gf5421w0002d

Parametrierbares Sondermodul (PSM) Funktion

Typ gf · Thema 54.21 · Version 0102 · 2003-02-27

Gültig für: TYP 950.5 /6, 952.5 /6, 953.6, 954.5 mit CODE (EM7) Parametrierbares Sondermodul mit Aufbau-CAN-Bus Diagnoseversion 3

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 54 Elektrische Anlage, Ausrüstung und Instrumente › 54.21 Steuergeräte / Module — Baureihe 950 (Baumuster 5**, 6**) · Baureihe 952 (Baumuster 5**, 6**) · Baureihe 953 (Baumuster 6**) · Baureihe 954 (Baumuster 5**)

GF54.21-W-0002D

Parametrierbares Sondermodul (PSM) Funktion

18.10.99

TYP 950.5 /6, 952.5 /6, 953.6, 954.5 mit CODE (EM7) Parametrierbares Sondermodul mit Aufbau-CAN-Bus
Diagnoseversion 3

Parametrierbares Sondermodul (PSM) Funktion

W54.21-1064-09

1 K-Leitung zu K-Leitungs-Systemen

2 Fahrzeug-CAN-Bus Brüstung

3 Fahrzeug-CAN-Bus Fahrerhaus-Rückwand

4 Fahrzeug-CAN-Bus FLA

5 Fahrzeug-CAN-Bus Motor

6 Fahrzeug-CAN-Bus Bremsen

7 Aufbauelektronik AUF

8 Anhängerelektronik ANH (geplant zum späteren Zeitpunkt mit Code EM8)

A3 Steuergerät Fahrregelung (FR)

A4 Steuergerät Flammanlage

A6 Steuergerät MR/PLD

A7 Grundmodul

A40 Steuergerät SRS

A43 Steuergerät FFB

A44 Steuergerät EDW

A50 Steuergerät Kommunikationsschnittstelle

A52 Steuergerät Schaltkraft-

unterstützung HPS

P2 Instrument

X13 Diagnosesteckdose

Z1 CAN-Sternpunkt Fahrerhaus-Brüstung

Z2.1 CAN-Sternpunkt Fahrerhaus-Rückwand

A8 Steuergerät SIL

A10 Steuergerät ABS

A11 Steuergerät BS/EPB

A14.1 Steuergerät NR/ENR

A14.2 Steuergerät NR/WR

A16 Steuergerät GS/EPS

A20 Steuergerät Retarder

A22 Steuergerät PSM

A23 Steuergerät KSA/ZV

A28 Achsmodulator

A30 Steuergerät WS/FSS

A31 Heizgerät Warmluft ZHE

A34 Steuergerät SIR

Wird ein Fahrzeug mit einem Nebenantrieb ausgestattet, übernimmt im allgemeinen das Steuergerät Fahrregelung (FR) (A3) die Steuerung.

Fahrzeuge, die mit mehr als einem Nebenantrieb ausgestattet sind, benötigen zur Steuerung des Nebenantriebes das Parametrierbare Sondermodul (PSM). Das Steuergerät PSM (A22) ist über den Fahrzeug-CAN-Bus Brüstung (2) und über den Fahrzeug-CAN-Bus Fahrerhaus-Rückwand (3) mit den anderen Steuergeräten innerhalb des Integrierten Elektronik Systems (IES) verbunden.

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Die Verbindung des Fahrzeug-CAN-Busses Brüstung (2) und des Fahrzeug-CAN-Busses Fahrerhaus-Rückwand (3) untereinander, wird über den CAN-Sternpunkt Fahrerhaus-Brüstung (Z1) und über den CAN-Sternpunkt Fahrerhaus-Rückwand (Z2.1) hergestellt.

Alle teilnehmenden Steuergeräte sprechen die gleiche Sprache, die CAN-Sprache. Dadurch verstehen sie die Botschaften der anderen Steuergeräte.

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Das Steuergerät PSM (A22) bildet eine Schnittstelle zum
Fahrzeug-CAN-Bus für Steuergeräte ohne eigenen Fahrzeug-CAN-Bus-Anschluss, die sich jedoch über den Fahrzeug-CAN-Bus verständigen wollen. D. h., das Steuergerät PSM (A22) kann Botschaften des Fahrzeug-CAN-Busses lesen und in andere Schaltsignale übersetzen, um sie dann an die dafür vorgesehenen Ausgänge, die von der Aufbauelektronik abgehört werden, weiterzuleiten. Umgekehrt kann es nicht CAN-Bus-fähige Signale der Aufbauelektronik empfangen, in CAN-Bus-fähige Signale umwandeln und an ein anderes Steuergerät innerhalb des IES weiterleiten.

Werkseitig wird das Steuergerät PSM (A22) mit der Stromversorgung und dem Fahrzeug-CAN-Bus verbunden.

Es sind nur die tatsächlich angeschlossenen Ein-, oder Ausgänge aktiviert. Erst durch das Anschließen der Aufbauelektronik und die Parametrierung beim Aufbauhersteller wird das Steuergerät PSM (A22) an den entsprechenden Aufbau angepaßt.

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Somit wird den Aufbauherstellern eine Schnittstelle angeboten, mit der sie über den Fahrzeug-CAN-Bus ausgewählte Daten erhalten, die zum Betrieb des Aufbaus genutzt werden können.

Das diagnosefähige Steuergerät PSM (A22) wertet auftretende Fehler aus und speichert sie ab. Über den Fahrzeug-CAN-Bus (3) meldet es den aktuellen Fehler dem Instrument (P2), das ihn am roten Anzeigefeld anzeigt.

Über die Diagnosesteckdose (X13) kann das Diagnosesystem STAR DIAGNOSIS zum Datenaustausch, zur Rückstellung von Anzeigen und zur Einbringung oder Veränderung beeinflussbarer Parameter, mit dem Steuergerät PSM (A22) verbunden werden.

Den Ein- und Ausgängen des Steuergeräts PSM (A22) sind bestimmte Grundfunktionen zugeordnet. Diese Grundfunktionen können über die Parametrierung aktiviert oder deaktiviert werden.

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Grundfunktionen Steuergeräteingänge:

Motorstart: Leitet den Motorstart ein.

Motorstopp: Leitet die Motorabstellung ein.

Startsperre: Der Motor kann weder extern noch mit dem Zündschlüssel gestartet werden.

ADR-Freigabe: Gibt eine mögliche Arbeits-Drehzahl-Regelung beim Steuergerät Fahrregelung (FR) (A3) frei.

ADR-Anforderung: Fordert die Arbeits-Drehzahl-Regelung (ADR) an.

Rückmeldung "NA 1, NA 2, NA 3": Ist der Nebenantrieb NA1 und/oder NA 2 und/oder NA3 eingelegt, wird die Kontrollleuchte im entsprechenden Schalter und die entsprechende Anzeige im Instrument (P2) angesteuert.

Motorbremsverriegelung: Bei Betätigung wird der Einsatz der Motorbremse verhindert.

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Festdrehzahl 1, 2, 3: Leitet die Motordrehzahlregelung auf eine der drei Festdrehzahlen ein. Bedingung: Die ADR muß eingeschaltet sein. Ist mehr als eine Festdrehzahl angewählt, wird die kleinste genommen.

Kupplungsfernbedienung: Leitet die Kupplungsöffnung ein.

Trittplattenschalter: Leitet bei Betätigung eine Geschwindigkeitsbegrenzung ein und sperrt den Rückwärtsgang (nur bei Gangsteuerung GS) oder steuert bei eingelegtem Rückwärtsgang einen Warnsummer an.

Handfahrgeber: Der Fahrregelung (FR) wird ein Drehzahlsollwert vorgegeben. Zwischen Null- und Maximalstellung des Handfahrgebers wird ein linearer Drehzahlbezug hergestellt, dessen Anfangswert die min. Motordrehzahl Handfahrgeber und dessen Endwert die max. Motordrehzahl Handfahrgeber ist. Die Werte für Motorleerlaufdrehzahlsollwert und die aktuelle Motorabregeldrehzahl werden aus dem Fahrzeug-CAN-Telegramm der Fahrregelung (FR) gelesen.

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Rückfahrlicht ansteuern: Bei Betätigung wird das Rückfahrlicht eingeschaltet.

Anforderung "NA 1, NA 2, NA 3" Der Eingang wird durch betätigen des entsprechenden Schalters Nebenantrieb bestromt und fordert das Einrücken des angewählten Nebenantriebes an.

Drehzahl erhöhen: Leitet die Drehzahlerhöhung ein.

Drehzahl reduzieren: Leitet die Drehzahlreduzierung ein.

Drehzahl aus: Schaltet die durch N+ oder N– eingegebene Motordrehzahl aus.

Bedienpult abschalten: Trennt das Bedienpult softwaremäßig vom Steuergerät PSM (A22) ab.

Retarder-Zustand : Gibt Auskunft über den Zustand des nicht Fahrzeug-CAN-Bus-fähigen Retarders.

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Grundfunktionen Steuergerätausgänge:

Nebenantrieb eingelegt: Ausgang wird bestromt, wenn einer der Nebenantriebe eingelegt ist.

Neutralstellung: Ausgang wird bestromt, wenn sich das Getriebe in Neutralstellung befindet.

Leergas: Ausgang wird bestromt, wenn das Fahrpedal nicht betätigt ist.

Kickdown: Ausgang wird bestromt, wenn der Fußfahrgeber in Kick-Down-Stellung ist.

D+ geschaltet: Ausgang wird bestromt, wenn der Generator das Signal D+ ausgibt.

Abschalten Retarder: Ausgang wird bestromt, um den Retarder auszuschalten.

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Grundfunktionen PPM/PWM-Ausgänge:

Motordrehzahlsignal: Gibt die Motordrehzahl als PPM-Signal aus.

Geschwindigkeitssignal: Gibt die Geschwindigkeit als PPM-Signal aus.

Motormomentsollwertsignal: Gibt die Fahrpedalstellung (das gewünschte Motormoment) als PWM-Signal aus.

Geschwindigkeitsbegrenzung "NA1, NA 2, NA 3, Motorfester NA 1, Motorfester NA 2": Die Betätigung bewirkt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf eine der fünf gespeicherten Maximalgeschwindigkeiten. Ist mehr als eine Maximalgeschwindigkeit angewählt, wird die kleinste genommen.

Min./max. Drehzahlbegrenzung "NA1, NA 2, NA 3, Motorfester NA 1, Motorfester NA 2": Die Betätigung bewirkt eine Drehzahlbegrenzung auf eine der fünf gespeicherten Grenzdrehzahlen. Ist mehr als eine Grenzdrehzahl angewählt, wird die größte min. und die kleinste max. Drehzahl genommen.

Momentbegrenzung "NA1, NA 2, NA 3, Motorfester NA 1, Motorfester NA 2": Die Betätigung bewirkt eine Drehmomentbegrenzung auf eines der fünf gespeicherten Maximaldrehmomente. Ist mehr als ein Maximaldrehmoment angewählt, wird das kleinste genommen.

Gangsperre (nur bei Gangsteuerung GS): Bewirkt das Sperren der Gangschaltung.

Fahrpedalsperre: Bewirkt das Sperren des Fahrpedals.

Splitgruppe ausgeben (nur bei GangsteuerungGS): Beim Einlegen des Nebenantriebs wird in die gewünschte Splitgruppe gewechselt.

Parametrierbares Sondermodul (PSM) Technische Daten

GF54.21-W-0002-02B

Parametrierbares Sondermodul (PSM) Steckerbelegung Steuergerät

GF54.21-W-0002-04B

Steuergerät PSM Anordnung/Aufgabe/Aufbau

GF54.21-W-5000A

Referenzierte Dokumente