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0010 - Funktionsbeschreibung: Elektron. Fahrpedal, Tempomat, Leerlaufregelung Anordnung, Blockschaltbild, Funktion, Hinweise LH-Einspritzung

Typ ra · Thema 30.00 · Version 9209 · 1992-02-27

Gültig für:

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 30 Regulierung, Geschwindigkeitsregelanlagen › 30.00 Allgemeines

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 104 990, 119 970, 119 971, 119 972, 119 974, 119 975, 120 980, 120 981

30-0010 Elektronisches Fahrpedal, Tempomat/Leerlaufregelung

A. Anordnung der Bauteile

0010 - Funktionsbeschreibung: Elektron. Fahrpedal, Tempomat, Leerlaufregelung   
	Anordnung, Blockschaltbild, Funktion, Hinweise                                  
	LH-Einspritzung

a) Motor 104

N16/1

Grundmodul GM

N30/1

SteuergerätABS/ASR

X11/4

Prüfkupplung für Diagnose 38polig (Impulssignal)

M16/1

Stellglied elektronisches Fahrpedal EFP

M16/2

Stellglied Tempomat/Leerlaufregelung TPM/LLR

N3/1

Steuergerät Lufthitzdraht LH

N4/1

Steuergerät Elektronisches Fahrpedal EFP

N4/3

Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung TPM/LLR

0010 - Funktionsbeschreibung: Elektron. Fahrpedal, Tempomat, Leerlaufregelung   
	Anordnung, Blockschaltbild, Funktion, Hinweise                                  
	LH-Einspritzung

S16/3

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter, Erkennung Wählhebelstellung (nur bei EFP)

S29/3

Leerlaufkontaktschalter (nur bei EFP)

S40

Tastschalter Tempomat

A1p8

Elektronischer Tachometer

S9/1

Bremslichtschalter ASD/ASR

S16/1

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter

0010 - Funktionsbeschreibung: Elektron. Fahrpedal, Tempomat, Leerlaufregelung   
	Anordnung, Blockschaltbild, Funktion, Hinweise                                  
	LH-Einspritzung

b) Motor 119

Dargestellt am Typ 140

N16/1

Grundmodul GM

N30/1

SteuergerätABS/ASR

V2

Diodenmatrix für Drehzahlanhebung

X11/4

Prüfkupplung für Diagnose 38polig (Impulssignal)

M16/1

Stellglied elektronisches Fahrpedal EFP

M16/2

Stellglied Tempomat/Leerlaufregelung TPM/LLR

N3/1

Steuergerät Lufthitzdraht LH

N4/1

Steuergerät Elektronisches Fahrpedal EFP

N4/3

Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung TPM/LLR

0010 - Funktionsbeschreibung: Elektron. Fahrpedal, Tempomat, Leerlaufregelung   
	Anordnung, Blockschaltbild, Funktion, Hinweise                                  
	LH-Einspritzung

S16/3

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter, Erkennung Wählhebelstellung (nur bei EFP)

S29/3

Leerlaufkontaktschalter (nur bei EFP)

S40

Tastschalter Tempomat

A1p8

Elektronischer Tachometer

S9/1

Bremslichtschalter ASD/ASR

S16/1

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter

0010 - Funktionsbeschreibung: Elektron. Fahrpedal, Tempomat, Leerlaufregelung   
	Anordnung, Blockschaltbild, Funktion, Hinweise                                  
	LH-Einspritzung

c) Motor 120

N4/1

Steuergerät Elektronisches Fahrpedal EFP

N16/1

Grundmodul GM

N30/1

SteuergerätABS/ASR

V2

Diodenmatrix für Drehzahlanhebung

X11/4

Prüfkupplung für Diagnose 38polig (Impulssignal)

M16/3

Stellglied elektronisches Fahrpedal EFP Zylinderblock links

M16/4

Stellglied elektronisches Fahrpedal EFP Zylinderblock rechts

N3/1

Steuergerät Lufthitzdraht LH

0010 - Funktionsbeschreibung: Elektron. Fahrpedal, Tempomat, Leerlaufregelung   
	Anordnung, Blockschaltbild, Funktion, Hinweise                                  
	LH-Einspritzung

S29/3

Leerlaufkontaktschalter

S40

Tastschalter Tempomat

A1p8

Elektronischer Tachometer

S9/1

Bremslichtschalter ASD/ASR

S16/3

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter, Erkennung Wählhebelstellung

B. Blockschaltbild Elektronisches Fahrpedal

a) Motor 104

Fahrfußhebel

Fahrpedal

Bowdenzug

Regulierge-
stänge

Abtriebhebel-Stellglied

Drosselklappe

Leerlaufkontaktschalter (S29/3)

Steuergerät elektronisches
Fahrpedal, Tempomat,
Leerlaufregelung
(N4/1)

Prüfkupplung
(X11/4)

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (S16/3)

Wählhebel

Temperaturfühler Kühlmittel (B11/2)

Fehlerspeicher

Spannungsversorgung über Zündstartschalter (S2/1)

(CAN)

Grund
modul
(N16/1)

Steuerge- (CAN)
rät LH
(N3/1)

Positionsgeber (L5)

Schaltgerät EZL
(N1/3)
(CAN)

(CAN) Steuergerät
ABS/ASR
(N30/1)

Tastschalter Tempomat (S40)

Bremspedal

Bremslichtschalter (S9/1)

Einschaltsignal
Kältekompressor

Druckschalter Kältekompressor (S31)

Drehzahlgeber
(L6/1, L6/4)

Spannungsversorgung
Tastschalter Tempomat
(Sicherung F3)

Gleich- Sicher- Stellglied Elektronisches Fahrpedal (M16/1)
strom- heits-
motor kontakte

elektrische Leitungen

mechanische Übertragung

b) Motor 119

Fahrfußhebel

Fahrpedal

Bowdenzug

Regulierge-
stänge

Abtriebhebel-Stellglied

Gleich- Sicher- Stellglied elektronisches Fahrpedal (M16/1)
strom- heits-
motor kontakte

Drosselklappe

Leerlaufkontaktschalter
(S29/3)

Steuergerät elektronisches
Fahrpedal, Tempomat,
Leerlaufregelung
(N4/1)

Prüfkupplung (X11/4)

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (S16/1, S16/3)

Wählhebel

Temperaturfühler Kühlmittel (B11/2)

Fehlerspeicher

Spannungsversorgung über Zündstartschalter (S2/1)

(CAN)

Grund
modul
(N16/1)

Steuerge- (CAN)
rät LH
(N3/1)

Positionsgeber
(L5)

Schaltgerät EZL
(N1/3)
(CAN)

(CAN) Steuergerät
ABS/ASR
(N30/1)

Tastschalter Tempomat (S40)

Bremspedal

Bremslichtschalter (S9/1)

Drehzahlgeber
(L6/1, L6/4)

Spannungsversorgung
Tastschalter Tempomat

Diodenmatrix Drehzahlanhebung (V2)
Typ 140

Einschaltsignal zusätzliche Stromverbraucher
Typ 140

elektrische Leitungen

mechanische Übertragung

Einschaltsignal
Kältekompressor
Typ 124

Druckschalter Kältekompressor
(S31)
Typ 124

c) Motor 120

Fahrfußhebel

Fahrpedal

Bowdenzug

Regulierge-
stänge

Abtriebhebel-Stellglied

Drosselklappe

(Zylinderblock rechts)

Leerlaufkontaktschalter
(S29/3)

Steuergerät EFP, Tempomat,
Leerlaufregelung
(N4/1)

Fehlerspeicher

Drosselklappe
(Zylinderblock links)

Gleich- Sicher- Stellglied EFP

strom- heits- (M16/3)

motor kontakte

Gleich- Stellglied EFP

strom- (M16/4)

motor

Spannungsver-

sorgung über Zündstartschalter
(S2/1)

Prüfkupplung
(X11/4)

Grundmodul

(N16/1)

Startsperr- u. Rückfahrlicht-

schalter (S16/3)

Wählhebel

Diodenmatrix

Drehzahlan-
hebung (V2)

Spannungsversor-

gung Tastschalter

Tempomat (Sicherung F3)

Bremspedal

CAN Steuerge-

rät ABS/ ASR (N30/1)

Bremslichtschalter (S9/1)

Drehzahl-geber (L6/1,

L6/4)

Tastschalter Tempomat (S40)

Serieller Datenbus (CAN)

Steuer- CAN

gerät LH

(N3/3)

Temperaturfühler

Kühlmittel (B11/10)

Steuer- CAN

gerät LH

(N3/2)

Temperaturfühler

Kühlmittel (B11/9)

Schalt- CAN

gerät

EZL
(N1/4)

Schalt- CAN

gerät

EZL
(N1/5)

Positionsge-

ber (L5/4)

Positionsge-

ber (L5/5)

elektrische Leitungen

mechanische Übertragung

Einschaltsignal zusätzliche Stromverbraucher

C. Funktion elektronisches Fahrpedal

a) Allgemeines

Im Steuergerät elektronisches Fahrpedal sind die Funktionen

Leerlaufregelung
Tempomat
Elektrisch, elektronische Motorregulierung (elektronisches Fahrpedal)

integriert.

Mit den Bauteilen der Elektrik/Elektronik werden in Verbindung mit den mechanischen Bauteilen alle Regelvorgänge sowie die mechanischen Stellbewegungen ausgeführt. Die elektrisch/ elektronischen Bauteile erhalten die notwendige Spannung vom Grundmodul über Klemme 87 ungesichert.

Von folgenden Bauteilen werden Signale in das Steuergerät elektronisches Fahrpedal eingegeben:

Grundmodul
Steuergerät ABS/ASR
Steuergerät LH
Schaltgerät EZL
Leerlaufkontaktschalter
Stellglied elektronisches Fahrpedal (mit Klappenstutzen)

Bremslichtschalter

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter
Tastschalter Tempomat
Einschaltsignal Kältekompressor

Datenaustausch über den seriellen Datenbus (CAN)

Drehzahlgeber

Diodenmatrix Drehzahlanhebung (nur bei den Motoren M119 und M120 im Typ 140)

Im Steuergerät elektronisches Fahrpedal werden die Eingangssignale verarbeitet und überwacht. Mit den Ausgangssignalen werden folgende Bauteile angesteuert:

Stellglied Elektronisches Fahrpedal (mit Klappenstutzen)

Steuergerät ABS/ASR
Steuergerät LH
Schaltgerät EZL

Impulsausgabe (Fehlerspeicher) über Diagnosedose 38polig

Datenaustausch über den seriellen Datenbus (CAN)

Mit Einschalten der Zündung ist die Einrichtung elektronisches Fahrpedal, sowie die dabei integrierte Leerlaufregelung in Funktion. Über das Sollwertpotentiometer im Stellglied (M16/1, Motor 120: M16/3 Zylinderbank links) erkennt das Steuergerät die Stellung des Fahrpedals. Vom Istwert-Potentiometer im Stellglied wird die Stellung der Drosselklappe gemeldet.

Beim Motor 120 wird gleichzeitig auch die Stellung der Drosselklappe vom Istwert-Potentiometer im Stellglied (M16/4, Zylinderbank rechts) an das Steuergerät gemeldet.
Das Steuergerät überprüft die Signale und bestimmt durch das Ausgangssignal die Stellung der Drosselklappe.
Bei nicht betätigtem Fahrpedal wird vor dem Starten in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur (Signal vom Steuergerät LH über den seriellen Datenbus) die Position der Drosselklappe vorgegeben.
Von dem gesamten Verstellbereich der Drosselklappe (Leerlaufanschlag bis Vollgasanschlag) ist für die Leerlaufregelung der Öffnungswinkel vom Steuergerät elektronisches Fahrpedal begrenzt.

Für die Einrichtung elektronisches Fahrpedal wird über das Sollwertpotentiometer vom Stellglied dem Steuergerät die Stellung des Fahrpedals (Sollwert) gemeldet.
Im Steuergerät wird diesem Sollwert ein Ausgangssignal zur Ansteuerung des Stellgliedes zugeordnet. Das Stellglied und damit auch die Drosselklappe nimmt somit eine dem Sollwert entsprechende Stellung ein. Das Reguliergestänge ist über den Abtriebhebel und der innenliegenden Federkapsel durch eine lose Verbindung mit der Drosselklappe verbunden.
Beim Motor 120 hat das Stellglied (M16/4) keine Verbindung zum Reguliergestänge. Die Verstellung der Drosselklappe erfolgt hier nur durch die elektrisch/elektronische Ansteuerung.

Der Öffnungswinkel der Drosselklappe entspricht dem eingegebenen Sollwert, wodurch vom Motor ein bestimmtes Drehmoment auf die Antriebsräder übertragen wird. Ist der eingegebene Sollwert (Auslenkung Fahrpedal) höher als das auf die Straße übertragbare Antriebsmoment, bedeutet dies ein Durchdrehen der Räder (Schlupf). Dieser Schlupf wird vom Steuergerät ABS/ASR erkannt und als Signal (Drosselklappenreduzierung) über den seriellen Datenbus an das Steuergerät elektronisches Fahrpedal gemeldet. Zusätzlich wird, um eine sofortige Drehmomentreduzierung zu erreichen, durch das Signal vom seriellen Datenbus an das Schaltgerät der Zündzeitpunkt in Richtung "spät" verstellt.


Das Antriebsmoment wird bei zuviel Gas solange reduziert, bis der Schlupf am Antriebsrad einen festgelegten Wert unterschreitet.

Tritt bei Gasrücknahme ein Schlupf an den Antriebsrädern auf, so wird dies ebenfalls von dem Steuergerät ABS/ASR erkannt.

Das Signal (Drosselklappenerhöhung) wird ebenso über den seriellen Datenbus an das Steuergerät elektronisches Fahrpedal gemeldet. Mit dieser Information kann das Antriebsmoment so verändert werden, daß kein Schlupf an den Antriebsrädern (Motorschleppmoment-Regelung=MSR) entsteht und dadurch die Seitenführung des Fahrzeuges stabilisiert.

Insgesamt kann mit der Einrichtung elektronisches Fahrpedal die Drosselklappe zwischen Leerlauf und Vollgas verstellt oder durch ASR in Leerlaufrichtung geschlossen oder durch MSR kurzzeitig leicht geöffnet werden.


Bei zu hohem Antriebsmoment an den Antriebsrädern (ABS-Regelung) ermöglicht die Spiralfeder in der Federkapsel vom Stellglied die Verstellung der Drosselklappe entgegen der Fahrpedalstellung.

Bei einer MSR-Regelung ermöglicht die Regulierung (Bowdenzug) in geringem Umfang eine Verstellung in Fahrpedalrichtung.

Der Leerweg im Stellglied (zwischen Federkapsel und Verstellhebel) ist eine Notfahreinrichtung, mit der bei Ausfall der Elektronik ein Weiterfahren mit reduzierter Motorleistung gewährleistet ist.

Merkmale:

Verstellung der Drosselklappe erfolgt immer über die elektrisch/elektronische Einrichtung.

Geschwindigkeitsregelanlage (Tempomat) ist im Steuergerät elektronisches Fahrpedal enthalten.


Leerlaufregelung ist im Steuergerät elektronisches Fahrpedal enthalten.

Bei Ausfall der Elektrik/Elektronik ist ein
Weiterfahren mit reduzierter Motorleistung möglich.

b) Heizdrehzahl

Bei jedem Startvorgang in einem bestimmten Temperaturbereich liegt bei Leerlauf (Leerlauferkennung) und Wählhebelstellung P oder N eine erhöhte Motordrehzahl an (siehe Tabelle).

Motor

Temperatur

Zeit

Drehzahl

M104

<+20 °C

ca. 20 Sekunden

1100100/min

M119

+20 °C - +30 °C

ca. 20 Sekunden

1000100/min

M120

+20 °C - +30 °C

ca. 25 Sekunden

+ 100

850

- 50

Diagramm gilt für 20 °C Kühlmitteltemperatur (simuliert) und Wählhebelstellung P/N.

Dargestellt am Motor 119 im Typ 140

700

1000

n

1/min

ca. 20

t

600

s

800

1100

900

Start

c) Drehzahlanhebung/Drehzahlstabilisierung

Motor 104 und Motor 119 im Typ 124 haben bei Fahrzeugen mit Kältekompressor eine Drehzahlstabilisierung für den Kältekompressor.

Motor 119 im Typ 140 und Motor 120 haben eine Diodenmatrix Drehzahlanhebung für verschiedene Verbraucher (z. B. Kältekompressor, Sitzheizung, heizbare Heckscheibe).

Drehzahlstabilisierung bei Motoren mit Kältekompressor

Beim Einschalten des Kältekompressors liegt am Steuergerät elektronisches Fahrpedal bzw. beim Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung Spannung an. Hierbei wird das Einschaltsignal über das Grundmodul (ca. 350 ms) in das Steuergerät elektronisches Fahrpedal Tempomat/ Leerlaufregelung gegeben.Das Steuergerät verarbeitet die anliegende Spannung und gibt ein entsprechendes Signal an die Sollwertauswahl. Der Öffnungsquerschnitt wird größer, bevor der Kältekompressor zuschaltet, so daß dabei die Leerlaufdrehzahl annähernd konstant bleibt.

0010 - Funktionsbeschreibung: Elektron. Fahrpedal, Tempomat, Leerlaufregelung   
	Anordnung, Blockschaltbild, Funktion, Hinweise                                  
	LH-Einspritzung

Diodenmatrix Drehzahlanhebung

Beim Einschalten von zusätzlichen Stromverbrauchern wird das Einschaltsignal auch an die Diodenmatrix Drehzahlanhebung gemeldet. Das Signal wird dann an das Steuergerät elektronisches Fahrpedal weitergeleitet. In der Baugruppe Leerlaufregelung wird dieses Signal ausgewertet. Wirksam ist das Signal für die Leerlaufdrehzahlanhebung nur, wenn keine Leerlauferkennung vom Sollwertpotentiometer vorliegt und eine vorgegebene Solldrehzahl überschritten wurde. Beim nächsten Fahrzeugstop liegt dann eine etwas erhöhte Leerlaufdrehzahl an. Die Aufhebung der Drehzahlanhebung erfolgt nur dann, wenn das Eingangssignal von der Diodenmatrix nicht mehr vorliegt und keine Leerlauferkennung erkannt wird. Die Drehzahlanhebung ist nicht aktiv bei Wählhebelstellung P und N.

D. Blockschaltbild Tempomat/Leerlaufregelung

a) Motor 104

Fahrfußhebel

Fahrpedal

Bowdenzug(M16/2)

Regulierge-
stänge

Abtriebhebel-Stellglied

Gleich- Sicher- Tempomat/Leerlaufregelung
strom- heits- (M16/2)
motor kontakte

Drosselklappe

Steuergerät Tempomat/
Leerlaufregelung
(N4/3)

Prüfkupplung (X11/4)

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (S16/1) automatischesGetriebe

Wählhebel

Temperaturfühler Kühlmittel (B11/2)

Fehlerspeicher

Spannungsversorgung über Zündstartschalter (S2/1)

(CAN)

Grund
modul
(N16/1)

Steuerge- (CAN)
rät LH
(N3/1)

Positionsgeber
(L5)

Schaltgerät EZL
(N1/3)
(CAN)

(CAN) Steuergerät
ABS/ASR
(N30/1)

Tastschalter Tempomat (S40)

Bremspedal

Bremslichtschalter (S9/1)

Einschaltsignal
Kältekompressor

Druckschalter Kältekompressor
(S31)

Drehzahlgeber
(L6/1, L6/4)

Spannungsversorgung
Tastschalter Tempomat
(Sicherung F3)

Schalter Kupplungspedal Tempomat (S40/1) (mech. Getriebe)

elektrische Leitungen

mechanische Übertragung

b) Motor 119 mit Typ 140

Fahrfußhebel

Fahrpedal

Bowdenzug

Regulierge-
stänge

Abtriebhebel-Stellglied

Gleich- Sicher- Stellglied Tempomat/Leerlauf-

strom- heits- regelung (M16/2)

motor kontakte

Drosselklappe

Steuergerät Tempomat/
Leerlaufregelung
(N4/3)

Prüfkupplung (X11/4)

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (S16/1) automatischesGetriebe

Wählhebel

Temperaturfühler Kühlmittel (B11/2)

Fehlerspeicher

Spannungsversorgung über Zündstartschalter (S2/1)

(CAN)

Grund
modul
(N16/1)

Steuerge- (CAN)
rät LH
(N3/1)

Positionsgeber
(L5)

Schaltgerät EZL
(N1/3)
(CAN)

(CAN) Steuergerät
ABS/ASR
(N30/1)

Tastschalter Tempomat (S40)

Bremspedal

Bremslichtschalter (S9/1)

Drehzahlgeber
(L6/1, L6/4)

Spannungsversorgung
Tastschalter Tempomat
(Sicherung F3)

Diodenmatrix

Drehzahlanhe-bung (V2)

Einschalt-signal zusätzliche Strom-verbraucher

elektrische Leitungen

mechanische Übertragung

E. Funktion Tempomat/Leerlaufregelung
(Motoren 104, 119 im Typ 140)

In dem Steuergerät sind die Funktionen

Leerlaufregelung

Tempomat

integriert.

Mit den Bauteilen der Elektrik/Elektronik werden in Verbindung mit den mechanischen Bauteilen die Regelvorgänge für die Leerlaufregelung und den Tempomat angeführt.

Die elektrisch/elektronischen Bauteile erhalten die notwendige Spannung vom Grundmodul über Klemme 87 ungesichert.

Von folgenden Bauteilen werden Signale in das Steuergerät elektronisches Fahrpedal eingegeben:

Grundmodul

Steuergerät ABS/ASR

Steuergerät LH

Schaltgerät EZL

Stellglied Tempomat/Leerlaufregelung (mit Klappenstutzen)

Bremslichtschalter

Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (nur automatisches Getriebe)

Kupplungspedalschalter (nur mechanisches Getriebe)

Tastschalter Tempomat

Einschaltsignal Kältekompressor

Datenaustausch über den seriellen Datenbus (CAN)

Drehzahlgeber

Im Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung werden die Eingangssignale verarbeitet und überwacht. Mit den Ausgangssignalen werden folgende Bauteile angesteuert:

Stellglied Tempomat/Leerlaufregelung (mit Klappenstutzen)

Steuergerät LH

Schaltgerät EZL

Impulsausgabe (Fehlerspeicher) über Diagnosedose 38polig

Datenaustausch über den seriellen Datenbus (CAN)

Mit Einschalten der Zündung ist die Einrichtung Leerlaufregelung in Funktion. Über das Potentiometer Antrieb wird von dem Steuergerät die Stellung der Drosselklappe für den Leerlauf vorgegeben. Von dem Istwertpotentiometer wird die Stellung der Drosselklappe gemeldet.

Das Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung überprüft die Signale und bestimmt durch das Ausgangssignal die Stellung der Drosselklappe.

Vor dem Starten wird in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur (Signal vom Steuergerät LH über den seriellen Datenbus) die Position der Drosselklappe vorgegeben. Der Verstellbereich der Drosselklappe für die Leerlaufverstellung (d.h. Öffnungswinkel) ist von dem Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung begrenzt.

F. Funktion Leerlaufregelung

Die Leerlaufregelung erfolgt vom Steuergerät elektronisches Fahrpedal bzw. vom Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung. Hierzu werden folgende Informationen verarbeitet:

Motordrehzahl (TNA)

Kühlmitteltemperatur

Geschwindigkeitssignal

Wählhebelstellung automatisches Getriebe

Einschaltsignal Kältekompressor

Kupplungssignal (nur M104 mit mechanischem Getriebe)

Einschaltsignal zusätzliche Stromverbraucher (Diodenmatrix Drehzahlanhebung)

In Abhängigkeit von den angeführten Eingangssignalen wird in der Baugruppe Leerlaufregelung ein Ausgangssignal an die Sollwert-Auswahl gegeben. Sie wertet in Verbindung mit den anderen anliegenden Signalen das Leerlaufsignal aus. Mit den Ausgangssignalen wird der Lageregler und der serielle Datenbus (CAN) angesteuert. Von der Überwachungseinrichtung werden die Signale überprüft und über die Einrichtung Freigabe/Abschaltung die Endstufe angesteuert und damit die Position der Drosselklappe bestimmt.


Zwischen den Steuergeräten elektronisches Fahrpedal bzw. Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung, Steuergerät LH und Schaltgerät EZL findet über den seriellen Datenbus ein Informationsaustausch statt.

Dabei wird vom Steuergerät elektronisches Fahrpedal bzw. Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung die Solldrehzahl vorgegeben.
Liegt eine Regelabweichung vor, so wird von dem Schaltgerät durch Veränderung des Zündzeitpunktes die Leerlaufregelung unterstützt. Der Zündzeitpunkt kann dadurch bis zu ca. 20° in Richtung "spät" verstellt werden.

Außerdem wird durch das Signal von dem Datenbus das Steuergerät LH mit Informationen beaufschlagt. Daraus ermittelt das Steuergerät LH die erforderliche Einspritzzeit.

Bei Leerlaufdrehzahl und stehendem Fahrzeug (Geschwindigkeitssignal=0) erfolgt vom Steuergerät automatisch die Berechnung vom Luftdurchsatz entsprechend dem Betriebszustand des Motors (z. B. Kühlmitteltemperatur, Wählhebelstellung).

Dadurch ist bei allen Betriebsbedingungen optimale Leerlaufstabilität gewährleistet.

Die Leerlaufdrehzahl wird in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur kontinuierlich geregelt (Tabelle dient als Anhaltspunkt).

Kühlmitteltemperatur °C

Fahrstellung ohne Gang
1/min

Fahrstellung mit Gang
1/min

Motor 104

Motor 119

Motor 120

Motor 104

Motor 119

Motor 120

<0

900-1000

800-900

800-1000

800-900

750-850

700-900

>030

900-1000

700-800

750-900

800-900

650-750

650-800

>3040

-

650-700

750-900

-

550-650

650-800

>40

-

650

600-750

-

500

500-650

45

750-850

-

-

650-750

-

-

60

700-800

-

-

600-700

-

-

75

650-700

-

-

550-650

-

-

Die Leerlaufdrehzahlen mit und ohne Gang sind unterschiedlich. Sie werden entsprechend der Wählhebelstellung über das Steuergerät elektronisches Fahrpedal bzw. Steuergerät Tempomat/ Leerlaufregelung bestimmt.

G. Hinweise für Abschleppen, Prüf- und Reparaturarbeiten

Für die Arbeitsposition Leistung und Abgas prüfen ist bei Fahrzeugen mit ABS/ASR folgendes zu beachten:
- Zündung aus.
- An Prüfkupplung (X11/4) Brücke zwi
schen den Buchsen 6 und 1. Dadurch
Steuergerät ABS/ASR im Diagnosemo
dus.
- Zündung ein, Leistung und Abgas prü
fen. Solange der Diagnosemodus akti
viert ist, leuchten die Kontrolleuchten
ABS/ASR.
- Zündung aus. Brücke abziehen.

Steckverbindung Stellglied wasserdicht. Sie darf nur bei den im Prüfprogramm vorgesehenen Prüfarbeiten geöffnet werden.

Reinigungsmittel bzw. Kontaktspray darf bei der Steckverbindung Stellglied nicht verwendet werden.

Steuergerät elektronisches Fahrpedal bzw. Tempomat/Leerlaufregelung ist nicht abgesichert.

Bei Schweißarbeiten mit einem elektrischen Schweißgerät folgende Punkte beachten:

- Minusklemme der Batterie
abklemmen.
- Masseklemme des Schweißgerätes
direkt mit dem zu schweißenden Teil
verbinden.

Ist bei Prüf- und Einstellarbeiten am Motor eine Drehzahlerhöhung notwendig, so muß die Drehzahlerhöhung direkt am Fahrpedal erfolgen. Wird die Drehzahlerhöhung im Motorraum am Reguliergestänge vorgenommen, so erfolgt Notlauf und im Fehlerspeicher wird ein Fehler gespeichert.

Durch den Rechner im Steuergerät wird bei Zündung EIN, stehendem Motor und stehendem Fahrzeug eine Programmierung auf den speziellen Drosselklappenwinkel (Leerlaufstellung) des Motors durchgeführt. Dabei werden die Korrekturgrößen errechnet und neu gespeichert. Ein probeweiser Einbau von Steuergeräten aus anderen Fahrzeugen ist nicht möglich.

Referenzierte Dokumente