gf8210p3090rf

Intelligent Light System Funktion

Typ gf · Thema 82.10 · Version 0105 · 2020-02-07

Gültig für: Typ 205 bis Modell-J. 2019 mit Code 640 (High Performance LED) Typ 205 bis Modell-J. 2019 mit Code 641 (Scheinwerfer LED dynamisch Linksverkehr) Typ 205 bis Modell-J. 2019 mit Code 642 (Scheinwerfer LED dynamisch Rechtsverkehr) Typ 253 (außer 253.99) bis Modell-J. 2020 mit Code 640 (High Performance LED) Typ 253 (außer 253.99) bis Modell-J. 2020 mit Code 641 (Scheinwerfer LED dynamisch Linksverkehr) Typ 253 (außer 253.99) bis Modell-J. 2020 mit Code 642 (Scheinwerfer LED dynamisch Rechtsverkehr)

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 82 Elektrische Anlage, Aufbau › 82.10 Außenbeleuchtung — Baureihe 205 · Baureihe 253 (Baumuster 14*, 18*, 30*, 31*, 32*, 34*, 35*, 36*, 38*, 90*, 91*, 92*, 94*, 95*, 96*, 98*)

GF82.10-P-3090RF

Intelligent Light System Funktion

07.02.2020

Typ

205

bis Modell-J. 2019

mit Code 640 (High Performance LED)

Typ

205

bis Modell-J. 2019

mit Code 641 (Scheinwerfer LED dynamisch Linksverkehr)

Typ

205

bis Modell-J. 2019

mit Code 642 (Scheinwerfer LED dynamisch Rechtsverkehr)

Typ

253 (außer 253.99)

bis Modell-J. 2020

mit Code 640 (High Performance LED)

Typ

253 (außer 253.99)

bis Modell-J. 2020

mit Code 641 (Scheinwerfer LED dynamisch Linksverkehr)

Typ

253 (außer 253.99)

bis Modell-J. 2020

mit Code 642 (Scheinwerfer LED dynamisch Rechtsverkehr)

Funktionsvoraussetzungen allgemein

Keine Über- oder Unterspannung

Transportmodus nicht aktiviert

Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" gesetzt

Abblendlicht Ein

Während der Ausführung der einzelnen Funktionen ist die Abblendlichtansteuerung aktiv.

Funktion "Intelligent Light System" über das Menü "Einstellungen" im Untermenü "Licht" im Kombiinstrument (A1) aktiviert

Das Steuergerät CDI (N3/9) (Dieselmotor) oder das Steuergerät ME (N3/10) (Benzinmotor) sendet das Signal "Motor läuft" oder "Antriebsstrang betriebsbereit" über Antriebs-CAN (CAN C1), Steuergerät Antriebsstrang (N127), Fahrwerk-FlexRay (Flex E), Steuergerät elektronisches Zündschloss (N73) und Peripherie-CAN (CAN PER) an das Steuergerät Scheinwerfer links (E1n9) an der Leuchteinheit vorn links (E1) und an das Steuergerät Scheinwerfer rechts (E2n9) an der Leuchteinheit vorn rechts (E2).
Die Auswahl und das Ein- oder Ausschalten der Funktion "Intelligent Light System" erfolgt manuell über die Bedienebene im Kombiinstrument. Das Kombiinstrument sendet den entsprechenden Status über Benutzerschnittstelle-CAN (CAN HMI), Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an die Steuergeräte Scheinwerfer.

Intelligent Light System allgemein

Die Funktion Intelligent Light System ermöglicht eine optimale Fahrbahnausleuchtung bei unterschiedlichen Fahrsituationen und Witterungsverhältnissen. Dies erfolgt durch das Erhöhen der Lichtleistung und durch gezieltes Ansteuern zusätzlicher Lichtquellen und verschiedener Stellglieder in den Leuchteinheiten vorn.

Die Funktion Intelligent Light System umfasst folgende Teilfunktionen:

Funktionsablauf Abbiegelicht

Funktionsablauf Aktives Kurvenlicht

Funktionsablauf aktive Lichtverteilung (mit Code 641 (Scheinwerfer LED dynamisch Linksverkehr) oder Code 642 (Scheinwerfer LED dynamisch Rechtsverkehr))

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Abbiegelicht

Richtungsblinken aktiv und Geschwindigkeit v < 40 km/h oder Lenkbewegung erkannt und Geschwindigkeit v < 70 km/h

Kurvenradius r  500 m

Funktionsablauf Abbiegelicht

Das Abbiegelicht verbessert die Ausleuchtung des kurveninneren Fahrbahnrands.

Die direkten Eingangsgrößen der Abbiegelichtansteuerung sind die Lenkbewegung, erfasst vom Lenkradwinkelsensor (N49), und die Funktion Richtungsblinken, definiert durch die Schalterstellung des Kombischalters (S4), denn sie beschreiben den Richtungswunsch des Fahrers.

Die Fahrzeuggeschwindigkeit beeinflusst das Ansteuerverhalten der Abbiegelichtansteuerung. Bei langsamer Fahrt ist eine niedrigere Einschaltschwelle nötig, damit die Abbiegelichtansteuerung im Stadtverkehr frühzeitig aktiviert wird.

Intelligent Light System Funktion

Schematische Darstellung Lichtverteilung bei aktiver Abbiegelichtansteuerung

A

Lichtkegel Abblendlicht

B

Lichtkegel Abbiegelicht

P82.10-6642-75

Das Steuergerät Mantelrohrmodul (N80) liest die Signale des Lenkradwinkelsensors und die Schalterstellung des Kombischalters direkt ein und sendet Informationen zum Lenkwinkel und zur Schalterstellung des Kombischalters über Fahrwerk-FlexRay, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links.

Die Fahrzeuggeschwindigkeit wird aus den Raddrehzahlen errechnet. Hierfür sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (N30/4) die Raddrehzahlsignale über Fahrwerk-FlexRay, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links.

Das Steuergerät Scheinwerfer links wertet alle Informationen aus und steuert ggf. das Abbiegelicht links (E1e9) an. Das Steuergerät Scheinwerfer rechts steuert ggf. das Abbiegelicht rechts (E2e9) an.

Die Steuergeräte Scheinwerfer arbeiten in Master-Slave-Kombination, wobei das Steuergerät Scheinwerfer links als Master fungiert und das Steuergerät Scheinwerfer rechts über Peripherie-CAN synchronisiert.

Es wird grundsätzlich nur ein Abbiegelicht angesteuert, bei Vorwärtsfahrt das kurveninnere und bei Rückwärtsfahrt das kurvenäußere. Durch den schnellen Wechsel des Lenkeinschlags oder der Anforderung Richtungsblinken können kurzzeitig beide Abbiegelichter aufleuchten. Das An- und Ausschalten des entsprechenden Abbiegelichts erfolgt gedimmt.

Die Anforderung durch die Funktion Richtungsblinken hat unterhalb einer Geschwindigkeit von v = 40 km/h gegenüber der Anforderung durch das Erkennen des Lenkwinkels eine höhere Priorität, um bei eingeschlagenem Lenkrad und entgegengesetzter Abbiegerichtung die Ausleuchtung des kurveninneren Fahrbahnrands zu gewährleisten (Situation Kreisverkehr). Bei eingelegtem Rückwärtsgang werden nur die Daten des Lenkradwinkelsensors ausgewertet.

Der Status Rückwärtsgang wird wie folgt definiert:

Fahrzeuge mit Getriebe 716:

Das Einlegen des Rückwärtsgangs wird vom Positionssensor Zentralschaltwelle Schaltgetriebe (B79/3) erfasst. Das Steuergerät CDI (Dieselmotor) oder das Steuergerät ME (Benzinmotor) liest das Signal des Positionssensors Zentralschaltwelle Schaltgetriebe direkt ein, generiert daraus das Signal "Rückwärtsgang eingelegt" und sendet dieses über Antriebs-CAN, Steuergerät Antriebsstrang und Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät elektronisches Zündschloss.

Fahrzeuge mit Getriebe 722, 724, 725:

Das Einlegen der Fahrstufe "R" erfolgt durch das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung (Y3/8n4). Anschließend sendet das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung den Status "Fahrstufe R eingelegt" über Antriebs-CAN, Steuergerät Antriebsstrang und Fahrwerk-FlexRay an das Steuergerät elektronisches Zündschloss.

Das Steuergerät elektronisches Zündschloss generiert aus der eingehenden Information das von der Getriebevariante unabhängige Signal "Rückwärtsgang eingelegt" und sendet dieses über Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links.

Bei gleichzeitiger Anforderung der Funktion Abbiegelicht durch die erkannte Lenkbewegung und die Funktion Richtungsblinken wird das Ansteuerverhalten verändert. Das entsprechende Abbiegelicht wird erst bei einem Kurvenradius von r 500 m angesteuert.

Bei plötzlichem Entfallen der Funktionsanforderung bleibt das entsprechende Abbiegelicht für eine Haltezeit von ca. t = 2 s eingeschaltet und wird innerhalb von t = 2 s gedimmt ausgeschaltet.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Aktives Kurvenlicht

Fahrzeug in Vorwärtsbewegung

Funktion erweitertes Nebellicht deaktiviert

Funktionsablauf Aktives Kurvenlicht

Das Aktive Kurvenlicht verbessert die Fahrbahnausleuchtung bei Kurvenfahrt. Hierfür wird der Abblendlichtkegel für den Fernbereich horizontal in Richtung Kurvenmittelpunkt geschwenkt.

Die Abblendlicht-Module in den Leuchteinheiten vorn sind beweglich in Halterahmen gelagert. Dadurch lässt sich der Abblendlichtkegel für den Fernbereich sowohl horizontal als auch vertikal bewegen. Beim Einlenken in eine Kurve wird das Abblendlicht-Modul der kurveninneren Leuchteinheit vorn bis zu α = 15°, das der kurvenäußeren Leuchteinheit vorn bis zu α = 7,5° geschwenkt.

Intelligent Light System Funktion

Schematische Darstellung Lichtverteilung bei aktiver Funktion Aktives Kurvenlicht

A

Lichtkegel Abblendlicht

C

Lichtkegel Aktives Kurvenlicht

P82.10-6643-75

Das Aktive Kurvenlicht wird abhängig von folgenden Steuergrößen ausgeführt:

Lenkwinkel

Fahrzeuggeschwindigkeit

Gierverhalten (Eigenbewegung) des Fahrzeugs

Die direkte Eingangsgröße ist der Lenkwinkel, die Fahrzeuggeschwindigkeit beeinflusst das Regelverhalten der Funktion (Übersetzung Lenkwinkel zu Schwenkwinkel).

Bei niedriger Fahrzeuggeschwindigkeit ist eine kleinere Übersetzung notwendig, damit das Lichtbild nicht zu nervös wirkt (z. B. im Stadtverkehr).

Bei mittleren Fahrzeuggeschwindigkeiten erfolgen direkte Reaktionen auf relativ kleine Lenkwinkeländerungen und bei höheren Fahrzeuggeschwindigkeiten werden diese Reaktionen wieder stärker gedämpft. Um die natürlichen Pendelbewegungen des Fahrzeugs bei Geradeausfahrt auszugleichen, ist ein Bereich mit geringerer Empfindlichkeit und stärkerer Dämpfung vorgesehen (ca. 6° Lenkwinkel).

Das Steuergerät Mantelrohrmodul liest die Signale des Lenkradwinkelsensors direkt ein und sendet Informationen zum Lenkwinkel über Fahrwerk-FlexRay, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links.

Die Fahrzeuggeschwindigkeit wird aus den Raddrehzahlen errechnet. Hierfür sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm die Raddrehzahlsignale über Fahrwerk-FlexRay, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links.

Das Gierverhalten des Fahrzeugs wird von dem in das Steuergerät Supplemental Restraint System (N2/10) integrierten Beschleunigungssensor erfasst. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet entsprechende Informationen über Fahrdynamik-CAN (CAN H), Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm, Fahrwerk-FlexRay, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links.

Das Steuergerät Scheinwerfer links wertet alle relevanten Informationen aus, synchronisiert das Steuergerät Scheinwerfer rechts über Peripherie-CAN und steuert ggf. den Stellmotor aktives Kurvenlicht links (E1m2) an.

Das Steuergerät Scheinwerfer rechts steuert ggf. den Stellmotor aktives Kurvenlicht rechts (E2m2) an.

Die aktuelle Position des Stellmotors aktives Kurvenlicht links wird vom Positionssensor aktives Kurvenlicht links (E1b1) und die des Stellmotors aktives Kurvenlicht rechts vom Positionssensor aktives Kurvenlicht rechts (E2b1) erfasst. Die Signale der Positionssensoren aktives Kurvenlicht werden vom jeweiligen Steuergerät Scheinwerfer ausgewertet.

Bei defekter Kurvenlichtansteuerung werden die Abblendlicht-Module, wenn möglich, in Mittellage geschwenkt. Bei Ausfall eines Stellmotors aktives Kurvenlicht wird der ansteigende Teil der Hell-Dunkel-Grenze durch das Ansteuern des Stellmotors Lichtverteilung links (E1m3) oder des Stellmotors Lichtverteilung rechts (E2m3) abgedeckt. Dadurch wird die Blendwirkung für den Gegenverkehr herabgesetzt.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzung aktive Lichtverteilung (mit Code 641 (Scheinwerfer LED dynamisch Linksverkehr) oder Code 642 (Scheinwerfer LED dynamisch Rechtsverkehr))

Fahrzeug in Vorwärtsbewegung

Funktionsablauf aktive Lichtverteilung (mit Code 641 (Scheinwerfer LED dynamisch Linksverkehr) oder Code 642 (Scheinwerfer LED dynamisch Rechtsverkehr))

Die Funktion aktive Lichtverteilung umfasst folgende Teilfunktionen:

Funktionsablauf Autobahnlicht

Funktionsablauf erweitertes Nebellicht

Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Autobahnlicht

Funktion erweitertes Nebellicht deaktiviert

Kurvenradius r 800 m

Funktionsablauf Autobahnlicht

Das Autobahnlicht verbessert die Ausleuchtung der Fahrbahn durch das Erhöhen der Reichweite des Abblendlichts, ohne den vorausfahrenden Verkehr zu blenden.

Realisiert wird diese Funktion durch vertikales Auslenken des Lichtkegels und Erhöhen der Lichtleistung. Das Autobahnlicht wird bei autobahn- bzw. schnellstraßentypischen Geschwindigkeiten aktiviert.

Bei Regen wird die Funktion Autobahnlicht deaktiviert. Die Regenerkennung erfolgt durch das Auswerten des Signals "Scheibenwischer außerhalb Parkstellung". Wenn sich der Scheibenwischer weniger als t = 600 ms in der Parkstellung befindet, wird dies als Dauerwischen gewertet. Regen wird erkannt, wenn die Funktion Dauerwischen für t > 2 min aktiv ist. Das Steuergerät SAM vorn (N10/6) steuert die Scheibenwischanlage.

Intelligent Light System Funktion

Schematische Darstellung Lichtverteilung bei aktiver Funktion Autobahnlicht

A

Lichtkegel Abblendlicht

D

Lichtkegel Autobahnlicht

P82.10-6644-75

Die Funktion Autobahnlicht ist abhängig von folgenden Steuergrößen:

Lenkwinkel

Fahrzeuggeschwindigkeit

Gierverhalten (Eigenbewegung) des Fahrzeugs

Das Steuergerät Mantelrohrmodul liest die Signale des Lenkradwinkelsensors und die Schalterstellung des Kombischalters direkt ein und sendet Informationen zum Lenkwinkel und zur Schalterstellung des Kombischalters über Fahrwerk-FlexRay, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links.

Die Fahrzeuggeschwindigkeit wird aus den Raddrehzahlen errechnet. Hierfür sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm die Raddrehzahlsignale über Fahrwerk-FlexRay, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links.

Das Gierverhalten des Fahrzeugs wird von dem in das Steuergerät Supplemental Restraint System integrierten Beschleunigungssensor erfasst. Das Steuergerät Supplemental Restraint System sendet entsprechende Informationen über Fahrdynamik-CAN, Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm, Fahrwerk-FlexRay, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links. Das Steuergerät Scheinwerfer links synchronisiert das Steuergerät Scheinwerfer rechts über Peripherie-CAN.

Ab einer Fahrzeuggeschwindigkeit von v = 90 km/h und einem Kurvenradius von r > 800 m für mehr als s = 2,5 km Fahrstrecke wird die Lichtleistung der Abblendlichter für den Fernbereich erhöht.

Hierfür sendet das Steuergerät Scheinwerfer links die Anforderung "Lichtleistung erhöhen" über Scheinwerfer-LIN links (LIN G1) an das Ansteuermodul LED Außenbeleuchtung vorn links (E1n7). Das Ansteuermodul LED Außenbeleuchtung vorn links steuert das Abblendlicht links (Fernbereich) (E1e16) mit höherer Leistung an.

Das Steuergerät Scheinwerfer rechts sendet die Anforderung "Lichtleistung erhöhen" über Scheinwerfer-LIN rechts (LIN G2) an das Ansteuermodul LED Außenbeleuchtung vorn rechts (E2n7). Das Ansteuermodul LED Außenbeleuchtung vorn rechts steuert das Abblendlicht rechts (Fernbereich) (E2e16) mit höherer Leistung an.

Zusätzlich steuert das Steuergerät Scheinwerfer links ab einer Geschwindigkeit von v = 110 km/h und einem Kurvenradius von r > 800 m für mehr als s = 1 km Fahrstrecke den Stellmotor Leuchtweitenregulierung links (E1m1) an. Der Scheinwerfereinsatz der Leuchteinheit vorn links wird angehoben. Dadurch wird die Reichweite des Abblendlichts erhöht. Die maximale Anhebung wird bei v = 130 km/h erreicht. Fällt die Fahrzeuggeschwindigkeit auf unter v = 80 km/h ab, wird die Funktion Autobahnlicht deaktiviert.

Zusätzliche Funktionsvoraussetzung erweitertes Nebellicht

Nebelschlusslichtansteuerung aktiv

Das Steuergerät SAM vorn liest den Status der Taste Nebelschlusslicht (S1s10) im Schalter Außenbeleuchtung (S1) direkt ein und sendet die Anforderung "Nebelschlusslicht Ein" über Innenraum-CAN (CAN B), Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links.

Funktionsablauf erweitertes Nebellicht

Das erweiterte Nebellicht verbessert die Ausleuchtung der Fahrbahnränder und verringert die Eigenblendung.

Der Lichtkegel der fahrbahninneren Leuchteinheit vorn wird bei Geschwindigkeiten unterhalb von v = 70 km/h abgesenkt und nach außen geschwenkt.

Intelligent Light System Funktion

Schematische Darstellung Lichtverteilung bei aktiver Funktion erweitertes Nebellicht

A

Lichtkegel Abblendlicht

E

Lichtkegel erweitertes Nebellicht

P82.10-6645-75

Die Fahrzeuggeschwindigkeit wird aus den Raddrehzahlen errechnet. Hierfür sendet das Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm die Raddrehzahlsignale über Fahrwerk-FlexRay, Steuergerät elektronisches Zündschloss und Peripherie-CAN an das Steuergerät Scheinwerfer links.

Das Steuergerät Scheinwerfer links wertet alle relevanten Informationen aus und steuert den Stellmotor Lichtverteilung links und den Stellmotor aktives Kurvenlicht links an. Das Abblendlicht-Modul der Leuchteinheit vorn links wird um α = 8° nach außen geschwenkt und der nach rechts ansteigende Teil der Hell-Dunkel-Grenze abgedeckt. Die Eigenblendung wird reduziert und die seitliche Fahrbahnausleuchtung verbessert.

Die aktuelle Position des Stellmotors aktives Kurvenlicht links wird vom Positionssensor aktives Kurvenlicht links und die des Stellmotors Lichtverteilung links vom Positionssensor Lichtverteilung links (E1b2) erfasst. Die Signale der Positionssensoren werden vom Steuergerät Scheinwerfer links ausgewertet.

Bei aktiver Funktion erweitertes Nebellicht werden die Funktionen Aktives Kurvenlicht und Abbiegelicht deaktiviert. Wenn während des aktiven erweiterten Nebellichts die Funktion Fernlicht angefordert wird, bleibt die Position des Scheinwerfereinsatzes erhalten.

Unter folgenden Bedingungen wird die Funktion erweitertes Nebellicht deaktiviert:

Ausfall einer Leuchteinheit (Abblendlicht)

Fehlfunktionen eines Stellmotors

Bei der Prüfung und der Einstellung der Leuchteinheiten vorn darf die Funktion erweitertes Nebellicht nicht aktiv sein.

Funktionsschema Intelligent Light System

PE82.10-P-2067-97FBA

Übersicht Systembauteile Außenbeleuchtung

GF82.10-P-9998RF

Referenzierte Dokumente