30-0010 Elektronisches Fahrpedal, Tempomat/Leerlaufregelung
A. Anordnung der Bauteile
a) Motor 104
N16/1 | Grundmodul GM |
N30/1 | SteuergerätABS/ASR |
X11/4 | Prüfkupplung für Diagnose 38polig (Impulssignal) |
M16/1 | Stellglied elektronisches Fahrpedal EFP |
M16/2 | Stellglied Tempomat/Leerlaufregelung TPM/LLR |
N3/1 | Steuergerät Lufthitzdraht LH |
N4/1 | Steuergerät Elektronisches Fahrpedal EFP |
N4/3 | Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung TPM/LLR |
S16/3 | Startsperr- und Rückfahrlichtschalter, Erkennung Wählhebelstellung (nur bei EFP) |
S29/3 | Leerlaufkontaktschalter (nur bei EFP) |
S40 | Tastschalter Tempomat |
A1p8 | Elektronischer Tachometer |
S9/1 | Bremslichtschalter ASD/ASR |
S16/1 | Startsperr- und Rückfahrlichtschalter |
b) Motor 119
Dargestellt am Typ 140
N16/1 | Grundmodul GM |
N30/1 | SteuergerätABS/ASR |
V2 | Diodenmatrix für Drehzahlanhebung |
X11/4 | Prüfkupplung für Diagnose 38polig (Impulssignal) |
M16/1 | Stellglied elektronisches Fahrpedal EFP |
M16/2 | Stellglied Tempomat/Leerlaufregelung TPM/LLR |
N3/1 | Steuergerät Lufthitzdraht LH |
N4/1 | Steuergerät Elektronisches Fahrpedal EFP |
N4/3 | Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung TPM/LLR |
S16/3 | Startsperr- und Rückfahrlichtschalter, Erkennung Wählhebelstellung (nur bei EFP) |
S29/3 | Leerlaufkontaktschalter (nur bei EFP) |
S40 | Tastschalter Tempomat |
A1p8 | Elektronischer Tachometer |
S9/1 | Bremslichtschalter ASD/ASR |
S16/1 | Startsperr- und Rückfahrlichtschalter |
c) Motor 120
N4/1 | Steuergerät Elektronisches Fahrpedal EFP |
N16/1 | Grundmodul GM |
N30/1 | SteuergerätABS/ASR |
V2 | Diodenmatrix für Drehzahlanhebung |
X11/4 | Prüfkupplung für Diagnose 38polig (Impulssignal) |
M16/3 | Stellglied elektronisches Fahrpedal EFP Zylinderblock links |
M16/4 | Stellglied elektronisches Fahrpedal EFP Zylinderblock rechts |
N3/1 | Steuergerät Lufthitzdraht LH |
S29/3 | Leerlaufkontaktschalter |
S40 | Tastschalter Tempomat |
A1p8 | Elektronischer Tachometer |
S9/1 | Bremslichtschalter ASD/ASR |
S16/3 | Startsperr- und Rückfahrlichtschalter, Erkennung Wählhebelstellung |
B. Blockschaltbild Elektronisches Fahrpedal
a) Motor 104
Fahrfußhebel
Fahrpedal
Bowdenzug
Regulierge-
stänge
Abtriebhebel-Stellglied
Drosselklappe
Leerlaufkontaktschalter (S29/3)
Steuergerät elektronisches
Fahrpedal, Tempomat,
Leerlaufregelung
(N4/1)
Prüfkupplung
(X11/4)
Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (S16/3)
Wählhebel
Temperaturfühler Kühlmittel (B11/2)
Fehlerspeicher
Spannungsversorgung über Zündstartschalter (S2/1)
(CAN)
Grund
modul
(N16/1)
Steuerge- (CAN)
rät LH
(N3/1)
Positionsgeber (L5)
Schaltgerät EZL
(N1/3)
(CAN)
(CAN) Steuergerät
ABS/ASR
(N30/1)
Tastschalter Tempomat (S40)
Bremspedal
Bremslichtschalter (S9/1)
Einschaltsignal
Kältekompressor
Druckschalter Kältekompressor (S31)
Drehzahlgeber
(L6/1, L6/4)
Spannungsversorgung
Tastschalter Tempomat
(Sicherung F3)
Gleich- Sicher- Stellglied Elektronisches Fahrpedal (M16/1)
strom- heits-
motor kontakte
elektrische Leitungen
mechanische Übertragung
b) Motor 119
Fahrfußhebel
Fahrpedal
Bowdenzug
Regulierge-
stänge
Abtriebhebel-Stellglied
Gleich- Sicher- Stellglied elektronisches Fahrpedal (M16/1)
strom- heits-
motor kontakte
Drosselklappe
Leerlaufkontaktschalter
(S29/3)
Steuergerät elektronisches
Fahrpedal, Tempomat,
Leerlaufregelung
(N4/1)
Prüfkupplung (X11/4)
Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (S16/1, S16/3)
Wählhebel
Temperaturfühler Kühlmittel (B11/2)
Fehlerspeicher
Spannungsversorgung über Zündstartschalter (S2/1)
(CAN)
Grund
modul
(N16/1)
Steuerge- (CAN)
rät LH
(N3/1)
Positionsgeber
(L5)
Schaltgerät EZL
(N1/3)
(CAN)
(CAN) Steuergerät
ABS/ASR
(N30/1)
Tastschalter Tempomat (S40)
Bremspedal
Bremslichtschalter (S9/1)
Drehzahlgeber
(L6/1, L6/4)
Spannungsversorgung
Tastschalter Tempomat
Diodenmatrix Drehzahlanhebung (V2)
Typ 140
Einschaltsignal zusätzliche Stromverbraucher
Typ 140
elektrische Leitungen
mechanische Übertragung
Einschaltsignal
Kältekompressor
Typ 124
Druckschalter Kältekompressor
(S31)
Typ 124
c) Motor 120
Fahrfußhebel
Fahrpedal
Bowdenzug
Regulierge-
stänge
Abtriebhebel-Stellglied
Drosselklappe
(Zylinderblock rechts)
Leerlaufkontaktschalter
(S29/3)
Steuergerät EFP, Tempomat,
Leerlaufregelung
(N4/1)
Fehlerspeicher
Drosselklappe
(Zylinderblock links)
Gleich- Sicher- Stellglied EFP
strom- heits- (M16/3)
motor kontakte
Gleich- Stellglied EFP
strom- (M16/4)
motor
Spannungsver-
sorgung über Zündstartschalter
(S2/1)
Prüfkupplung
(X11/4)
Grundmodul
(N16/1)
Startsperr- u. Rückfahrlicht-
schalter (S16/3)
Wählhebel
Diodenmatrix
Drehzahlan-
hebung (V2)
Spannungsversor-
gung Tastschalter
Tempomat (Sicherung F3)
Bremspedal
CAN Steuerge-
rät ABS/ ASR (N30/1)
Bremslichtschalter (S9/1)
Drehzahl-geber (L6/1,
L6/4)
Tastschalter Tempomat (S40)
Serieller Datenbus (CAN)
Steuer- CAN
gerät LH
(N3/3)
Temperaturfühler
Kühlmittel (B11/10)
Steuer- CAN
gerät LH
(N3/2)
Temperaturfühler
Kühlmittel (B11/9)
Schalt- CAN
gerät
EZL
(N1/4)
Schalt- CAN
gerät
EZL
(N1/5)
Positionsge-
ber (L5/4)
Positionsge-
ber (L5/5)
elektrische Leitungen
mechanische Übertragung
Einschaltsignal zusätzliche Stromverbraucher
C. Funktion elektronisches Fahrpedal
a) Allgemeines
Im Steuergerät elektronisches Fahrpedal sind die Funktionen integriert. Von folgenden Bauteilen werden Signale in das Steuergerät elektronisches Fahrpedal eingegeben: Bremslichtschalter Startsperr- und Rückfahrlichtschalter Datenaustausch über den seriellen Datenbus (CAN) Drehzahlgeber Diodenmatrix Drehzahlanhebung (nur bei den Motoren M119 und M120 im Typ 140) | Im Steuergerät elektronisches Fahrpedal werden die Eingangssignale verarbeitet und überwacht. Mit den Ausgangssignalen werden folgende Bauteile angesteuert: Stellglied Elektronisches Fahrpedal (mit Klappenstutzen) Steuergerät ABS/ASR Impulsausgabe (Fehlerspeicher) über Diagnosedose 38polig Datenaustausch über den seriellen Datenbus (CAN) Mit Einschalten der Zündung ist die Einrichtung elektronisches Fahrpedal, sowie die dabei integrierte Leerlaufregelung in Funktion. Über das Sollwertpotentiometer im Stellglied (M16/1, Motor 120: M16/3 Zylinderbank links) erkennt das Steuergerät die Stellung des Fahrpedals. Vom Istwert-Potentiometer im Stellglied wird die Stellung der Drosselklappe gemeldet. Beim Motor 120 wird gleichzeitig auch die Stellung der Drosselklappe vom Istwert-Potentiometer im Stellglied (M16/4, Zylinderbank rechts) an das Steuergerät gemeldet. |
Für die Einrichtung elektronisches Fahrpedal wird über das Sollwertpotentiometer vom Stellglied dem Steuergerät die Stellung des Fahrpedals (Sollwert) gemeldet.
| Tritt bei Gasrücknahme ein Schlupf an den Antriebsrädern auf, so wird dies ebenfalls von dem Steuergerät ABS/ASR erkannt. Insgesamt kann mit der Einrichtung elektronisches Fahrpedal die Drosselklappe zwischen Leerlauf und Vollgas verstellt oder durch ASR in Leerlaufrichtung geschlossen oder durch MSR kurzzeitig leicht geöffnet werden.
|
Merkmale: Verstellung der Drosselklappe erfolgt immer über die elektrisch/elektronische Einrichtung. Geschwindigkeitsregelanlage (Tempomat) ist im Steuergerät elektronisches Fahrpedal enthalten. | Leerlaufregelung ist im Steuergerät elektronisches Fahrpedal enthalten. Bei Ausfall der Elektrik/Elektronik ist ein |
b) Heizdrehzahl
Bei jedem Startvorgang in einem bestimmten Temperaturbereich liegt bei Leerlauf (Leerlauferkennung) und Wählhebelstellung P oder N eine erhöhte Motordrehzahl an (siehe Tabelle).
Motor | Temperatur | Zeit | Drehzahl |
M104 | <+20 °C | ca. 20 Sekunden | 1100100/min |
M119 | +20 °C - +30 °C | ca. 20 Sekunden | 1000100/min |
M120 | +20 °C - +30 °C | ca. 25 Sekunden | + 100 850 - 50 |
Diagramm gilt für 20 °C Kühlmitteltemperatur (simuliert) und Wählhebelstellung P/N.
Dargestellt am Motor 119 im Typ 140
700
1000
n
1/min
ca. 20
t
600
s
800
1100
900
Start
c) Drehzahlanhebung/Drehzahlstabilisierung
Motor 104 und Motor 119 im Typ 124 haben bei Fahrzeugen mit Kältekompressor eine Drehzahlstabilisierung für den Kältekompressor. Motor 119 im Typ 140 und Motor 120 haben eine Diodenmatrix Drehzahlanhebung für verschiedene Verbraucher (z. B. Kältekompressor, Sitzheizung, heizbare Heckscheibe). | Drehzahlstabilisierung bei Motoren mit Kältekompressor Beim Einschalten des Kältekompressors liegt am Steuergerät elektronisches Fahrpedal bzw. beim Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung Spannung an. Hierbei wird das Einschaltsignal über das Grundmodul (ca. 350 ms) in das Steuergerät elektronisches Fahrpedal Tempomat/ Leerlaufregelung gegeben.Das Steuergerät verarbeitet die anliegende Spannung und gibt ein entsprechendes Signal an die Sollwertauswahl. Der Öffnungsquerschnitt wird größer, bevor der Kältekompressor zuschaltet, so daß dabei die Leerlaufdrehzahl annähernd konstant bleibt. |
Diodenmatrix Drehzahlanhebung
Beim Einschalten von zusätzlichen Stromverbrauchern wird das Einschaltsignal auch an die Diodenmatrix Drehzahlanhebung gemeldet. Das Signal wird dann an das Steuergerät elektronisches Fahrpedal weitergeleitet. In der Baugruppe Leerlaufregelung wird dieses Signal ausgewertet. Wirksam ist das Signal für die Leerlaufdrehzahlanhebung nur, wenn keine Leerlauferkennung vom Sollwertpotentiometer vorliegt und eine vorgegebene Solldrehzahl überschritten wurde. Beim nächsten Fahrzeugstop liegt dann eine etwas erhöhte Leerlaufdrehzahl an. Die Aufhebung der Drehzahlanhebung erfolgt nur dann, wenn das Eingangssignal von der Diodenmatrix nicht mehr vorliegt und keine Leerlauferkennung erkannt wird. Die Drehzahlanhebung ist nicht aktiv bei Wählhebelstellung P und N.
D. Blockschaltbild Tempomat/Leerlaufregelung
a) Motor 104
Fahrfußhebel
Fahrpedal
Bowdenzug(M16/2)
Regulierge-
stänge
Abtriebhebel-Stellglied
Gleich- Sicher- Tempomat/Leerlaufregelung
strom- heits- (M16/2)
motor kontakte
Drosselklappe
Steuergerät Tempomat/
Leerlaufregelung
(N4/3)
Prüfkupplung (X11/4)
Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (S16/1) automatischesGetriebe
Wählhebel
Temperaturfühler Kühlmittel (B11/2)
Fehlerspeicher
Spannungsversorgung über Zündstartschalter (S2/1)
(CAN)
Grund
modul
(N16/1)
Steuerge- (CAN)
rät LH
(N3/1)
Positionsgeber
(L5)
Schaltgerät EZL
(N1/3)
(CAN)
(CAN) Steuergerät
ABS/ASR
(N30/1)
Tastschalter Tempomat (S40)
Bremspedal
Bremslichtschalter (S9/1)
Einschaltsignal
Kältekompressor
Druckschalter Kältekompressor
(S31)
Drehzahlgeber
(L6/1, L6/4)
Spannungsversorgung
Tastschalter Tempomat
(Sicherung F3)
Schalter Kupplungspedal Tempomat (S40/1) (mech. Getriebe)
elektrische Leitungen
mechanische Übertragung
b) Motor 119 mit Typ 140
Fahrfußhebel
Fahrpedal
Bowdenzug
Regulierge-
stänge
Abtriebhebel-Stellglied
Gleich- Sicher- Stellglied Tempomat/Leerlauf-
strom- heits- regelung (M16/2)
motor kontakte
Drosselklappe
Steuergerät Tempomat/
Leerlaufregelung
(N4/3)
Prüfkupplung (X11/4)
Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (S16/1) automatischesGetriebe
Wählhebel
Temperaturfühler Kühlmittel (B11/2)
Fehlerspeicher
Spannungsversorgung über Zündstartschalter (S2/1)
(CAN)
Grund
modul
(N16/1)
Steuerge- (CAN)
rät LH
(N3/1)
Positionsgeber
(L5)
Schaltgerät EZL
(N1/3)
(CAN)
(CAN) Steuergerät
ABS/ASR
(N30/1)
Tastschalter Tempomat (S40)
Bremspedal
Bremslichtschalter (S9/1)
Drehzahlgeber
(L6/1, L6/4)
Spannungsversorgung
Tastschalter Tempomat
(Sicherung F3)
Diodenmatrix
Drehzahlanhe-bung (V2)
Einschalt-signal zusätzliche Strom-verbraucher
elektrische Leitungen
mechanische Übertragung
E. Funktion Tempomat/Leerlaufregelung
(Motoren 104, 119 im Typ 140)
In dem Steuergerät sind die Funktionen Leerlaufregelung Tempomat integriert. Mit den Bauteilen der Elektrik/Elektronik werden in Verbindung mit den mechanischen Bauteilen die Regelvorgänge für die Leerlaufregelung und den Tempomat angeführt. Die elektrisch/elektronischen Bauteile erhalten die notwendige Spannung vom Grundmodul über Klemme 87 ungesichert. Von folgenden Bauteilen werden Signale in das Steuergerät elektronisches Fahrpedal eingegeben: Grundmodul Steuergerät ABS/ASR Steuergerät LH Schaltgerät EZL Stellglied Tempomat/Leerlaufregelung (mit Klappenstutzen) Bremslichtschalter Startsperr- und Rückfahrlichtschalter (nur automatisches Getriebe) Kupplungspedalschalter (nur mechanisches Getriebe) Tastschalter Tempomat Einschaltsignal Kältekompressor Datenaustausch über den seriellen Datenbus (CAN) Drehzahlgeber | Im Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung werden die Eingangssignale verarbeitet und überwacht. Mit den Ausgangssignalen werden folgende Bauteile angesteuert: Stellglied Tempomat/Leerlaufregelung (mit Klappenstutzen) Steuergerät LH Schaltgerät EZL Impulsausgabe (Fehlerspeicher) über Diagnosedose 38polig Datenaustausch über den seriellen Datenbus (CAN) Mit Einschalten der Zündung ist die Einrichtung Leerlaufregelung in Funktion. Über das Potentiometer Antrieb wird von dem Steuergerät die Stellung der Drosselklappe für den Leerlauf vorgegeben. Von dem Istwertpotentiometer wird die Stellung der Drosselklappe gemeldet. Das Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung überprüft die Signale und bestimmt durch das Ausgangssignal die Stellung der Drosselklappe. Vor dem Starten wird in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur (Signal vom Steuergerät LH über den seriellen Datenbus) die Position der Drosselklappe vorgegeben. Der Verstellbereich der Drosselklappe für die Leerlaufverstellung (d.h. Öffnungswinkel) ist von dem Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung begrenzt. |
F. Funktion Leerlaufregelung
Die Leerlaufregelung erfolgt vom Steuergerät elektronisches Fahrpedal bzw. vom Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung. Hierzu werden folgende Informationen verarbeitet: Kühlmitteltemperatur Geschwindigkeitssignal Wählhebelstellung automatisches Getriebe Einschaltsignal Kältekompressor Kupplungssignal (nur M104 mit mechanischem Getriebe) Einschaltsignal zusätzliche Stromverbraucher (Diodenmatrix Drehzahlanhebung) In Abhängigkeit von den angeführten Eingangssignalen wird in der Baugruppe Leerlaufregelung ein Ausgangssignal an die Sollwert-Auswahl gegeben. Sie wertet in Verbindung mit den anderen anliegenden Signalen das Leerlaufsignal aus. Mit den Ausgangssignalen wird der Lageregler und der serielle Datenbus (CAN) angesteuert. Von der Überwachungseinrichtung werden die Signale überprüft und über die Einrichtung Freigabe/Abschaltung die Endstufe angesteuert und damit die Position der Drosselklappe bestimmt.
| Dabei wird vom Steuergerät elektronisches Fahrpedal bzw. Steuergerät Tempomat/Leerlaufregelung die Solldrehzahl vorgegeben. Außerdem wird durch das Signal von dem Datenbus das Steuergerät LH mit Informationen beaufschlagt. Daraus ermittelt das Steuergerät LH die erforderliche Einspritzzeit. Bei Leerlaufdrehzahl und stehendem Fahrzeug (Geschwindigkeitssignal=0) erfolgt vom Steuergerät automatisch die Berechnung vom Luftdurchsatz entsprechend dem Betriebszustand des Motors (z. B. Kühlmitteltemperatur, Wählhebelstellung). Dadurch ist bei allen Betriebsbedingungen optimale Leerlaufstabilität gewährleistet. Die Leerlaufdrehzahl wird in Abhängigkeit von der Kühlmitteltemperatur kontinuierlich geregelt (Tabelle dient als Anhaltspunkt). |
Kühlmitteltemperatur °C | Fahrstellung ohne Gang | Fahrstellung mit Gang | ||||
Motor 104 | Motor 119 | Motor 120 | Motor 104 | Motor 119 | Motor 120 | |
<0 | 900-1000 | 800-900 | 800-1000 | 800-900 | 750-850 | 700-900 |
>030 | 900-1000 | 700-800 | 750-900 | 800-900 | 650-750 | 650-800 |
>3040 | - | 650-700 | 750-900 | - | 550-650 | 650-800 |
>40 | - | 650 | 600-750 | - | 500 | 500-650 |
45 | 750-850 | - | - | 650-750 | - | - |
60 | 700-800 | - | - | 600-700 | - | - |
75 | 650-700 | - | - | 550-650 | - | - |
Die Leerlaufdrehzahlen mit und ohne Gang sind unterschiedlich. Sie werden entsprechend der Wählhebelstellung über das Steuergerät elektronisches Fahrpedal bzw. Steuergerät Tempomat/ Leerlaufregelung bestimmt.
G. Hinweise für Abschleppen, Prüf- und Reparaturarbeiten
Für die Arbeitsposition Leistung und Abgas prüfen ist bei Fahrzeugen mit ABS/ASR folgendes zu beachten: Steckverbindung Stellglied wasserdicht. Sie darf nur bei den im Prüfprogramm vorgesehenen Prüfarbeiten geöffnet werden. Reinigungsmittel bzw. Kontaktspray darf bei der Steckverbindung Stellglied nicht verwendet werden. Steuergerät elektronisches Fahrpedal bzw. Tempomat/Leerlaufregelung ist nicht abgesichert. | Bei Schweißarbeiten mit einem elektrischen Schweißgerät folgende Punkte beachten: - Minusklemme der Batterie Ist bei Prüf- und Einstellarbeiten am Motor eine Drehzahlerhöhung notwendig, so muß die Drehzahlerhöhung direkt am Fahrpedal erfolgen. Wird die Drehzahlerhöhung im Motorraum am Reguliergestänge vorgenommen, so erfolgt Notlauf und im Fehlerspeicher wird ein Fehler gespeichert. |
Referenzierte Dokumente
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