ra05001042160x

2160 - Nockenwellen-Versteller, Funktion Motor 104

Typ ra · Thema 05.20 · Version 9606 · 1996-02-06

Gültig für:

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 05 Motorsteuerung › 05.20 Nockenwelle, Nockenwellenverstellung

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 104 94*, 104 98*, 104 990, 104 991, 104 992, 104 994, 104 995

05-2160 Nockenwellen-Versteller, Funktion

2160 - Nockenwellen-Versteller, Funktion                                        
	Motor 104

P05-5401-59

15

Kombischraube (siehe 05-2180)

15a

Bundschraube (siehe 05-2180)

16

Flanschwelle (1. Ausführung: d mit Ansenkung)

(2. Ausführung: d ohne Ansen-
kung)

17

Druckfeder

18

Steuerkolben

19

Sicherungsring 18 x 1

20

Verschlußdeckel A18 Ölbohrung

21

Zylinderstift in Nockenwelle

22

Nockenwelle Einlaß
(Maß e siehe 05-2180)

1

Schraube M6 x 18

2

Stellmagnet mit 2poligem Stecker

3

Schraube

4

Anker

5

Spannhülse 3 x 22 im Anker

6

Mutter M20 x 1,5 SW30

7

Deckel vorn

8

Dichtring

9

Positionsgeber Zündschaltgerät

10

Kombischraube M6 x 16

11

Dichtring

12

Deckel mit Ring

13

Nockenwellenrad mit Positionszeiger (b)

14

Stellkolben (1. Ausführung: Maß c=25,45 mm)

(2. Ausführung: Maß c=25,9 mm)

Funktion

Der Nockenwellen-Versteller verdreht bei laufendem Motor die Einlaßnockenwelle zum Nokkenwellenrad hydraulisch/mechanisch um 34° (29°)1) (Motor 104.98) bzw. 32° (Motor 104.99) Kurbelwinkel nach Stellungen "früh" und zurück in Stellung "spät". Die Ansteuerung erfolgt elektromagnetisch durch das Steuergerät KE bzw. LH. Die Verstellzeit von ca. 1 Sekunde ist abhängig vom Motoröldruck am Nockenwellen-Versteller und der Ölviskosität bzw. der Öltemperatur. Der Positionszeiger am Nockenwellenrad (13) gibt die Nockenwellendrehzahl an den Positionsgeber (9) als Eingabeparameter für das Zündschaltgerät bzw. beim Motor 104.99 für das Steuergerät LH.

1) Ab ca. 04/91 außer

Motor abgestellt ("spät")

Durch die Druckfeder (17) wird der Steuerkolben (18) gegen den Sicherungsring (19) gedrückt. Der Motoröldruck im Nockenwellen-Versteller ist abgebaut.

von 0 bis 1000 2000/min ("spät")

Das in Motordrehrichtung wirkende Drehmoment des innen schrägverzahnten Nockenwellenrades (13), drückt durch die Schraubwirkung den aussenschrägverzahnten Stellkolben (14) an den Deckel (12). Dadurch hält der auch innen schrägverzahnte Stellkolben (14) die außen schrägverzahnte Flanschwelle (16) mit der angeschraubten Nockenwelle (22) in Stellung "spät". Die Druckfeder (17) drückt den Steuerkolben (18) gegen den Sicherungsring (19). Das Motoröl fließt über

2 Schrägbohrungen im Nockenwellenflansch und in der Flanschwelle (16) in den Arbeitsraum (A) und hält mit dem anfallenden Motoröldruck den Stellkolben (14) zusätzlich in Stellung "spät".
Lecköl fließt über Steuer- und Stellkolbenlauffläche, durch die Steuerkolbenbohrung und

2 Bohrungen (23) im Nockenwellenflansch ab.

2160 - Nockenwellen-Versteller, Funktion                                        
	Motor 104

Stellung "spät"
Stellmagnet (Y49) ohne Strom.
Steuerkolben (18) am Anschlag hinten.
Stellkolben (14) am Anschlag vorne. Öldruck im Arbeitsraum (A).






A Arbeitsraum

12 Deckel mit Ring

13 Nockenwellenrad

14 Stellkolben

16 Flanschwelle

17 Druckfeder

18 Steuerkolben

19 Sicherungsring 18 x 1

22 Nockenwelle

23 Ölablaufbohrung

Y49 Stellmagnet mit 2 poligem
Stecker

Ab 1000 2000 bis 5000/min ("früh")

Der Steuerkolben (18) wird vom Stellmagnet (Y49) entgegen der Druckfeder (17) bis zum Anschlag in der Flanschwelle (16) nach vorn gezogen.

Der Steuerkolben (18) verschließt den Ölzulauf zum Arbeitsraum "A" und gibt gleichzeitig den Ölzulauf zum Arbeitsraum "B", über je 2 Bohrungen in der Flanschwelle (16) und dem Stellkolben (14), frei. Der Motoröldruck bewegt den Stellkolben (14) bis zum Anschlag an die Flanschwelle (16).

Durch die axiale Bewegung des Stellkolbens (14) wird die an der Flanschwelle (16) angeschraubte Nockenwelle (22) in Stellung "früh" verdreht. Die Verdrehung erfolgt durch die Wirkung der Schrägverzahnungen am Nockenwellenrad (13), Stellkolben (14) und

Flanschwelle (16).

Das Motoröl im Arbeitsraum "A" fließt, gleichzeitig vom Stellkolben (14) gedrückt, über

Flanschwelle (16) und

2 Bohrungen (23) im Nockenwellenflansch ab.

2160 - Nockenwellen-Versteller, Funktion                                        
	Motor 104

Stellung "früh"

Stellmagnet (Y49) mit Strom.

Steuerkolben (18) am Anschlag vorne.
Stellkolben (14) am Anschlag hinten. Öldruck im Arbeitsraum (B).





A Arbeitsraum

B Arbeitsraum

12 Deckel mit Ring

13 Nockenwellenrad

14 Stellkolben

16 Flanschwelle

17 Druckfeder

18 Steuerkolben

19 Sicherungsring 18 x 1

22 Nockenwelle

23 Ölablaufbohrung

Y49 Stellmagnet mit 2poligem
Stecker

Ab 5000/min ("spät")

Der Stellmagnet (Y49) ist ohne Spannung und gibt den Steuerkolben frei. Durch die Druckfeder (17) wird der Steuerkolben (18) gegen den Sicherungsring (19) gedrückt. Der Ölzulauf zum Arbeitsraum "B", wird verschlossen und zum Arbeitsraum "A", über 2 Bohrungen in der Flanschwelle (16), freigegeben. Durch den Motoröldruck wird der Steuerkolben (18) bis zum Deckel (12) bewegt.

Diese axiale Bewegung des Stellkolbens (14) verdreht die an der Flanschwelle (16) angeschraubte Nockenwelle (22) in Stellung "spät".





Die Verdrehung erfolgt durch die Schraubwirkung der Schrägverzahnung an Nockenwellenrad (13), Stellkolben (14) und Flanschwelle (16). Das Motoröl im Arbeitsraum (B) fließt gleichzeitig vom Stellkolben (14) gedrückt, über je 2 Bohrungen in Stellkolben (14), Flanschwelle (16) und Steuerkolben (18) durch den Steuerkolben (18) und 2 Bohrungen im Nockenwellenflansch (23) ab.

Lecköl fließt über Steuer- und Stellkolbenlaufflächen durch die Steuerkolbenbohrung und

2 Bohrungen im Nockenwellenflansch (23) ab.






Referenzierte Dokumente