GF27.10-D-0001A | Automatisches Getriebe (AG) Funktion | 16.7.02 |
TYP 903.6, 904.6 mit GETRIEBE 722.681
TYP WD1XD141, WD1XD241, WD1XD341, WD1XD441, WD1XD541, WD1XD641, WD1XD741,
WD2YD141, WD2YD241, WD2YD341, WD2YD441, WD2YD541, WD2YD641, WD2YD741,
WD5WD141, WD5WD241, WD5WD341, WD5WD641, WD5WD741
mit GETRIEBE 722.681
D27.10-1115-09
1 Drehmomentwandler
2 Ölpumpe
3 Antriebswelle
4 Lamellenbremse B1
5 Kupplung K1
6 Kupplung K2
7 Lamellenbremse B3
15 Mittlerer Planetensatz
16 Elektrohydraulische Steuereinheit
17 Vorderer Planetensatz
18 Freilauf F1
19 Statorwelle
20 Wandlerüberbrückungskupplung
8 Kupplung K1
9 Lamellenbremse B2
10 Abtriebswelle
11 Parksperre
12 Zwischenwelle
13 Freilauf F2
14 Hinterer Planetensatz
Allgemeines
Das automatische Getriebe ist ein elektronisch gesteuertes
5-Gang-Getriebe mit einer Überbrückungskupplung im Drehmomentwandler (1). Die Übersetzungen für die Gangstufen werden durch 3 Planentenradsätze (14, 15, 17) dargestellt. Angesteuert werden die Gänge elektronisch/hydraulisch mit Hilfe der elektronischen Getriebesteuerung EGS. Geschaltet werden die Gänge durch entsprechende Kombination von 3 Lamellenbremsen (4, 7, 9), 3 Lamellenkupplungen (5, 6, 8) und 2 Freiläufen (13, 18).
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Die elektronische Getriebesteuerung (EGS) ermöglicht eine präzise Anpassung der Drücke an die jeweiligen Betriebszustände und an die Motorleistung während der Schaltphase. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung der Schaltqualität. Ferner bietet sie den Vorteil einer flexiblen Anpassung an verschiedene Fahrzeugausführungen mit unterschiedlichen Achsübersetzungen.
Die Gangwahl erfolgt über das elektronische Wählhebelmodul (EWM). Dieses ist über CAN-Bus mit dem Steuergerät EGS (N15/3) verbunden.
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Fahrhinweise
Grundsätzlich wird eine komfortable und kraftstoffsparende Fahrweise von der elektronischen Getriebesteuerung angestrebt. Das Erreichen der Drehzahlgrenzen in den einzelnen Gängen ist bei Vollgas und Kick-down möglich.
Die Fahrstufen können im Dauerbetrieb "D" durch Kippen des Wählhebels auf "+" oder "" verändert werden. Die elektronische Getriebesteuerung verhindert jedoch durch eine Rückschaltsicherung eine unzulässig hohe Drehzahl des Motors.
Abschleppen des Fahrzeugs
Nur in Wählhebelstellung "N"
Schleppgeschwindigkeit maximal 50 km/h oder 30 mph
Abschleppstrecke maximal 50 km (bei Strecken größer 50 km muss die Gelenkwelle abgeflanscht werden!)
Ölpumpe
Die Ölpumpe (2) erzeugt den für die hydraulischen Funktionen des Automatikgetriebes erforderlichen Öldruck. Die Ölpumpe (2) ist im Wandlergehäuse eingebaut und wird über den Antriebsflansch des Drehmomentwandlers (1) angetrieben.
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Getriebegehäuse
Getriebegehäuse und Wandlergehäuse sind miteinander verschraubt und werden über den Außenlamellenträger der Lamellenbremse B1 zentriert. Ein beschichtetes Zwischenblech dient als Abdichtung. Mit dem Wandlergehäuse verschraubt ist die Ölpumpe (2), sowie der Außenlamellenträger der Lamellenbremse B1.
Von unten an das Getriebegehäuse ist die elektrohydraulische Steuereinheit (16) angeschraubt. Den Abschluss bildet eine Ölwanne aus Stahlblech.
Getriebemechanik
Der mechanische Teil besteht aus Antriebswelle (3), Abtriebswelle (10), einer Sonnenradwelle und drei Planetensätzen, die miteinander gekoppelt sind. Durch Bohrungen in der Antriebswelle (3) wird der Öldruck für die Wandlerüberbrückungskupplung (20) und die Kupplung K2 zugeführt. Der Öldruck zur Kupplung K3 wird durch die Abtriebswelle (10) geleitet. Durch weitere Bohrungen in beiden Wellen wird das Schmieröl zugeführt und verteilt. Alle Lagerstellen der Radsätze, sowie Freiläufe und Schaltelemente werden mit Schmieröl versorgt.
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Elektronische Getriebesteuerung (EGS)
Das Steuergerät EGS (N15/3) ermittelt den augenblicklichen Betriebszustand des Fahrzeugs und steuert sämtliche Schaltabläufe unter Berücksichtigung von Schaltkomfort und Fahrsituation.
Es erhält Betriebsdaten als Eingangssignale von verschiedenen Sensoren und Schaltern. Außerdem besteht über den CAN-Bus eine Verbindung zu anderen Steuergeräten, wie zum Beispiel Motorsteuergerät und Bremsensteuergerät.
Die Ansteuerung der Magnetventile für Modulier- und Schaltdruck sowie der für den Gangwechsel übernimmt das Steuergerät EGS (N15/3). Auf das zu übertragende Moment abgestimmt, wird die erforderliche Druckhöhe aus dem Lastzustand, der Motordrehzahl, der Fahrgeschwindigkeit und der Getriebeöltemperatur errechnet.
EGS-Signale
Die elektronische Geriebesteuerung erfasst einen Teil der Eingangssignale über Sensoren, den anderen Teil über CAN-Bus. Neben der direkten Ansteuerung von Aktuatoren sendet das Steuergerät EGS (N15/3) verschiedene Ausgangssignale über den CAN-Bus an andere Steuergeräte.
Eingangssignale
Wählhebelstellung
Kick-down-Schalter
Getriebeöltemperatur
Anlasssperrkontakt
Drehzahlsignal der Sensoren im Getriebe
Eingangssignale über CAN-Bus
Fahrpedalstellung
Raddrehzahlen hinten recht und hinten links
Motordrehzahl, Motormoment
Kühlmitteltemperatur Motor
Ausgangssignale
Magnetventile 1-2/4-5 Schaltung, 2-3 Schaltung und
3-4 Schaltung
Magnetventil Wandlerüberbrückungskupplung
Regelmagnetventile Modulierdruck und Schaltdruck
R/P-Sperre
Anlasssperre
Ausgangssignale über CAN-Bus
Gang
Zustand Wandlerüberbrückungskupplung
Getriebeschutzanforderung
Kick-down
Notlauf
Referenzierte Dokumente
- gf2710d000110a Automatisches Getriebe (AG) Notlauffunktionen
- gf2710d000111a Automatisches Getriebe (AG) Aufgaben des Wählhebelmoduls
- gf2710d000112a Automatisches Getriebe (AG) Aufgaben der elektrohydraulischen Steuereinheit
- gf2710d000113a Automatisches Getriebe (AG) Übertragung des Motordrehmoments