si5410p0020a

Service-Information: Kurzanleitung Fehlerdiagnose Ruhestrom

Typ si · Thema 54.10 · Version 0104 · 2011-11-15

Gültig für: TYP 211, 219 ab Modelljahr 2007 (Code 807)

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 54 Elektrische Anlage, Ausrüstung und Instrumente › 54.10 Batterie, Spannungsversorgung, Spannungswandler — Baureihe 211 · Baureihe 219

EinPAS 25 Bordnetz/Netzwerk/Multifunktion › 25.20 Bordnetz › 25.20.1 Grundinformation — Baureihe 211 · Baureihe 219

EinPAS 45 Daten/Information › 45.20 Information/Maßnahmen › 45.20.20 Serviceinformation — Baureihe 211 · Baureihe 219

SI54.10-P-0020A

Service-Information: Kurzanleitung Fehlerdiagnose Ruhestrom

15.11.11

TYP 211, 219
ab Modelljahr 2007 (Code 807)

Service-Information: Kurzanleitung Fehlerdiagnose Ruhestrom

P58.40-2031-11

Bild 1

Service-Information: Kurzanleitung Fehlerdiagnose Ruhestrom

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Service-Information: Kurzanleitung Fehlerdiagnose Ruhestrom

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Service-Information: Kurzanleitung Fehlerdiagnose Ruhestrom

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Service-Information: Kurzanleitung Fehlerdiagnose Ruhestrom

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Bild 5

Service-Information: Kurzanleitung Fehlerdiagnose Ruhestrom

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Bild 7

Kurzbeschreibung zur Vorgehensweise bei Fahrzeugen mit entladener Bordnetzbatterie:

Beim Typ 211 und 219 ab Modelljahr 2007 (Code 807) entfällt das Batteriesteuergerät (N82) und wird durch den Batteriesensor (B95) ersetzt. Direkt am Minuspol der Batterie eingebaut, wird durch den Batteriesensor Spannung, Strom und Temperatur an der Bordnetzbatterie gemessen und somit der Batteriezustand bewertet. Der Batteriesensor hat einen extrem großen Messbereich (1 mA bis 1000 A) mit hoher Auflösung. Dadurch kann erstmals eine Ruhestromüberwachung im Fahrzeug realisiert werden und mit Star Diagnosis (DAS) ausgelesen werden.

Die Ruhestromüberwachung startet nach Wechsel der Steuergerät Elektronisches Zündschloss (EZS) Schlüssel-Stellung in Stellung "0" (Zündung "AUS, Klemme 15C") oder Abziehen des EZS-Schlüssels.

Folgende Parameter führen zum Anlegen eines Datensatzes in der Ruhestromüberwachung:

Ruhestrom größer 75 mA nach einer Nachlaufzeit von 75 Minuten nach Zündung "AUS, Klemme 15C" (Bezeichnung: Überschreitung der Nachlaufzeit)

Batteriespannung kleiner 11,8 V nach Zündung "AUS, Klemme 15C" (Bezeichnung: Unterschreitung der Schwelle der Batteriespannung)

Aufgrund der fehlenden Zeitverzögerung bei Unterspannung, unbedingt sofort im Pannenfall die Datensätze auslesen und nicht unnötig häufig die EZS-Schlüssel-Stellung wechseln!

Bei häufigen Wechseln Zündung "AUS"/"EIN" kann der Datensatz mit wichtigen Informationen zur Pannenursache überschrieben werden.

Prüfen

1

Mit Star Diagnosis Informationen im Menü "Bordnetz (Spannungsversorgung" (Bild 1) auslesen (Arbeitsschritt 2, 3 und 4)

Einstieg über "Steuergeräte", "Aufbau".

2

Datensätze im Menü "Verhalten des Ruhestroms" prüfen

Einstieg über "Batteriesensor" (Bild 2), "Verhalten des Ruhestroms" (Bild 3).

In den Datensätzen (letzter bis 5-letzter) (Bild 3, 4 und 5) sind wichtige Informationen über Ruhestrom, Spannung, Zeitdauer, Kilometerstand und Verbraucherstatus gespeichert.

Pro Wechsel der EZS-Schlüssel-Stellung von "0" auf "1" wird maximal ein Datensatz angelegt, die Messwerte innerhalb des Datensatzes werden jedoch alle 75 min aktualisiert.

Zeilen 1 bis 3 zeigen die gespeicherten Ruhestromwerte

(bei Anlegen des Datensatzes, Minimal- und Maximalwert des Ruhestroms).

Zeilen 4 und 5 zeigen die gespeicherten Spannungswerte

(bei Anlegen des Datensatzes und bei Abschluss der Überwachung).

Zeilen 6 und 7 zeigen die Zeitdauer und den Kilometerstand des Ruhestromereignisses.

Zeilen 8 bis 14 zeigen den Verbraucherstatus von typischen Stromverbrauchern.

Zeile 15 zeigt die Anzahl der Ruhestromüberschreitungen

(bei schwankendem Ruhestrom größer/kleiner 75 mA, wird die Anzahl der Überschreitungen von 75 mA gezählt).

Zeilen 16 und 17 zeigen die Ursachen für das Anlegen des Datensatzes

(Unterschreiten der Batteriespannung von 11,8 V oder Überschreiten der Nachlaufzeit von 75 min mit Ruhestrom > 75 mA).

3

Datensatz passend zum aktuellen Kilometerstand des Fahrzeugs prüfen

Datensatz auf Ruhestrom, Spannung, Zeitdauer und Ursache des Anlegens prüfen (Bild 4 und 5 ). Zusätzlich den Verbraucherstatus prüfen. Steht ein Verbraucher, z. B. Abblendlicht, auf "Aktiv" und das über eine längere Zeitdauer, so liegt eventuell ein Kundenverschulden vor.

Ruhestrom > 1,2 A:
Buswachhalter liegt eventuell vor. Weiter mit Arbeitsschritt 4.

Ruhestrom < 1,2 A:
lokales Steuergerät-Problem (ohne Busaktivität). Weiter mit Arbeitschritt 5.

4

Datensätze im Menü "Steuergerät-Sleep-Modus"prüfen

Informationen sind nur dann verwendbar, wenn die Ursache für das Anlegen der Datensätze eine "Überschreitung der Nachlaufzeit" war! Bei Datensätzen auf Grund von Unterspannung < 11,8 V können die Informationen nicht verwendet werden.

In den Datensätzen (Bild 7 ) sind Informationen über die CAN-Busaktivität, passend zu den 5 Ruhestrom-Datensätzen, gespeichert. Dabei wird den aufgelisteten Steuergeräten der Status "Gesendet" (CAN-Bus aktives Steuergerät) und "Ruhezustand" (Steuergerät im Sleep-Modus) angezeigt.

Wird bei mehr als 2 Datensätzen mit "Überschreitung der Nachlaufzeit" ein Steuergerät mit Status "Gesendet" angezeigt, liegt ein Buswachhalter dieses Steuergerätes vor.

Die "Überschreitung der Nachlaufzeit" muß deshalb geprüft werden, da bei Unterschreitung von 11,8 V sofort nach Zündung "AUS/EIN" ein Datensatz angelegt wird. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Busruhe noch gar nicht möglich, da die Nachlaufzeit der Steuergeräte nicht abgeschlossen ist.

Bei aktivierten Verbrauchern (z. B. Abblendlicht) werden die ausführenden Steuergeräte, z. B. SAM Fahrer, auf "Gesendet" gesetzt. Dies ist kein Fehler, sondern der Hinweis, dass die Steuergeräte auf Grund einer aktivierten Funktion nicht in den Ruhezustand wechseln können.

5

Batterie laden

6

Fahrzeug für die Ruhestromprüfung vorbereiten

Alle Verbraucher ausschalten. Schlossfallen der Türen, Heckdeckel, Motorhaube schließen. Bei Keyless-Go-Fahrzeugen muss sich der Senderschlüssel außerhalb der Keyless-Go-Antenne befinden.

7

Ruhestrom prüfen

Ruhestrom mit Strommesszange oder einem unterbrechungsfrei eingeschleiften Multimeter prüfen.

Stromzangen

gotis://E_15/54_08.0

Ruhestrom > 1,2 A...1,6 A: Buswachhalter.
Buswachhalter-Steuergerät identifizieren (z. B. nacheinander trennen/stecken der Steuergeräte am CAN-Potenzialverteiler).

Ruhestrom < 1,2 A...1,6 A: Lokales Steuergerät-Problem (ohne Busaktivität). Alle Klemme-30-Steuergeräte bzw. Sicherungen an Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fahrer, Steuergerät SAM mit Sicherungs- und Relaismodul Fond und in der Sicherungsbox Innenraum prüfen (z. B. durch Messen des Spannungsabfalls an den Sicherungen).

Kurzanleitung Fehlerdiagnose Ruhestrom

SI54.10-P-0015-01B

Referenzierte Dokumente