gf8200p0004ab

MOST-Ring Funktion

Typ gf · Thema 82.00 · Version 0100 · 2003-06-05

Gültig für: TYP 215, 220 ab 1.9.03

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 82 Elektrische Anlage, Aufbau › 82.00 Allgemeines — Baureihe 215 · Baureihe 220

GF82.00-P-0004AB

MOST-Ring Funktion

24.4.03

TYP 215, 220 ab 1.9.03

MOST-Ring Funktion

P82.85-9778-11

MOST-Ring-Komponenten, dargestellt USA-Ausführung

w Wake-up

A2/6 CD-Spieler mit Wechsler (im Kofferraum)

A2/13 Soundverstärker

A35/1 Steuergerät Freisprechanlage

A35/8 Steuergerät E-Call

A40/3 Bedien-, Anzeige- und Steuereinheit COMAND

N93 Steuergerät Zentrales Gateway

N93/1 Steuergerät Audiogateway

X11/4 Prüfkupplung Diagnose

Digitaler MOST-Bus (Media Oriented System Transport, übersetzt: Medienorientierte Übertragungstechnik)

Der digitale MOST-Bus ist ein Datenübertragungssystem, das die Möglichkeiten der optischen Informationsübertragung nutzt.

Hierbei erfolgt die Datenübertragung durch Lichtimpulse. Diese werden über einen Lichtwellenleiter an die im Bussystem angeschlossenen Komponenten (z. B. Bedien-, Anzeige- und Steuereinheit COMAND (A40/3), Soundverstärker (A2/13)) übertragen.

Befehle (Kommandos) für die Komponenten, z. B. Tastendruck "Play" an der Bedien-, Anzeige- und Steuereinheit COMAND (A40/3) für den CD-Spieler mit Wechsler (im Kofferraum) (A2/6) müssen zur Weiterleitung über den MOST in Lichtimpulse (optische Informationen) umgewandelt werden.

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Die Lichtimpulse werden dann in der Empfängerkomponente wieder in elektrische Signale umgesetzt, um den Befehl auszuführen. Aufgrund seiner hohen Übertragungsrate kann der MOST-Ring Quelldaten und Kontrolldaten gleichzeitig übertragen. Dadurch bedingt verringert sich der Verkabelungsaufwand erheblich. Die angeschlossenen Komponenten benötigen deshalb nur noch 2 Leitungen für die Spannungsversorgung, 2 Leitungen (Eingang/Ausgang) für den Lichtwellenleiter des digitalen MOST-Busses und eine Leitung für das Wake-up-Signal.

Weiterhin können über den Lichtwellenleiter gleichzeitig mehrere Niederfrequenz (NF)-Signale übertragen werden, ohne den Informationsgehalt zu beeinträchtigen.

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Die Datenübertragung mittels Lichtwellenleiter hat viele Vorteile:

Sehr hohe Datenübertragungsrate

Abhör- und Übersprechsicherheit

Datenübertragung ist unempfindlich gegenüber
elektromagnetischer Strahlung

Kurzschlussfestigkeit

Potenzialfreie Verbindung der Busteilnehmer

Keine Oxidation

Geringes Gewicht des Lichtwellenleiters

Geringe Leitungssatz-Durchmesser

Der MOST besitzt eine geschlossene Ringstruktur. Die Komponenten sind darin innerhalb einer Ringleitung angeordnet (Reihenschaltung). Diese Anordnung wird entsprechend der Ausstattungsvariante angepasst.

Die Informationsübertragung erfolgt dabei nur in eine Richtung, d. h. die Lichtimpulse für das Steuergerät E-Call (A35/8) durchlaufen alle im Ring davor befindlichen Komponenten.

Die Bedien-, Anzeige- und Steuereinheit COMAND (A40/3) besitzt innerhalb der Ringstruktur des digitalen MOST-Busses eine Hauptfunktion. Durch diese kann man alle anderen Ringteilnehmer bedienen.

Bei Erstinbetriebnahme des Systems wird ein Systemtest durchgeführt. Hierbei werden die einzelnen Komponenten und ihre Reihenfolge in der Ringstruktur des digitalen MOST-Busses vom Steuergerät Audiogateway (N93/1) erfasst und mit den Quell- und Kontrolldaten der ausstattungsspezifischen Reihenfolge der im Werk abgespeicherten Daten verglichen.

Unter Zuhilfenahme der STAR DIAGNOSIS lässt sich eine Nachcodierung der Komponenten im Steuergerät Audiogateway (N93/1) vornehmen (z. B. Variantencodierung).

Der digitale MOST-Bus ist über das Steuergerät Audiogateway (N93/1) diagnosefähig.

Datenübertragung Funktion

GF82.00-P-2000AB

Referenzierte Dokumente