ad0753p200006a

Hinweise zum Fehlerspeicher MSM

Typ ad · Thema 07.53 · Version 0102 · 2003-06-06

Gültig für: MOTOR 166

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.53 Benzin-Einspritz- und Zündsystem MSM — Baureihe 166

EinPAS 15 Motor › 15.45 Motormanagement › 15.45.1 Grundinformation — Baureihe 166

AD07.53-P-2000-06A

Hinweise zum Fehlerspeicher MSM

Inhalt:

1. Hinweis zum Fehlerspeicher

2. Hinweis zur Selbstanpassung der Gemischbildung

3. Hinweis zur Variantenkodierung

4. Hinweis zum Fahrberechtigungssystem Stufe 2b (FBS)

5. Hinweis zur selbständigen Erkennung des unteren mechanischen Endanschlages und der Vollöffnung der Drosselklappe vom Stellglied

6. Hinweis zum Steuergerät MSM nach Steuergerätwechsel

7. Hinweise zum HHT

1. Hinweis zum Fehlerspeicher
Das Steuergerät MSM (N3/5) verfügt über einen Fehlerspeicher. Die Erkennung der Fehler und deren Abspeicherung wird wie folgt unterschieden:

aktuell vorliegende Fehler

gespeicherte Fehler

Der Fehlerspeicher wird mit Abschließen der Fahrzeugbatterie nicht gelöscht.

Die abgespeicherten Fehler können nur mit dem HHT bei Zündung ”EIN” oder bei ”laufendem Motor” ausgelesen werden.

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2. Hinweis zur Selbstanpassung der Gemischbildung

Bei Fahrzeugen mit KAT bestimmt die Lambdaregelung die Einspritzzeit so exakt, daß in allen Betriebszuständen das Kraftstoff-/Luft-Verhältnis immer um Lambda 1 ist (entspricht 14,7 kg Luft zu 1 kg Kraftstoff).

Treten Fehler auf durch:

Falschluft
Verschleiß oder Verkoken der Kraftstoff-Einspritzventile
Verschleiß am Motor
Übergangswiderstand im Luftmassenmesser
Schadhaftes Umschaltventil Regenerierung

nimmt das Steuergerät MSM selbständig eine Korrektur der Gemischbildung vor.

Die Korrekturgrößen werden ständig errechnet und dauerhaft gespeichert. Die Selbstanpassung wird im Leerlauf additiv und bei Teillast multiplikativ durchgeführt. Die Korrektur in Richtung fett oder mager beträgt im Leerlauf 2,0 x kg/h Luft und bei Teillast der Faktor 0,7-1,3.

Nach Reparaturarbeiten paßt sich das Steuergerät MSM selbständig an.

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3. Hinweis zur Variantenkodierung
Steuergeräte MSM verfügen über eine Variantenkodierung. Die Kodierung kann nur mit dem Hand-Held-Tester durchgeführt werden (automatisch und manuell siehe: 7. Hinweise zum HHT, Variantenkodierung mit HHT).
Für die Kodierung sind folgende Fahrzeugausführungen zu beachten:

Fahrzeugtyp

Motor

Getriebe MG/AKS/AG

Ohne Lambdaregelung

Landesausführung

Ausstattung

4. Hinweis zum Fahrberechtigungssystem Stufe 2b (FBS)

Bei Fahrzeugen mit dem Benzin-Einspritz-und Zündsystem (MSM) ist ein Fahrberechtigungssystem Stufe 2b eingebaut. Die Aktivierung des Fahrberechtigungssystems erfolgt vom Steuergerät FBS über den CAN-Datenbus zum Steuergerät MSM.

Nach Aktivierung des Fahrberechtigungssystems setzt das Steuergerät MSM die Einspritzanlage außer Funktion. Die Aktivierung bzw. Deaktivierung erfolgt durch eine Transpondertechnik über den Zündschlüssel.

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Das Schlüsselsignal wird ab "Zündung: EIN" ausgewertet. Nach erfolgter Identifizierung erhält das Steuergerät FBS ein Signal und gibt die Motorsteuerung über den CAN Datenbus frei. Das Öffnen und Schließen des Fahrzeuges mit dem mechanischen Schlüssel hat keinen Einfluß auf das Fahrberechtigungssystem.

Das Steuergerät MSM und das Steuergerät FBS sind fest durch einen Identifizierungs-Code miteinander verriegelt. Diese Identifizierung kann nicht gelöscht werden (siehe HHT Istwerte ”Fahrberechtigungssystem” Menüpunkt 3/7).

Ein probeweises Austauschen des Steuergerätes MSM oder Steuergerätes FBS in ein anderes Fahrzeug ist deshalb nicht möglich.



Wird für Prüfzwecke ein neues Steuergerät MSM eingebaut, so dürfen nur maximal 40 Startvorgänge durchgeführt werden, da anschließend die Steuergeräte fest miteinander verriegelt werden. Vor dem Erststart muß beim Steuergerät MSM mit dem HHT eine Variantenkodierung durchgeführt werden. Zusätzlich muß die Identifizierung eingeleitet und die Fahrzeug.-Ident.-Nr eingetragen werden (siehe HHT Istwerte ”Fahrberechtigungs-

system” Menüpunkt 3/7).

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5. Hinweis zur selbständigen Erkennung des unteren mechanischen Endanschlages und der Vollöffnung der Drosselklappe vom Stellglied

Die Endstellungen der Drosselklappe werden vom Stellglied erfaßt und im Steuergerät MSM abgespeichert.
Nach Erneuern des Steuergeräts MSM bzw. Stellglieds, muß der mechanische Endanschlag der Drosselklappe neu erfaßt und abgespeichert werden.

Dazu gelernte Daten mit HHT löschen und neue Daten einlernen. Beim erstmaligen Anschluß des neuen Steuergerätes MSM an Klemme 30 (B+), führt das Steuergerät bei Zündung ”EIN” selbsttätig eine Adaption des Stellgliedes durch (unterer mechanischer Endanschlag der Drosselklappe).

Bedingungen für Einlernvorgang:

Wählhebel in Stellung P/N

Fahrzeugstillstand

Motorstillstand

Kühlmitteltemperatur zwischen 5 °C und 100 °C

Fahrpedal nicht betätigt

Batteriespannung > 10 V

Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, Zündung mind. 60 Sekunden eingeschaltet lassen, danach Zündung mind. 45 Sekunden ausschalten!

6. Hinweis zum Steuergerät MSM nach Steuergerätwechsel

Ist nach einem Steuergerätewechsel eine Laufruheprüfung erforderlich, so muß zuerst eine Geberradadaption (=Inkrementrad einlernen) durchgeführt werden.

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Es müssen folgende Bedingungen erfüllt werden:

Typ 166.031/033/034, 166.032 mit AG

Kühlmitteltemperatur ca. > 70 °C

Fahrzeug auf Straße mit Wählhebelstellung 3 bzw 3. Gang fahren

Motordrehzahl auf ca.> 3500/min erhöhen und anschließende Schubphase bis Motordrehzahl ca.

< 1200/min beträgt

Typ 168.032 mit MG

Kühlmitteltemperatur ca. > 70 °C

Fahrzeug auf Straße mit 3. Gang fahren

Motordrehzahl auf ca.> 3500/min erhöhen

Kupplungspedal ganz durchtreten und Fahrpedal im Leerlauf (bei AKS 3.Gang herausnehmen)

Motordrehzahl ca. < 1200/min

Kupplungspedal langsam lösen und anschließende Schubphase bis Motordrehzahl ca. < 1200/min beträgt (bei AKS 3.Gang einlegen)

7. Hinweise zum HHT

Fehlersuche mit HHT
Fehlerspeicher: Aktuelle Fehler wählen
Wenn sich der aktuelle Zustand ändert, z.B. durch Wackeln an einer Steckverbindung, wird die Änderung optisch und akustisch gemeldet, so daß eine Fehlersuche direkt mit dem HHT erfolgen kann.

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Sollwerte
Sämtliche Sollwerte zu den im HHT angezeigten Istwerten befinden sich ebenfalls im HHT.

Istwert Motordrehzahl
Bei der Motordrehzahl erscheint auf dem HHT-Display links der vom Steuergerät errechnete Leerlaufdrehzahl-Sollwert und rechts der Drehzahl-Istwert.
Beide Werte sollten nur geringfügig voneinander abweichen.

Variantenkodierung mit HHT
a) Vor Ausbau des Steuergerätes MSM, vorhandene Kodiernummer mit HHT (Menüpunkt 5 ”Variantenkodierung”) auslesen und speichern. Nach Einbau des neuen Steuergerätes, gespeicherte Kodiernummer eingeben.
Hinweis
Bei Rückgabe des neuen Steuergerätes an das ET-Lager muß die Kodiernummer gelöscht werden.


b) Wenn sich die Kodiernummer nicht auslesen läßt, ist die Fahrzeugausführung festzustellen, die entsprechende Kodiernummer dem ET-Mikrofilm, Gruppe 54 zu entnehmen und mit dem HHT manuell einzugeben.

Fahrberechtigungssystem Stufe 2b (FBS)
Nach Erneuern des Steuergerätes MSM muß nach der Variantenkodierung

zusätzlich die Identifizierung durchgeführt und die Fahrzeug.-Ident.-Nr.

eingegeben werden (siehe HHT Istwerte ”Fahrberechtigungssystem” Menüpunkt 3/7).

Korrekturprogramm
Mit dem HHT können folgende Korrekturen vorgenommen werden:

(Siehe HHT ”Korrekturprogramm” Menüpunkt 7)

1. Korrektur der Zündung für verschiedene Kraftstoffe (ROZ)

2. Korrektur der Kraftstoffmenge bei Beanstandung (MKV)

3. Korrektur der Leerlaufdrehzahl in Wählhebelstellung P/N

4. Korrektur der Leerlaufdrehzahl Wählhebel in Fahrstufe

5. CO-Einstellung für Fahrzeuge ohne KAT

6. Korrektur der Motortemperatureinschaltschwelle für Motorlüfterbetrieb