Drei-Wege-Katalysatoren | ||
1 | Fehlercode ( Anzeige am generic scan tool) | 0942 Die Wirkung des Katalysators rechts ist zu gering (P0422) 0946 Die Wirkung des Katalysators links ist zu gering (P0432) |
2 | Fehlerspeicherung Ansteuerung der Kontrollleuchte Motordiagnose (EURO4) oder CHECK ENGINE (MIL) | Nach Ablauf der Prüfungsdauer und Fehler Nach zwei aufeinander folgenden Fahrzyklen (driving-cycle) mit Fehler |
3 | Häufigkeit der Prüfung | Einmal pro Fahrzyklus |
4 | Geprüftes Signal oder Zustand | Vergleich der gemessenen Sauerstoffspeicherfähigkeit mit dem Grenzwert. |
5 | Fehlersetzbedingungen Prüfungsdauer | Fehler, wenn die gemessene Sauerstoffspeicherfähigkeit länger als ca. 2,5 s unterhalb dem gespeicherten Grenzwert ist. Bei freigegebener Prüfung 5 bis 60 s. |
6 | Prüfungsvoraussetzungen | - O2-Sonden nach KAT betriebsbereit - Kein Fehler O2-Sonden vor und nach KAT (Signal, Heizung, Alterung) - Kein Fehler Gemischanpassung und Gemischanpassung nicht aktiv - Gemischanpassung nicht am Fett- oder Mageranschlag - Keine Aussetzer - Konstante Last ca. 25 bis 75 kg/h (untere Teillast) - Lambda-Regelung freigegeben - Funktion Katalysator ausräumen nicht aktiv - Kühlmitteltemperatur beim Start größer als -12 °C - Sperrzeit nach Motorstart abgelaufen (ca. 200 s) - Motordrehzahl kleiner als 5000/min - Katalysatortemperatur 600 bis 800 °C und konstant - Luftdruck über ca. 780 hPa (d. h. über ca. 2500 m Höhe erfolgt keine Prüfung). |
Jeder Katalysator wird über seine Sauerstoffspeicherfähigkeit bewertet. Der in der mageren Phase gespeicherte Sauerstoff wird in einer fetten Phase ganz oder teilweise abgebaut. Durch Alterung verkleinert sich das Speichervermögen des Katalysators. Bei dieser Alterung verringert sich auch die HC-Konvertierung.
Nach gesetzlichen Anforderungen darf die HC-Emission eine vorgegebene Grenze nicht überschreiten. Die Aufgabe der Katalysatorüberwachungsfunktion ist es, aus dem
Sauerstoffspeichervermögen des Katalysators eine Aussage über dessen Alterung und somit die HC-Konvertierung zu treffen.
Die aktive Diagnose beruht auf der direkten Messung des Sauerstoffspeichers beim Übergang von fettem zu magerem Gemisch bei betriebswarmem Katalysator und freigegebener Lambda-Regelung.
Vor dem Katalysator ist die Breitband-Lambda-Sonde angeordnet, mit der das Gemisch präzise gemessen werden kann. Hinter dem Katalysator befindet sich eine Lambda-Sprungsonde, die dessen Zustand erkennt.
Im ersten Schritt wird der gespeicherte Sauerstoff durch fettes Gemisch (Lambda ca. 0,95) so lange abgebaut, bis die Sondenspannung nach KAT größer ca. 650 mV ist.
Im nächsten Schritt wird auf mageres Gemisch (Lambda ca. 1,05) umgeschaltet und beobachtet, wie lange es dauert, bis die Sondenspannung nach KAT kleiner ca. 200 mV ist.
Liegt die so gemessene Zeit unterhalb einer gespeicherten Kennlinie, die für einen grenzwertigen Katalysator ermittelt wurde, ist die Sauerstoffspeicherfähigkeit unzureichend und der Katalysator muss erneuert werden.