03-3180 Kurbelwelle prüfen und instand setzen
Arbeits-Nr. der Arbeitstexte und Arbeitswerte bzw. Standardtexte und Richtzeiten |
Daten in mm
Kurbelwellen-Normalmaß und Reparaturstufen | Kurbelwellenlagerzapfen- | Pleuellagerzapfen- | Pleuellager-Zapfenbreite |
Normalmaß | 57,950 57,965 | 47,955 47,965 |
27,958 28,042 |
Normalmaß I | 57,935 57,950 | 47,935 47,955 | |
1. Reparaturstufe | 57,705 57,715 | 47,705 47,715 | bis 28,30 |
2. Reparaturstufe | 57,455 57,465 | 47,455 47,465 | |
3. Reparaturstufe | 57,205 57,215 | 47,205 47,215 | |
4. Reparaturstufe | 56,955 56,965 | 46,955 46,965 | |
1) Kurbelwellen-Zapfenbreite außer am Paßlager 23,95-24,04
Daten in mm
Zulässige Unrundheit der Kurbelwellen- und Pleuellagerzapfen | 0,002 |
Zulässige Konizität | Pleuellagerzapfen | 0,01 |
Kurbelwellenlagerzapfen | 0,01 | |
Zulässige Planlaufabweichung des Paßlagers | 0,02 |
Übergangsradien an den | Kurbelwellenlagerzapfen | 1,9 - 2,1 |
Pleuellagerzapfen | 2,5 - 2,8 | |
Lagerzapfen geschliffen und feingeläppt, Rauhtiefe Rz max (mm) | 0,15 |
Kurbelwellenzapfen- vorne | 31,98 - 32,00 |
Zulässige Abweichung des vorderen Kurbelwellenzapfens vom Rundlauf 2) 3) | 0,03 |
Laufflächen- für den Radialdichtring hinten | 92,874 - 92,928 |
Zulässige Abweichung des hinteren Kurbelwellenflansches | vom Rundlauf 2) | 0,03 |
vom Planlauf 2) | 0,012 | |
2) Bei Auflage der Kurbelwelle auf den Kurbelwellenlagerzapfen 1 und 7 und einer vollen Drehung.
3) Falls Messung bei eingebauter Kurbelwelle erfolgt, ist das Radiallagerspiel durch Andrücken des Kurbelwellenzapfens auszuschalten.
Zulässige Abweichung der Kurbelwellenlagerzapfen vom Rundlauf 2) | Zapfen 2, 6 | 0,07 |
Zapfen 3, 4, 5 | 0,10 | |
Skleroskophärte der Kurbelwellen- und Pleuellagerzapfen | Neuwert | 74 - 84 |
Grenzwert | 60 4) | |
Zulässige Unwucht der Kurbelwelle bei Lagerung in Zapfen 2 und 6 | 100 gmm 5) |
2) Bei Auflage der Kurbelwelle auf den Kurbelwellenlagerzapfen 1 und 7 und einer vollen Drehung.
3) Falls Messung bei eingebauter Kurbelwelle erfolgt, ist das Radiallagerspiel durch Andrücken des Kurbelwellenzapfens auszuschalten.
4) Der Grenzwert muß mindestens an 2/3 des Zapfenumfanges vorhanden sein.
5) Bezogen auf 1. und 12. Ausgleichgewicht bei 550 u/min.
Hinweis
Max. Verschleißgrenze der Kurbelwellen- und Pleuellagerzapfen 0,02 mm. Die in der Tabelle aufgeführten Reparaturstufen sind genau einzuhalten. Beim Nachschleifen müssen die Übergangsradien an den Kurbel- und Pleuellagerzapfen unbedingt eingehalten werden.
An Pleuel- und Kurbelwellenlager sind alle Radien induktiv randschichtgehärtet, außer an Kurbelwellen bis 08/1992 ohne Radienhärtung (Kennzeichnung mit der Endung 0601 an der
2. Kurbelwellenwange) am 2., 3., 4., 5. und 6. Kurbelwellenlager.
Die Lauffläche für den hinteren Radialdichtring ist ca. 1 - 2 mm tief induktiv gehärtet.
Sonderwerkzeug
000 589 20 21 00
Hinweis
Beim Prüfen und Instandsetzen von Kurbel-
wellen ist in Reihenfolge des nachstehenden Diagramms vorzugehen.
A. Prüfen, Schleifen
Sichtprüfung
Starke Beschädigungen
Verschrotten
Ja
Nein
Rißprüfung 1)
Risse vorhanden
Verschrotten
Ja
Nein
Härteprüfung 1)
Alle Lagerzapfen
Skleroskophärte mindestens 60 Skalenwerte an 2/3 des Zapfenumfanges
Ja
Nein
siehe Härten (Abschnitt B)
Zapfen messen
Stimmen Maße
Ja
Nein
Prüfen ob Schleifen innerhalb der vorgeschriebenen Reparaturstufen noch möglich ist.
Verschrotten
Ja
Nein
Kurbelwelle schleifen
Rißprüfung
Risse vorhanden
Ja
Nein
Verschrotten
Läppen
Maßkontrolle
Maße stimmen
Ja
Nein
siehe Prüfen/Schleifen
Ende der Prüfung
Kurbelwelle komplettieren
B. Härten
Prüfen, ob Schleifen innerhalb der vorgeschriebenen Reparaturstufen noch möglich ist.
Ja
Nein
Verschrotten
Induktionshärtung
Anlage vorhanden
Ja
Nein
Verschrotten
Induktionshärten
Härte durch Ätzen prüfen 1)
Kurbelwelle, bei 80 °C, 2 Stunden entspannen
Rundlauf prüfen, Maße stimmen?
Ja
Nein
Bei Kurbelwellen-Lagerzapfen mit Radienhärtung, Biegerichten nicht erlaubt
Siehe Kurbelwelle Schleifen (Abschnitt A)
Erläuterungen zum Diagramm
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Rißprüfung
Kurbelwelle reinigen. Die Lagerzapfen müssen öl- und fettfrei sein.
Kurbelwelle magnetisieren und fluoreszierendes Pulver auftragen (fluxen).
Es kann auch ein Farbeindringverfahren (Eintauchen im Bad oder mit Sprühdose) angewandt werden.
Hilfsmittel: Farbe, UV-Öl oder fluoreszierendes Pulver,
Reinigungsmittel,
Entwickler
Härteprüfung
Härte mit dem Fallhärteprüfer (Skleroskophärte) prüfen.
Die Mindesthärte von 60 Skalenwerten muß an 2/3 des Zapfenumfanges vorhanden sein.
P03-5357-13
Härten
Zapfen mit gehärteten Radien (Pfeile) grund-
sätzlich induktiv härten.
Ist dies nicht möglich, Kurbelwelle verschrotten.
Kontrolle der Härtung Diese können aus Versuchshärtungen an verschrotteten Kurbelwellen entnommen werden. Härtung durch Ätzen der Zapfenoberfläche mit einer 2-%igen alkoholischen Salpetersäure (HNO3) prüfen. An der Zapfenoberfläche dürfen keine dunklen Flecken erscheinen. Die gehärteten Radien müssen genauso hell wie die Zapfenoberfläche sein. Die nicht gehärteten Radien färben sich dunkel. Zum Vergleich empfiehlt es sich, die Ätzung an einem metallographisch geprüften Zapfen vorzunehmen. Anschließend die Salpetersäure sorgfältig mit Alkohol abwaschen. | Korrosionsschutz |
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