sn0000p0095a

Übersicht Neuerungen/ Änderungen Einführung neuer V-Motor M276 mit Abgasturboaufladung

Typ sn · Thema 00.00 · Version 0100 · 2013-02-06

Gültig für: MOTOR 276.8 im TYP 212

Einordnung

Funktionsgruppe 0 Gesamt › 00 Gesamt-Fahrzeug › 00.00 Allgemeines — Baureihe 212

EinPAS 45 Daten/Information › 45.20 Information/Maßnahmen › 45.20.30 Einführungsschriften — Baureihe 212

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 276 8**

SN00.00-P-0095A

Übersicht Neuerungen/ Änderungen Einführung neuer V-Motor M276 mit Abgasturboaufladung

6.2.13

MOTOR

276.8 im TYP 212

Übersicht Neuerungen/ Änderungen Einführung neuer V-Motor M276 mit              
	Abgasturboaufladung

Einführung neuer Motor 276 E30 DEH LA
Allgemeines
Ab der Modellpflege der E-Klasse in 04/2013 wird die Motorisierung um einen neuen 6-Zylinder Benzinmotor M276 E30 DEH LA mit Abgasturboaufladung ergänzt.
Der weiterentwickelte Motor wird als E400 in der Limousine und im T-Modell mit und ohne 4MATIC angeboten.
Durch die Abgasturboaufladung bei der neuen Variante des Motors 276 mit 3 Liter Hubraum ist es gelungen, Drehmoment und Leistung deutlich zu erhöhen.

P01.10-3177-76

Kurzbeschreibung

Neuerungen

Verringerung des Gesamthubraums des Motors auf 2996 cm3

Erhöhung des Nenndrehmoments auf 480 Nm bei 1400 bis 4000/min

Erhöhung der Nennleistung auf 245 kW bei 5500/min

Steifes Kurbelgehäuse aus Vollaluminium

Zylinderlaufbuchsen mit innovativer "Nanoslide"-Beschichtung, gefertigt im LDS-Verfahren (Lichtbogen-Draht-Spritzen) und daraus resultierender Gewichtsreduzierung und Minderung der Reibverluste

Spontan ansprechender Abgasturbolader mit Waste-Gate-Regelung pro Zylinderreihe

Abgaskrümmer und Turbinengehäuse als kompaktes Bauteil in Stahlguss ausgeführt

Kompakter Wasser-Luft-Ladeluftkühler mit motorseitig angebrachtem, separatem Ausgleichsbehälter für optimale Kühlung der Ladeluft und einem guten thermodynamischen Wirkungsgrad

Anpassung der Regenerierung des Aktivkohlefilters an die Anforderungen der Abgasturboaufladung durch Einführung der Volllast-Regenerierung

Zweistufiges Motor-Entlüftungssystem mit rotierendem Radialabscheider und nachgeschaltetem Volumen-Feinabscheider für optimale Reinigung der Blow-by-Gase

Anpassung der Leitungsanordnung der Hochdruck-Einspritzanlage an gestiegene Anforderungen des Motors und Einsatz einer stärkeren Kraftstoff-Hochdruckpumpe aus den V8-Motoren

Erfüllung der strengeren Abgasnorm EU6

Bewährtes

Vier Ventile pro Zylinder

Jeweils zwei Nockenwellenversteller für Ein- und Auslassseite sorgen für einen optimierten Verlauf des Motordrehmoments und ein verbessertes Abgasverhalten

Geräuscharmes Kettentriebsystem mit Zahnketten (Steuerkettentrieb aus drei einzelnen Kettentrieben, die sich über jeweils einen separaten Kettenspanner abstimmen lassen)

Kompakte Flügelzellen-Ölpumpe mit bedarfsgerechter Mengenregelung und zwei Druckstufen

Leistungsoptimierter Öl- und Kühlmittelpumpenantrieb

Benzin-Direkteinspritzung der 3. Generation mit 200 bar Kraftstoffdruck, Piezo-Einspritzdüsen und strahlgeführter Mehrfacheinspritzung

Mehrfacheinspritzung mit bis zu fünf Einspritzungen pro Arbeitsspiel

Multifunken-Zündanlage für optimale Zündung und Verbrennung (Multispark-Betrieb)

Übersicht Neuerungen/ Änderungen Einführung neuer V-Motor M276 mit              
	Abgasturboaufladung

Drehmoment- und Leistungsverlauf Motor 276 E35 DES und Motor 276 E30 DEH LA im Vergleich

P01.00-3439-76

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	Abgasturboaufladung

Motoransicht von oben

1

Luftfiltergehäuse links

2

Luftfiltergehäuse rechts

B17/8

Temperatursensor Ladeluft

B28/4

Drucksensor nach Luftfilter Zylinderreihe links

B28/5

Drucksensor nach Luftfilter

B28/6

Drucksensor vor Drosselklappe

B28/7

Drucksensor nach Drosselklappe

R48

Heizelement Kühlmittelthermostat

N3/10

Steuergerät ME

P07.70-2394-76

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	Abgasturboaufladung

Motoransicht von oben

B4/25

Druck- und Temperatursensor Kraftstoff

B4/4

Drucksensor Regenerierung

B6/4

Hallsensor Einlassnockenwelle links

B6/5

Hallsensor Einlassnockenwelle rechts

B6/6

Hallsensor Auslassnockenwelle links

B6/7

Hallsensor Auslassnockenwelle rechts

Y31/5

Druckwandler Ladedruckregelung

Y49/4

Stellmagnet Einlassnockenwelle links

Y49/5

Stellmagnet Einlassnockenwelle rechts

Y49/6

Stellmagnet Auslassnockenwelle links

Y49/7

Stellmagnet Auslassnockenwelle rechts

P07.70-2395-76

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	Abgasturboaufladung

Motoransicht von oben

T1/1

Zündspule Zylinder 1

T1/2

Zündspule Zylinder 2

T1/3

Zündspule Zylinder 3

T1/4

Zündspule Zylinder 4

T1/5

Zündspule Zylinder 5

T1/6

Zündspule Zylinder 6

Y76/1

Kraftstoffinjektor Zylinder 1

Y76/2

Kraftstoffinjektor Zylinder 2

Y76/3

Kraftstoffinjektor Zylinder 3

Y76/4

Kraftstoffinjektor Zylinder 4

Y76/5

Kraftstoffinjektor Zylinder 5

Y76/6

Kraftstoffinjektor Zylinder 6

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	Abgasturboaufladung

Motoransicht von vorn

1

Ladeluftverteilerrohr

G2

Generator

M16/6

Drosselklappenansteller

Y101/1

Umschaltventil Schubumluft links

Y101/2

Umschaltventil Schubumluft rechts

P07.70-2397-76

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	Abgasturboaufladung

Motoransicht von links

1

Abgasturbolader links

2

Unterdruckdose Ladedruckregelklappe links

A16/2

Klopfsensor links

P07.70-2398-76

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	Abgasturboaufladung

Motoransicht von hinten

2

Unterdruckpumpe

19

Kraftstoff-Hochdruckpumpe

B11/4

Kühlmittel-Temperatursensor

B70

Hallsensor Kurbelwelle

Y94

Mengenregelventil

P07.70-2399-76

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	Abgasturboaufladung

Motoransicht von rechts

1

Abgasturbolader rechts

2

Unterdruckdose Ladedruckregelklappe rechts

A16/1

Klopfsensor rechts

P07.70-2518-76

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	Abgasturboaufladung

Motoransicht von unten

1

Motorölpumpe

S43

Schalter Ölstandskontrolle

Y130

Ventil Pumpe Motoröl

P07.70-2401-76

Abgasturboaufladung

Je Zylinderreihe ist ein kompakt gehaltener, spontan ansprechender Abgasturbolader mit Waste-Gate-Regelung verbaut. Durch die Abgasturboaufladung konnte der Füllungsgrad der Zylinder erheblich verbessert und somit die abgegebene Leistung, bei gleichzeitiger Verringerung des Hubraums, erhöht werden. In Verbindung mit der modernen Direkteinspritzung konnte zudem auch ein geringerer spezifischer Verbrauch erzielt werden.

Durch diese Maßnahmen konnte das begonnene Downsizing und die konsequente Modularisierung bei den V6-Motoren erfolgreich fortgesetzt werden.

Nach dem Ansaugen der Frischluft durch die Luftfilter wird diese dem Abgasturbolader je Zylinderreihe zur Verdichtung zugeführt. Die integrierte Ladedruck- und Schubumluftregelung sorgen für einen optimierten Drehmomentverlauf und einen effizienten Einsatz der Abgasturbolader.

Infolge der Verdichtung der Luft kann diese sich bis zu ca. 150 °C erwärmen, was zu einer nachteiligen Ausdehnung der Ladeluft und einem geringeren Füllungsgrad führt. Dem wird mit einer Abkühlung der Ladeluft durch einen kompakten Ladeluftkühler begegnet, der an den Niedertemperatur- Kühlkreislauf angeschlossen ist. Anschließend wird die Ladeluft im Ladeluftverteilerrohr, mit einem Druck von bis zu ca. 0,8 bar, den einzelnen Zylinder zugeführt.

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	Abgasturboaufladung

Dargestellt Strömungsverlauf Ansaugluft/Ladeluft

1

Luftfiltergehäuse links

2

Luftfiltergehäuse rechts

3

Abgasturbolader links

4

Abgasturbolader rechts

5

Ladeluftkühler

A

Ansaugluft

B

Ladeluft (ungekühlt)

C

Ladeluft (gekühlt)

B17/8

Temperatursensor Ladeluft

B28/4

Drucksensor nach Luftfilter, Zylinderreihe links

B28/5

Drucksensor nach Luftfilter

B28/6

Drucksensor vor Drosselklappe

B28/7

Drucksensor nach Drosselklappe

M16/6

Drosselklappenansteller

Y101/1

Umschaltventil Schubumluft links

Y101/2

Umschaltventil Schubumluft rechts

P09.00-2131-76

Übersicht Neuerungen/ Änderungen Einführung neuer V-Motor M276 mit              
	Abgasturboaufladung

Schnittdarstellung Abgasturboaufladung Zylinderreihe links

1

Verdichtereintritt

2

Kanalführung im Turbinengehäuse

3

Auslass-Kanalführung im Zylinderkopf

4

Einlass-Kanal

5

Unterdruckdose Ladedruckregelklappe

6

Bohrung für Kraftstoffinjektor

7

Bohrung für Zündkerze

P09.40-2463-75

Zylinderkopf mit optimierter Abgasführung für die Impulsaufladung

Eine Ausrichtung der Auslasskanäle schon im Zylinderkopf, hin zum Turbinengehäuse, ermöglicht eine Impulsaufladung (direct-pulse charging) einhergehend mit ausgezeichneten Ansprechverhalten bei Lastwechseln.

Impulsaufladung
Die Druckwelle des Abgases von den öffnenden Auslassventilen bleibt bis zum Eintritt in den Abgasturbolader fast vollständig erhalten und ermöglicht dadurch eine extrem schnelle Beschleunigung des Turbinenrades.

Ladedruckregelung

Prinzipbedingt dreht sich die Welle des Abgasturboladers durch die antreibenden Abgasmengen mit steigender Motordrehzahl immer schneller. Je schneller sich die Turbine dreht, desto mehr Luft fördert der Verdichter, was durch die wachsende Abgasmenge wiederum die Turbine noch mehr antreibt. Dadurch kann der Verdichter seine Fördergrenze erreichen oder die mechanischen und thermischen Grenzen des Motors werden überschritten.

Um dies zu verhindern und um die Abgabeleistung in praktikablen Grenzen zu halten, also die Aufladung des Motors zu begrenzen, wird der Ladedruck und die Förderleistung des Verdichters durch die Ladedruckregelung begrenzt.

Die Regulierung des Ladedrucks erfolgt elektropneumatisch über den Druckwandler Ladedruckregelung (Y31/5). Dazu wird dieser kennfeldabhängig vom Steuergerät ME angesteuert.

Zur Verringerung des Ladedrucks werden die vier Abgasströme über jeweils einen Bypass direkt in den Abgaskrümmer umgeleitet und begrenzen damit die Turbinendrehzahl. Die Bypässe werden von den Ladedruckregelklappen, welche pneumatisch über Unterdruckdosen betätigt werden, geschlossen. Im nicht betätigten Zustand sind die Ladedruckregelklappen durch Federkraft geöffnet.

Damit kann der Ladedruck an die momentane Lastanforderung des Motors angepasst werden.

Schubumluftregelung

Der Abgasturbolader dreht durch die Massenträgheit von Welle, Verdichter- und Turbinenrad nach Schubbeginn etwas nach.

Beim schnellen Schließen der Drosselklappe läuft darum eine Ladedruckwelle zurück zum Abgasturbolader. Diese Ladedruckwelle würde am Verdichterrad einen Zustand mit niedrigem Fördervolumen und hohen Druckverhältnissen verursachen, was zum Laderpumpen führt (kurzer Heulton und mechanische Beanspruchung).

Durch das Öffnen der Umschaltventile Schubumluft links und rechts (Y101/1, Y101/2) werden diese Druckspitzen über einen Bypass-Kanal in die Ansaugseite des Abgasturboladers abgeleitet.

Im Lastbetrieb des Motors wird der entsprechende Bypass-Kanal sicher geschlossen gehalten.

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	Abgasturboaufladung

Ansicht Abgasturbolader links

1

Abgasturbolader

2

Unterdruckdose Ladedruckregelklappe

3

Ladedruckregelklappe

4

Abgaskrümmer

A

Vorlaufleitung Kühlmittel

B

Rücklaufleitung Kühlmittel

C

Vorlaufleitung Motoröl

D

Rücklaufleitung Motoröl

Y101/1

Umschaltventil Schubumluft links

P09.40-2431-76

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	Abgasturboaufladung

Ansicht Abgasturbolader rechts mit Schnittdarstellung Umschaltventil Schubumluft rechts

50

Abgasturbolader

50/2

Unterdruckdose Ladedruckregelklappe

A

Zustand geschlossen

B

Zustand geöffnet

Y101/2

Umschaltventil Schubumluft rechts

P09.40-2430-76

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	Abgasturboaufladung

Ladeluftkühlung
Ein kompakter Ladeluftkühler und kurze Strömungswege ermöglichen geringe strömungsmechanische Widerstände und tragen zu einer hohen Effizienz des Motors bei.
Die abgekühlte Luft nach dem Ladeluftkühler hat eine höhere Dichte. Dadurch erhöhen sich der Zylinderfüllungsgrad und somit die Motorleistung. Außerdem werden die Klopfneigung und durch niedrigere Abgastemperaturen die Bildung von Stickoxiden (NOx) verringert.
Zur Kühlung der heißen Abgasturbolader nach dem Abstellen des Motors wird der Niedertemperatur-Kühlkreislauf über die Umwälzpumpe Ladeluftkühler einige Minuten separat mit Kühlmittel versorgt.

Ansicht Niedertemperatur-Kühlkreislauf

9

Ladeluftkühler

14

Niedertemperaturkühler

15

Ausgleichsbehälter

B17/8

Temperatursensor Ladeluft

B28/6

Drucksensor vor Drosselklappe

M44

Umwälzpumpe Ladeluftkühler

P09.41-2666-76

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	Abgasturboaufladung

Zweistufige Motorentlüftung

1

Anschluss Volllast-Entlüftungsleitung in Reinluftleitung nach Dämpferfilter

2

Rückschlagventil Teillast-Entlüftung

3

Anschluss Schleppluft für Vollast-Regenerierung

4

Anschluss Regenerierung Aktivkohlefilter

5

Kombinierter Anschluss Motor- /Kraftstoffbehälterentlüftung

6

Ölablauf Feinabscheider und Belüftungsanschluss in Kurbelgehäuse

7

Feinstabscheider für Teillast- und Volllast-Entlüftung

8

Zentrifugal-Vorabscheider (von der Nockenwelle angetrieben)

P47.31-2163-76

Motorentlüftung

Die Motorentlüftung stellt bei allen Betriebsbedingungen des Motors sicher, dass Überdruck und überschüssige Gase aus dem Kurbelgehäuse abgeführt und dem Motor über den Ansaugtrakt wieder zur Verbrennung zugeführt werden. Um ein schlechtes Emissionsverhalten des Motors und einen erhöhten Ölverbrauch zu vermeiden, müssen die abgesaugten Gase vorher von Öldämpfen gereingt werden.

Beim M276 E30 DEH LA kommt ein zweistufiges Entlüftungssystem zum Einsatz, welches aus einer Zentrifuge für die Grob- und Feinabscheidung und aus einem, im Innen-V des Motors angeordnetem, Feinstabscheider besteht.

Da die Motorentlüftung sowohl bei Teillast- als auch bei Volllast beaufschlagt ist, wird durch die mit Nockenwellendrehzahl rotierende Zentrifuge ein sehr hoher Ölabscheidungsgrad erreicht. Letzte Ölreste werden durch den Feinstabscheider aufgefangen.

Durch die neue zweistufige Motorentlüftung wird das Emissionsverhalten verbessert, der Ölverbrauch gesenkt und die Ölalterung positiv beeinflusst.

Entlüftung des Kraftstoffbehälters / Regenerierung des Aktivkohlebehälters

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass bei der Entlüftung des Kraftstoffbehälters keine Kraftstoffdämpfe ins Freie gelangen dürfen. Dazu werden die Kraftstoffdämpfe im Aktivkohlebehälter gespeichert, bei entsprechender Beladung des Aktivkohlefilters abgesaugt und dann dem Motor zur Verbrennung zugeführt.

Funktionsablauf Teillast-Regenerierung

Im Teillastbetrieb werden die im Aktivkohlebehälter (77) gespeicherten Kraftstoffdämpfe durch den bestehenden Unterdruck über das Umschaltventil Regenerierung, das Rückschlagventil Teillastbetrieb (71) und die Teillast-Regenerierleitung (1) hinter die Drosselklappe abgesaugt und im Motor verbrannt.

Durch den Einsatz der Abgasturboaufladung bei dem Motor 276 DEH LA herrscht im Volllastbetrieb ein Überdruck hinter der Drosselklappe, der das Absaugen der Kraftstoffdämpfe über die Teillast-Regenerierleitung verhindert. Das Rückschlagventil Teillastbetrieb verhindert einen Druckaufbau in Richtung des Aktivkohlebehälters. Somit kann der Aktivkohlefilter bei dauerhaftem Lastbetrieb des Motors nicht ordnungsgemäß regeneriert werden. Mit der Volllast-Regenerierung wird diese Anforderung erfüllt.

Funktionsablauf Volllast-Regenerierung

Im Volllastbetrieb erfolgt das Absaugen der Kraftstoffdämpfe über das Rückschlagventil Volllastbetrieb (71/2) und die Volllast-Regenerierleitung (2). Der dazu benötigte Unterdruck wird über eine Venturidüse (74) erzeugt. Die Kraftstoffdämpfe werden dann über die Volllast-Regenerierleitung, den Abgasturbolader (110/1) und den Ladeluftkühler (120) zum Ladeluftverteilerrohr geleitet.

Zur Prüfung, ob die Volllast-Regenerierung freigegeben werden kann, wird das Umschaltventil Regenerierung dreimal schlagartig geöffnet. Dabei müssen Druckspitzen von > 120 mbar auftreten. Der Drucksensor Regenerierung erfasst die bestehenden Druckverhältnisse in der Volllast-Regenerierleitung und gibt ein Signal an das Steuergerät ME.

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	Abgasturboaufladung

Schematische Darstellung Regenerierung

1

Teillast-Regenerierleitung

2

Volllast-Regenerierleitung

71

Rückschlagventil Teillastbetrieb

71/2

Rückschlagventil Volllastbetrieb

74

Venturi-Düse

75

Kraftstoffbehälter

77

Aktivkohlebehälter

110/1

Abgasturbolader links

120

Ladeluftkühler

121

Luftfilter links

A

Frischluft

B

Ladedruck

C

Abgas

D

Kraftstoffdämpfe

B4/3

Drucksensor Kraftstoffbehälter (bei Code (494) USA-Ausführung)

B4/4

Drucksensor Regenerierung

Y58/1

Umschaltventil Regenerierung

Y58/4

Absperrventil Aktivkohlebehälter (bei Code (494) USA-Ausführung)

P47.30-2262-76

Baumuster-Übersicht

Verkaufsbezeichnung

Typ

Motor

Getriebe

Motorsteuerung

Hinweise

E 400

212.065

276.820

722.904

MED 17.7.3

Limousine

E 400 4MATIC

212.067

276.820

722.961

MED 17.7.3

Limousine

E 400

212.265

276.820

722.904

MED 17.7.3

T-Modell

E 400 4MATIC

212.267

276.820

722.961

MED 17.7.3

T-Modell

Technische Daten im Vergleich

M 276.9 (E35 DES) ab 09/2011

M 276.8 (E30 DEH LA) ab 04/2013

Hubraum

cm3

3498

2996

Nennleistung

kW bei
1/min

225
6500

245
5500

Nenndrehmoment

Nm bei
1/min

370
3500 - 5250

480
1400 - 4000

Verdichtungsverhältnis

ε

12,2 : 1

10,7 : 1

Zylinderanordnung/ -anzahl

V6

V6

Ventile/Zylinder

4

4

Bohrung/Hub

mm

92,9/86

88/82,1

Luftversorgung

Schaltbares Resonanzsaugrohr mit Schaltwalze und je einer Resonanzklappe zwischen der rechten und linken Zylinderreihe, die die beiden Resonanzkammern verbinden oder trennen

Abgasturboaufladung mit einem spontan ansprechenden Abgasturbolader mit Waste-Gate-Regelung je Zylinderreihe und einem kompakt gehaltenen Wasser-Luft-Ladeluftkühler

Ladedruck

bar

---

0,8

Abgasnorm

Norm

EU 5

EU 6