27.7-010 Ölstandskontrolle
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Öltemperaturen
Normaler Betrieb | 80 - 105°C |
KÜ geschlossen | max 120°C |
Wandlerbetrieb | max 135°C 1) |
Retarderbetrieb | max 165°C 1) |
1) Diese Temperaturen dürfen nur kurzzeitig gefahren werden.
Hinweis:
Ein Ölmeßstab, der in einem Einfüllrohr ohne Entlüftungsbohrung sitzt, kann beim Herausziehen Öl im Einfüllrohr hochsaugen, was zu einer falschen Ölstandsmessung führt.
Wenn das Ablesen des Ölmeßstabes unbeständige Resultate ergibt, ist der Getriebeentlüfter bzw. die Entlüftung des Öleinfüllrohres zu prüfen.
A Hoher Ölstand
Zuviel Getriebeöl muß abgelassen bzw. abgesaugt werden, da sonst die Planetenradsätze unnötig Panscharbeit leisten und das Öl aufgeschäumt und mit Luft durchsetzt wird. Daraus können Überhitzung des Getriebes und unregelmäßige Umschaltungen resultieren. Die Vermischung des Getriebeöls mit Luft verursacht Viskositätsverlust und verfärbt das Öl zu einer milchigen Flüssigkeit.
Eine weitere Ursache von Lufteintritt ins Ge-triebeöl kann ein defekter oder fehlender O -Ring am Filterrohr sein.
Während der Ölstandskontrolle bzw. Ölauf-füllung muß auf Sauberkeit geachtet werden. Die Außenflächen des Füllrohres säubern, be-vor der Ölmeßstab herausgezogen wird.
B Niedriger Ölstand
Bei zu niedrigem Ölstand ist keine optimale Leistungsabgabe mehr gewährleistet. Der Ölfilter wird dabei nicht vollkommen mit Öl bedeckt. Luft wird von der Ölpumpe angesaugt und zu den Kupplungen und dem Wandler geleitet, wodurch unregelmäßige Umschaltungen und Geräusche im Wandler verursacht werden. Das Öl wird dadurch aufgeschäumt und führt bei der Ölstandskontrolle zu einem falschen Ergebnis. Motor abstellen und ca. 2 Minuten warten bis das Öl entschäumt ist. Öl nachfüllen und Ölstand kontrollieren.
Ölstandskontrolle
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1 Ölstand bei waagrecht stehendem Fahrzeug und laufendem Motor prüfen.
1.1 Kaltes Getriebe (20-30°C)
Das Öl muß zwischen der unteren und der oberen Marke am Ölmeßstab im Kaltmeßbereich (2) stehen.
1.2 Warmes Getriebe (70-90°C)
Das Öl muß zwischen der unteren und der oberen Marke am Ölmeßstab im Warmmeßbereich (1) stehen.
2 Fehlende Ölmenge über das Ölmeßstabführungsrohr bzw. den Öleinfüllstutzen bei laufendem Motor nachfüllen.
Einfülltrichter 720 589 00 63 00 verwenden.
3 Zuviel Öl muß unbedingt abgelassen bzw. abgesaugt werden.
Spritze 112 589 00 72 00 verwenden.
Hinweis:
Auf peinlichste Sauberkeit achten. Zum Abwischen des Ölmeßstabes keine Wollstoffe (Fusseln) verwenden. Öl nur durch ein feinmaschiges Sieb nachfüllen. Schon die geringste Verunreinigung kann zu Betriebstörungen führen.
Nicht über obere Marke nachfüllen.
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