GF49.10-P-2010IC | Dreiwege-Katalysator Bauteilbeschreibung | 7.12.04 |
MOTOR 647.961 im TYP 211
MOTOR 648.960 im TYP 220
MOTOR 648.961 im TYP 211
P49.10-2559-05
Anordnung dargestellt am Modelljahr 04
120/1 Stirnwandkatalysator
122 Endschalldämpfer
G3/2 O2-Sonde vor KAT
(bei EU4, Typ 211 )
Optional ist beim Motor 648 ein Dieselpartikelfilter (DPF) erhältlich. Dieser ist als Einheit mit dem Stirnwandkatalysator verschweißt.
P49.10-2176-02
Anordnung am Typ 211 bis Modelljahr 02
120/1 Stirnwandkatalysator
120/2 Unterbodenkatalysator
Aufgabe
Verringerung der Abgasemissionen:
Stickoxide (NOx)
Kohlenwasserstoff (HC)
Kohlenmonoxid (CO)
Rußpartikel
P49.10-2419-76
Aufbau (schematisch)
1 Keramischer Monolith
2 Drahtgeflecht (Einbettung)
3 Doppelwandiges Gehäuse (Isolierung)
4 Trägerschicht (Washcoat) mit Beschichtung aus Platin und Rhodium
Keramische Monolithen sind Keramikkörper, die von mehreren tausend kleinen Kanälen durchzogen sind. Diese werden vom Abgas durchströmt. Die Keramik besteht aus hochtemperaturfestem Magnesium-Aluminium-Silikat.
Der auf Spannungen äußerst empfindlich reagierende Monolith ist in ein elastisches Drahtgeflecht aus hochlegierten Stahldrähten gebettet und in einem doppelwandigen Edelstahlgehäuse befestigt.
Keramische Monolithen benötigen eine Trägerschicht (Washcoat) aus Aluminiumoxid (Al2O3), die die wirksame Fläche des Katalysators um ca. den Faktor 7000 vergrößert.
Die auf die Trägerschicht aufgebrachte wirksame katalytische Schicht besteht bei Dreiwege-Katalysatoren hauptsächlich aus Platin und Rhodium.
Platin beschleunigt die Oxidation von Kohlenwasserstoff (HC)
und Kohlenmonoxid (CO), Rhodium die Reduktion der
Stickoxide (NOx).
Der in einem Katalysator enthaltene Edelmetallgehalt beträgt
ca. 3 g.
P49.10-2420-76
Funktion (schematisch)
A Abgas ungereinigt
B Abgas gereinigt
F Fettes Gemisch
M Mageres Gemisch
λ Lambda (Kraftstoff-Luftverhältnis)
CO Kohlenmonoxid
CO2 Kohlendioxid
HC Kohlenwasserstoff
H2O Wasser
N2 Stickstoff
NOx Stickoxide
Die Abgase durchströmen den Katalysator und kommen dabei mit den Edelmetallen Platin und Rhodium in Kontakt.
Durch Oxidation werden Kohlenmonoxid (CO) in Kohlendioxid (CO2) und Kohlenwasserstoff (HC) in Wasser (H2O)+ Kohlendioxid (CO2) umgewandelt. Damit wird gleichzeitig auch die Rußpartikelmasse verringert, da die am Ruß (Kohlenstoff) angelagerten Kohlenwasserstoffe bei der Oxidation verringert werden.
Durch Reduktion werden die Stickoxide (NOx) in Stickstoff (N2) + Kohlendioxid (CO2) umgewandelt.
Entscheidend für die Umwandlung der Schadstoffe ist der Restsauerstoffgehalt im Abgas. Die beste Schadstoffumwandlung wird bei λ=1 erreicht.
Betriebsbedingungen
Wie bei der O2-Sonde spielt auch beim Katalysator die Betriebstemperatur eine sehr wichtige Rolle. Eine nennenswerte Konvertierung (Umwandlung) der Schadstoffe setzt erst ab einer Betriebstemperatur von ca. 250 °C ein.
Ideale Betriebsbedingungen für hohe Umsetzungsraten und eine lange Lebensdauer herrschen im Temperaturbereich von
ca. 400 bis 800 °C.
Bei DPF
Während der Regenerationsphase des DPFs entsteht durch eine Nachverbrennung im Stirnwandkatalysator zusätzliche thermische Energie zur Aufheizung des DPFs.
Aufgrund der Eigenschaft drei Schadstoffkomponenten gleichzeitig zu verringern, wird die Bezeichnung "Dreiwege-Katalysator" verwendet.