GF14.00-P-3000MTC | Abgasreinigung Funktion | 10.5.12 |
MOTOR 270.9 im TYP 242 mit CODE (924) Monovalenter Erdgasantrieb
Funktionsvoraussetzungen Abgasreinigung allgemein
Klemme 87M (Motorsteuerung EIN)
Motor läuft
Abgasreinigung allgemein
Die Aufgabe der Abgasreinigung ist die Reduzierung der Abgasemissionen:
– Stickoxide (NOx)
– Kohlenwasserstoff (HC)
– Kohlenmonoxid (CO)
Dazu muss u. a. der Katalysator schnell auf Betriebstemperatur gebracht werden, um beim Kaltstart die Abgasemissionen zu reduzieren.
Abgasrückführrate
Das Steuergerät ME bestimmt durch Ansteuern der Stellmagnete Einlass- und Auslassnockenwelle (Y49/1, Y49/2) die Ventilüberschneidung. Dadurch wird über eine innere Abgasrückführung die Abgasrückführrate gesteuert.
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Abgasreinigung Funktionsablauf
Folgende Teilsysteme sind an der Abgasreinigung beteiligt:
Funktionsablauf Katalysator
Funktionsablauf Getriebeschaltpunktanhebung
Funktionsablauf Überwachung der Katalysatorwirkung
Funktionsablauf Katalysator
Die vom Motor ausgestoßenen Schadstoffe in den Abgasen werden vom Katalysator (Dreiwege-Katalysator) bei λ=1 chemisch umgewandelt (konvertiert).
Durch Oxidation werden Kohlenmonoxid in Kohlendioxid (CO2) und Kohlenwasserstoff in Wasser (H2O)+ Kohlendioxid umgewandelt.
Durch Reduktion werden die Stickoxide in Stickstoff (N2)+ Kohlendioxid umgewandelt.
Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Getriebeschaltpunktanhebung
Kühlmitteltemperatur beim Start <50 °C
Fahrzeuggeschwindigkeit <53 km/h
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Funktionsablauf Getriebeschaltpunktanhebung
Die Getriebeschaltpunktanhebung bringt den Katalysator nach dem Motorstart schneller auf Betriebstemperatur. Das Steuergerät ME steuert die Getriebeschaltpunktanhebung in Abhängigkeit von folgendem Sensor und Signal:
– Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)
– Steuergerät Elektronisches Stabilitäts-Programm (N30/4), Raddrehzahl über Fahrwerk-CAN (CAN E)
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Die Getriebeschaltpunktanhebung ist für maximal 160 s aktiv und erfolgt ausschließlich elektronisch.
Das Steuergerät ME fordert über den Antriebs-CAN (CAN C) das Steuergerät Vollintegrierte Getriebesteuerung Doppelkupplungsgetriebe (Y3/14n4) auf, die Schaltlinien zu verschieben.
Die Teillastschaltungen (1-2-1, 2-3-2) erfolgen dann bei höherer Motordrehzahl bzw. höherer Fahrzeuggeschwindigkeit.
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Zusätzliche Funktionsvoraussetzungen Überwachung der Katalysatorwirkung
Betriebswarmer Katalysator
Lambda-Regelung freigegeben
Funktionsablauf Überwachung der Katalysatorwirkung
Nach den gesetzlichen Anforderungen darf die Kohlenwasserstoff-Emission (HC-Emission) eine vorgegebene Grenze nicht überschreiten.
Die Aufgabe der Überwachung der Katalysatorwirkung ist es, aus der Sauerstoffspeicherfähigkeit des Katalysators eine Aussage über dessen Alterung und somit über die HC-Konvertierung (Umwandlung) zu treffen.
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Das Steuergerät ME liest zur Überwachung der Katalysatorwirkung folgende Sensoren ein:
– Hallsensor Kurbelwelle (B70) (mit Drehrichtungserkennung), Motordrehzahl
– Sensorelement Lambdasonde nach Katalysator (G3/1b1)
– Sensorelement Lambdasonde vor Katalysator (G3/2b1)
Der in einer mageren Betriebsphase gespeicherte Sauerstoff wird in einer fetten Betriebsphase ganz oder teilweise abgebaut. Durch Alterung verringern sich Sauerstoffspeicherfähigkeit und HC-Konvertierung des Katalysators.
Durch die hohe Sauerstoffspeicherfähigkeit des Katalysators wird die Änderung des Sauerstoffgehalts nach dem Katalysator fast vollständig gedämpft.
Dies hat zur Folge, dass das Lambdasondensignal nach dem Katalysator eine kleine Amplitude besitzt und nahezu konstant ist.
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Bei betriebswarmem Katalysator und freigegebener Lambda-Regelung werden die Amplitudengrößen der Lambdasondensignale nach und vor dem Katalysator verglichen.
Ist der Katalysator nicht mehr funktionsbereit, dann ist das Lambdasondensignal der Lambdasonde vor Katalysator und das Lambdasondensignal der Lambdasonde nach Katalysator gleich groß.
Im vorgegebenen Motordrehzahlbereich erfolgen im unteren Teillastbereich mehrere Messungen. Die Ergebnisse werden mit einem Kennfeld im Steuergerät ME verglichen.
Bei Fehlererkennung wird vom Steuergerät ME die Kontrollleuchte Motordiagnose (A1e58) im Kombiinstrument (A1) über den Fahrwerk-CAN angesteuert.
Im Fehlerspeicher vom Steuergerät ME werden erkannte Fehler abgelegt. Diese können mit Xentry Diagnostics ausgelesen und gelöscht werden.
Referenzierte Dokumente
- gf0770p9998mtc Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung
- pe1400p205197iag Funktionsschema Elektrik Abgasreinigung