneriersystem erkennen. Dazu wird eine Druckprüfung im Leerlauf und bei Fahrzeugstillstand durchgeführt. Die Prüfung erfolgt in drei Stufen:
Prüfung auf grobe Lecks
Prüfung auf Feinleck (gleich oder größer als 1 mm)
Prüfung auf Feinstleck (gleich oder größer als 0,5 mm)
Prüfung auf grobe Lecks
Das Absperrventil Aktivkohlebehälter (Y58/4) wird geschlossen und das Umschaltventil Regenerierung (Y58/1) geöffnet. Der Saugrohrunterdruck gelangt zum Kraftstoffbehälter und es baut sich im Kraftstoffbehälter ein Unterdruck auf. Dieser wird über den Geber Tankdruck (B4/3) erfasst.
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Kommt es im Kraftstoffbehälter zu keinem Unterdruckaufbau
(ca. -6 mbar innerhalb ca. 15 s), liegt eine größere Undichtheit vor (z.B Tankdeckel offen, lose Schlauchleitung). Die Diagnose wird abgebrochen und der Fehler Regenerierungssystem grob undicht gespeichert.
Erkennt das Steuergerät ME ein grob undichtes System, blinkt die Warnleuchte Kraftstoffreserve im Kombiinstrument und
"CHECK FILLER CAP" erscheint in der Multifunktionsanzeige.
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Prüfung auf Feinleck
Bei einem bestimmten Unterdruck (ca. -6 mbar) wird das Umschaltventil Regenerierung (Y58/1) geschlossen. Das System ist jetzt ebenfalls geschlossen. Anschließend wird der Unterdruck für ca. 30 s ausgewertet. Der Unterdruck darf sich nicht schneller als 0,3 bis 0,5 mbar pro Sekunde (abhängig vom Kraftstoffstand) abbauen. Sinkt der Druck schneller, liegt ein Feinleck vor.
Prüfung auf Feinstleck
Wurde kein Feinleck erkannt, wird die Regenerierung kurz freigegeben und anschließend wieder der Unterdruck von
ca. -6 mbar aufgebaut. Bei geschlossenem System darf sich der Unterdruck nicht schneller als 0,1 bis 0,15 mbar pro Sekunde (abhängig vom Kraftstoffstand) abbauen.
Der Unterdruckabbau hängt vom Füllstand im Kraftstoffbehälter und von der Ausgasung des Kraftstoffes ab. Die Ausgasung des Kraftstoffes wird kurz vor der Prüfung gemessen und bei der Fehleraussage berücksichtigt. Ist der Kraftstoffbehälter weniger als 30 % gefüllt, erfolgt in diesem Fahrzyklus keine Prüfung.
Nach den Prüfungen wird das Absperrventil Aktivkohlebehälter (Y58/4) wieder geöffnet.