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0050 - Kupplung aus-, einbauen und prüfen Typ 107, 114, 115, 116, 123, 124, 126, 201

Typ ra · Thema 25.10 · Version 9429 · 1994-07-17

Gültig für:

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 25 Kupplung › 25.10 Kupplung — Baureihe 124 (Baumuster 00*, 01*, 02*, 030, 031, 032, 04*, 05*, 06*, 07*, 08*, 09*, 10*, 12*, 18*, 193, 2**, 3**) · Baureihe 126 (Baumuster 02*) · Baureihe 201

25-050 Kupplung aus-, einbauen und prüfen

0050 - Kupplung aus-, einbauen und prüfen                                       
	Typ 107, 114, 115, 116, 123, 124, 126, 201

P25-5000-53

Mechanisches Getriebe

aus-, einbauen.

Fahrzeuge ohne 4MATIC (AR 26.10-0020A)

Fahrzeuge mit 4MATIC (AR 26.10-0020B)

Innensechskantschrauben (5)

nacheinander jeweils nur um 1 bis 1 1/2 Umdrehungen lösen bis Druckplatte entspannt ist. Beim Einbau gleich vorgehen, 25 Nm.

Ziffer 7 beachten.

Druckplatte (2)

mit Kupplungsscheibe (1) abnehmen, auf Brandrisse, Riefen und Verschleiß prüfen.

Kupplungsscheibe (1)

auf Beschädigungen und Verschleiß prüfen, Neuzustand 3,6 bis 4,0 mm Belagstärke, Verschleißgrenze 2,6 bis 3,0 mm Belagstärke, zentrieren mit Zentrierwerkzeug

000 589 47 31 00.

Drucklager (3) und Ausrückgabel (4)

abziehen, auf Geräusche und Verschleiß prüfen.

Einbauhinweis

Ziffer 10 und 11 beachten.

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	Typ 107, 114, 115, 116, 123, 124, 126, 201

Sonderwerkzeug

000 589 47 31 00

Schmiermittel

Langzeitschmiermittel

siehe Betriebsstoff-Vorschriften Blatt 266.2

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	Typ 107, 114, 115, 116, 123, 124, 126, 201

P25-5010-13

Aus-, Einbauen

1 Getriebe ausbauen.

Fahrzeuge ohne 4MATIC (AR 26.10-0020A).

Fahrzeuge mit 4MATIC (AR 26.10-0020B).

2 Befestigungsschrauben der Kupplungsdruckplatte nacheinander so lange um jeweils

1 bis 1 1/2 Umdrehungen lösen, bis die Druck-platte entspannt ist.

Hinweis

Ein sofortiges, gänzliches Lösen bzw. Festziehen der einzelnen Befestigungsschrauben kann zu Schäden an der Tellerfeder führen.

3 Befestigungsschrauben ganz herausschrauben und Kupplungsdruckplatte mit Kupplungsscheibe abnehmen.

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	Typ 107, 114, 115, 116, 123, 124, 126, 201

P25-5011-13

Einbauhinweis

Kupplungsscheibe mit dem Zentrierdorn zum Rillenkugellager in der Kurbelwelle zentrieren, danach Kupplungsdruckplatte ansetzen und die Befestigungsschrauben nacheinander so lange um jeweils 1 bis 1 1/2 Umdrehungen anziehen bis die Druckplatte festgezogen ist. Anziehdrehmoment 25 Nm.

Anschließend Zentrierwerkzeug entfernen.

Zentrierwerkzeug 000 589 47 31 00.

Beim Montieren ist darauf zu achten, daß die Kupplungsdruckplatte gleichmäßig und gratfrei in den Einpaß am Schwungrad eingezogen wird.

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P25-5005-13

4 Membranfeder auf Risse überprüfen (Pfeil).

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	Typ 107, 114, 115, 116, 123, 124, 126, 201

P25-5004-13

5 Zungen der Membranfeder auf Verschleiß und gleichmäßige Höhe prüfen (Pfeile).

Schwungrad auf Brandrisse und Riefen prüfen.

Kupplungsdruckplatte und Schwungrad mit grober Schmirgelleinwand abziehen.

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P25-5012-13

Seit Juni 1978 wird bei sämtlichen Fahrzeugen ein selbstzentrierendes Ausrücklager zusammen mit einer Kupplungsdruckplatte ohne Anlaufring eingebaut.

1. Ausführung

Kupplungsdruckplatte mit Anlaufring und Ausrücklager

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P25-5013-13

2. Ausführung

Kupplungsdruckplatte ohne Anlaufring und selbstzentrierendes Ausrücklager

6 Bei einer Kupplungsdruckplatte ohne Anlaufring muß ein selbstzentrierendes Ausrücklager montiert werden, ebenso ist bei einer Kupplungsdruckplatte mit Anlaufring nur das bisherige Ausrücklager zu verwenden.

Im Reparaturfall kann ein selbstzentrierendes Ausrücklager für eine Kupplungsdruckplatte mit Anlaufring verwendet werden, in diesem Fall muß der Anlaufring wie folgt entfernt werden:

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P25-5014-13

Kupplungsdruckplatte auf eine Unterlage mit

ca. 60 mm und 80 mm Höhe legen, den Anlaufring mit einem Durchschlag an zwei Stellen aufsprengen und abnehmen.

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P25-5015-13

Blechring mit einer Zange aufbiegen und herausnehmen.

Zungen der Membranfeder auf Verschleiß und gleichmäßige Höhe prüfen, ggf. mit einer Zange ausrichten.

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	Typ 107, 114, 115, 116, 123, 124, 126, 201

P25-2012-13

7 Wird im Reparaturfall eine Kupplungsdruckplatte mit einfachem Steg (B) anstelle einer Kupplungsdruckplatte mit doppeltem Steg (A) eingebaut, so müssen Innensechskantschrauben M822 verwendet werden, da es sonst zu Trennschwierigkeiten der Kupplung kommen kann.

0050 - Kupplung aus-, einbauen und prüfen                                       
	Typ 107, 114, 115, 116, 123, 124, 126, 201

P25-5016-13

8 Kupplungsscheibe auf Verölung, Verfettung mechanische Beschädigung, Belagrisse und Belagstärke prüfen. Kupplungsscheibe schonend behandeln um ein Verbiegen (Seitenschlag) zu vermeiden.

Belagstärke neu 3,6 bis 4,0 mm je Belagseite

Mindeststärke 2,6 bis 3,0 mm je Belagseite


9 Anschlagbolzen, Federfenster, Torsionsfedern und Nabe auf Verschleiß- und Einlaufspuren prüfen (Pfeile).

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P25-5017-13

10 Ausrücklager vom Lagerrohr am vorderen Getriebedeckel abnehmen und auf Laufruhe überprüfen.

Einbauhinweis

Ausrücklager (1) auf das Lagerrohr am vorderen Getriebedeckel aufschieben und so lange drehen, bis es mit den seitlichen Anfräsungen in die Gabel (2) einschnappt.

0050 - Kupplung aus-, einbauen und prüfen                                       
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P25-5018-13

11 Ausrückgabel (2) in Pfeilrichtung A bewegen und dann in Pfeilrichtung B vom Kugelbolzen (3) am Kupplungsgehäuse abziehen und abnehmen.

Einbauhinweis

Das Aufschieben der Ausrückgabel erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, ferner muß das Lagerrohr am vorderen Getriebedeckel, Kugelbolzen (3) am Kupplungsgehäuse, der Stangenkopf des Geberzylinders und alle Stellen an der Ausrückgabel (2)., die mit dem Ausrücklager (1) in Berührung kommen, mit einem Langzeit-Schmierfett sorgfältig eingefettet werden.

12 Verzahnung der Antriebswelle nur dünnmit Langzeit-Schmierfett versehen. Ein zu dicker Auftrag kann durch ein Anfetten des Kupplungsbelages zu Kupplungsrupfen führen.

Hinweis

Die Nabenverzahnung der Kupplungsscheibe für das Zweimassenschwungrad ist vernickelt. Einfetten der Verzahnung der Antriebswelle ist deshalb nicht erforderlich.

Nach Einbau Funktionsprüfung

Kupplung bei laufendem Motor durch Einlegen des Rückwärtsganges auf Freigang prüfen.

Hierbei muß berücksichtigt werden, daß eine einwandfreie Kupplungsscheibe bei Leerlaufdrehzahl und betriebswarmem Getriebeöl nach dem Auskuppeln etwas Zeit bis zum Stehenbleiben benötigt. Jedes vorzeitige Einlegen des Rückwärtsganges ruft deshalb zwangsläufig Zahngeräusche hervor. Beim Getriebe mit Rückwärtsgang-Synchronisierung sind keine Zahngeräusche hörbar, wenn der Rückwärtsgang bei stehendem Fahrzeug geschaltet wird.

Funktion der Betätigung sowie Dichtheit des Systems prüfen.

Referenzierte Dokumente