ad0751p200008a

Hinweise zum Fehlerspeicher HFM

Typ ad · Thema 07.51 · Version 0103 · 2006-07-26

Gültig für: MOTOR 111

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.51 Benzin-Einspritz- und Zündsystem HFM

EinPAS 15 Motor › 15.45 Motormanagement › 15.45.1 Grundinformation

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 111 ***

AD07.51-P-2000-08A

Hinweise zum Fehlerspeicher HFM

Hinweis zum Fehlerspeicher

Das Steuergerät HFM (N3/4) verfügt über einen Fehlerspeicher. Die Erkennung der Fehler und deren Abspeicherung wird wie folgt unterschieden:

Fehler ständig vorhanden

Fehler länger als 3 s vorhanden

Wackelkontaktfehler, die während einer Fahrt 5aufgetreten sind

Der Fehlerspeicher bleibt auch nach Abschließen der Fahrzeugbatterie erhalten.

Fehler, die nicht mehr auftreten, werden selbständig nach max. 19 Fahrten wieder gelöscht. Eine Fahrt ist erfolgt, wenn:

Geschwindigkeit >4 km/h

Motordrehzahl >700/min

Motor für 30 s abgestellt

Die abgespeicherten Fehler können an der Prüfkupplung für Diagnose (X11/4) bei Zündung „EIN” oder bei „laufendem Motor” ausgelesen werden.

Die Diagnose über Tastverhältnisanzeige ist entfallen.

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Hinweis zur Selbstanpassung der Gemischbildung

Bei Fahrzeugen mit KAT bestimmt die Lambdaregelung die Einspritzzeit so exakt, daß in allen Betriebszuständen das Kraftstoff-/Luft-Verhältnis immer um Lambda 1 ist (entspricht 14,7 kg Luft zu 1 kg Kraftstoff).

Treten Fehler auf durch:

Falschluft

Verschleiß oder Verkoken der Kraftstoff-Einspritzventile

Verschleiß am Motor

Übergangswiderstand im Luftmassenmesser

Schadhaften Membrandruckregler

Schadhaftes Umschaltventil (Regenerierung)

nimmt das Steuergerät HFM selbständig eine Korrektur der Gemischbildung vor. Die Korrekturgrößen werden ständig errechnet und dauerhaft gespeichert. Die Selbstanpassung wird im Leerlauf und bei Teillast durchgeführt. Die Korrektur in Richtung fett oder mager beträgt jeweils max. 25 %. Nach Reparaturarbeiten paßt sich das Steuergerät HFM nach ca. 10 Fahrten erneut selbständig an. Nach Beheben der genannten Fehler oder probeweisen Einbau eines Steuergerätes HFM aus einem anderen Fahrzeug muß die Selbstanpassung auf den Mittelwert zurückgesetzt werden (Speicher des Steuergerätes HFM zurücksetzen und neu aktivieren siehe HHT).

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Hinweise zur selbständigen Erkennung der Fahrzeugausführung

Fahrzeuge bis 02/94 (HHT-Diagnosekennung bis 42)

Das Steuergerät HFM erkennt bei erstmaliger Inbetriebnahme des Fahrzeuges folgende Ausführungen und speichert sie ab:

KAT/ohne KAT

Mechanisches/automatisches Getriebe

-Ausführung

-Ausführung

Nach Erneuern bzw. probeweisen Einbau des Steuergerätes HFM aus einem anderen Fahrzeug müssen die gespeicherten Daten gelöscht und die Erkennung neu aktiviert werden (Speicher des Steuergerätes HFM zurücksetzen und neu aktivieren siehe HHT).

Steuergerät neu einlernen (Steuergerät Programmierung)

Vorbedingungen für Einlernvorgang:

Batteriespannung min. 11 Volt

Geschwindigkeitsignal V = 0

Drehzahlsignal n = 0

Fahrstufe P/N = 1

Leerlaufkontakt geschlossen LLK = 1

(Achtung: Fahrzeug darf beim Einlernvorgang nicht bewegt werden.)

Fahrzeug anfahren V=>5 km/h

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(Erst danach wird die Getriebevariante gelernt.)

Hinweis zur selbständigen Erkennung des mechanischen Endanschlages der geschlossenen Drosselklappe

Der mechanische Endanschlag der geschlossenen Drosselklappe im Leerlauf wird durch das Stellglied Leerlaufregelung erfaßt und im Steuergerät HFM abgespeichert.

Nach Erneuern des Steuergerätes HFM oder des Stellgliedes muß der mechanische Endanschlag der Drosselklappe neu erfaßt und abgespeichert werden (Speicher des Steuergerätes HFM zurücksetzen und neu aktivieren siehe HHT).

Hinweis zur Variantenkodierung Fahrzeuge ab 03/94 (HHT-Diagnosekennung ab 45)

Bei dem Steuergerät HFM ist ab 03/94 eine Variantenkodierung enthalten. Die Kodierung kann nur mit dem Hand-Held-Tester durchgeführt werden (automatisch und manuell siehe Hinweise zum HHT).

Für die Kodierung sind folgende Fahrzeugausführungen zu beachten:

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Fahrzeugtyp

KAT

Ohne KAT

Mechanisches Getriebe 5-Gang

Automatisches Getriebe 4-Gang

Automatisches Getriebe 5-Gang

Tempomat

ASR

Elektronisches-Traktions-System

Länderausführung

Hinweis zur Wegfahrsperre

Beim Typ 124 mit mech.Getriebe ist ab 03/94 serienmäßig eine Wegfahrsperre eingebaut, die auf das Benzin-Einspritz-und Zündsystem HFM einwirkt. Durch die Wegfahrsperre wird das Relais Kraftstoffpumpe und die Klemme 15 zum Steuergerät HFM unterbrochen. Bei allen anderen Typen wird nur die Klemme 50 zum Starter unterbrochen. Vor Beginn der Prüfung muß sichergestellt werden, daß die Sperrfunktionen der Wegfahrsperre freigeschalten sind.

Bei Fahrzeugen ab 12/94 (HHT-Diagnosekennung 46) und Typ 124.062 ab 3/96 ist ein Fahrberechtigungssystem Stufe 2 eingebaut (außer Typ 124). Die Aktivierung des Fahrberechtigungssystems erfolgt nun vom Steuergerät IFZ über den CAN-Datenbus zum Steuergerät HFM.

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Nach Aktivierung des Fahrberechtigungssystems setzt das Steuergerät HFM die Einspritzanlage außer Funktion. Dieses Fahrberechtigungssystem kann nur mit der IFZ-Fernbedienung aktiviert bzw. deaktiviert werden. Das Öffnen und Schließen des Fahrzeuges mit dem mechanischen Schlüssel hat keinen Einfluß auf das Fahrberechtigungssystem.

Das Steuergerät HFM und das Steuergerät IFZ sind fest durch einen Identifizierungs-Code miteinander verriegelt. Diese Identifizierung kann nicht gelöscht werden (siehe HHT Istwerte ”Wegfahrsperre” Menüpunkt 3/6). Ein probeweises Austauschen des Steuergerätes HFM oder Steuergerätes IFZ in ein anderes Fahrzeug ist deshalb nicht möglich.

Hinweis zum Fahrberechtigungssystem Stufe 2, Stufe 2a und 2b (FBS)

Bei Fahrzeugen bis 5/96 ist ein Fahrberechtigungssystem Stufe 2 eingebaut. Die Aktivierung bzw. Deaktivierung erfolgt mit der IFZ Fernbedienung. Bei Fahrzeugen ab 6/96 (ausgenommen Typ 124.062 ab 3/96) ist ein Fahrberechtigungssystem Stufe 2a einge-baut. Die Aktivierung bzw. Deaktivierung erfolgt durch eine Transpondertechnik über den Zündschlüssel.

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Sobald der Schlüssel im Lenkschloß gedreht wird, erhält das Steuergerät FBS ein Signal und gibt die Motorsteuerung über den CAN Datenbus frei.

Das Öffnen und Schließen des Fahrzeuges mit dem mechanischem Schlüssel hat keinen Einfluß auf das Fahrberechtigungssystem.

Beim Typ 124.062 ab 3/96 wird das Steuergerät FBS vom Steuergerät Infrarotfernbedienung angesteuert.

Beim Typ 170 ab 6/97 ist ein Fahrberechtigungssystem Stufe 2b eingebaut.

Der Aufbau und die Funktion für die Startfreigabe des Motorsteuergerätes entspricht dem FBS Stufe 2a.

Hinweis zum Fahrberechtigungssystem Stufe 3

Bei den Typen 210 ab 3/97 und 202, 208 ab 6/97 ist das EZS mit elektronischem Zündschlüssel eingebaut. Es kann nur mit dem elektronischem Schlüssel aktiviert bzw. deaktiviert werden. Nach Einstecken des elektronischen Zündschlüssels gibt das EZS die Motorsteuerung über den CAN Datenbus frei.

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Wird für Prüfzwecke ein neues Steuergerät HFM eingebaut, so dürfen nur maximal 40 Startvorgänge durchgeführt werden, da anschließend die Steuergeräte fest miteinander verriegelt werden.

Zusätzlich muß die Identifizierung eingeleitet und die Fahrzeug.-Ident.-Nr eingetragen werden. (siehe HHT Istwerte ”Fahrberechtigungssystem” Menüpunkt 3/6).

Hinweise zum HHT

Fehlersuche mit HHT

Fehlerspeicher: Aktuelle Fehler wählen

Wenn sich der aktuelle Zustand ändert, z.B. durch Wackeln an einer Steckverbindung, wird die Änderung optisch und akustisch gemeldet, so daß eine Fehlersuche direkt mit dem HHT erfolgen kann.

Wackelkontakte

Wackelkontakte werden abgespeichert, wenn sie in einem bestimmten Zeitabschnitt mehrere Male auftreten. Sie können deshalb nur als gespeicherte Fehler und nie als aktuelle Fehler auftreten.

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Sollwerte

Sämtliche Sollwerte zu den im HHT angezeigten Istwerten befinden sich im DHB Motor

Istwerte Temperatur Kühlmittel, Temperatur Ansaugluft und Luftmasse.
Bei Unterbrechung oder Kurzschluß wird vom aktuellen Istwert sofort auf einen Ersatzwert umgeschaltet, der sehr nahe am Istwert liegt. Dadurch ist ein Fehler nicht klar erkennbar. Ein Auslesen des Fehlers ist nur über den Fehlerspeicher möglich.

Istwert Motordrehzahl
Bei der Motordrehzahl erscheint auf dem HHT-Display links der vom Steuergerät errechnete Leerlaufdrehzahl-Sollwert und rechts der Drehzahl-Istwert.
Beide Werte sollten nur geringfügig voneinander abweichen. Die zulässigen Toleranzen sind noch nicht festgelegt.

Variantenkodierung mit HHT ab 03/94 (HHT-Diagnosekennung ab 45)

a) Vor Ausbau des Steuergerätes HFM, vorhandene Kodiernummer mit HHT (Menüpunkt 6 ”Variantenkodierung”) auslesen und speichern. Nach Einbau des neuen Steuergerätes, gespeicherte Kodiernummer eingeben.

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Bei Rückgabe des neuen Steuergerätes aus ET-Lager muß die Kodiernummer gelöscht werden.

b) Wenn sich die Kodiernummer nicht auslesen läßt, ist die Fahrzeugausführung festzustellen, die entsprechende Kodiernummer dem ET-Mikrofilm, Gruppe 54 zu entnehmen und mit dem HHT manuell einzugeben.

c) Bei probeweisen Einbau des Steuergerätes aus einemanderen Fahrzeug mit gleicher Teil-Nr. aber anderer Kodiernummer ist folgendes zu beachten:

Kodiernummer des beanstandeten Fahrzeuges auslesen und notieren.

Steuergeräte austauschen.

Kodiernummer vom getauschten Steuergerät auslesen und notieren.

Kodiernummer vom Orignalsteuergerät in dasgetauschte Steuergerät eingeben.

Funktionprüfung durchführen.

Vor Rückbau des Steuergerätes die eingangs ausgelesene Kodiernummer eingeben.

Steuergerät umbauen

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Hinweise zum HHT (Fortsetzung)

Fahrberechtigungssystem Stufe 2, 2a und 3 (FBS)

Nach Erneuern des Steuergerätes HFM muß nach der Variantencodierung zusätzlich die Identifizierung durchgeführt und die Fahrzeug-Ident-Nr. eingegeben werden (siehe HHT Istwerte ”Fahrberechtigungssystem” Menüpunkt 3/6).

Korrekturprogramm für Typen

Typ 202.024/025, 208 und 210

Typ 202 ab 8/96

Mit dem HHT können folgende Korrekturen vorgenommen werden:

1. Korrektur der Zündung für verschiedene Kraftstoffe (ROZ) außer Typ 210.035 bis 5/96

2. Korrektur der Kraftstoffmenge bei Beanstandung (MKV)

3. Korrektur der Leerlaufdrehzahl in Wählhebelstellung P/N

4. Korrektur der Leerlaufdrehzahl Wählhebel in Fahrstufe

5. CO-Einstellung für Fahrzeuge ohne KAT