gf0900p2000ogx

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0100 · 2014-09-30

Gültig für: MOTOR 642.8 im TYP 461 ab Modell-J. 2015

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 461

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 642 8**

GF09.00-P-2000OGX

Aufladung Funktion

30.9.14

MOTOR

642.8 im TYP 461

ab Modell-J. 2015

Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein

Motormanagement EIN

Motor läuft

Aufladung allgemein

Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Drehmoment und die Leistung des Motors.

Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb des Abgasturboladers genutzt.

Der Abgasturbolader saugt Frischluft über den Luftfilter am Verdichtereintritt an und führt diese über den Verdichteraustritt in das Ladeluftrohr vor dem Ladeluftkühler.

Durch die hohe Drehzahl des Verdichterrads und den daraus resultierenden hohen Volumenstrom wird die Luft im Ladeluftrohr verdichtet.

Die verdichtete und dadurch erwärmte Ladeluft strömt über das Ladeluftrohr zum Ladeluftkühler. Dieser kühlt die Ladeluft ab und leitet sie über das Ladeluftrohr zum Ladeluftverteiler weiter.

Die Steuerung der Aufladung erfolgt über die Ladedruckregelung.

Der Ladedruck wird vom Steuergerät CDI (N3/9) in Abhängigkeit von den folgenden Werten und den dazugehörigen Bauteilen geregelt:

Ladedrucksensor (B5/1)

Kühlmitteltemperatur-Sensor (B11/4)

Temperatursensor Ladeluft (B17/8)

Temperatursensor vor Abgasturbolader (B19/11)

Drucksensor nach Luftfilter (B28/5)

Einspritzmenge wird über die Einspritzdauer der Kraftstoffinjektoren (Y76) und den Kraftstoffdruck in den Rails bestimmt. Der Kraftstoffdruck in den Rails wird über den Kraftstoffdruck-Sensor Hochdruck (B4/6) erfasst.

Abgasdrucksensor (B60), für den Abgasdruck in der Abgasanlage

Hallsensor Kurbelwelle (B70), für die Motordrehzahl

Atmosphärendrucksensor (im Steuergerät CDI integriert), zur Erfassung des Atmosphärendrucks

Funktionsablauf Aufladung

Nach Auswertung der Eingangssignale steuert das Steuergerät CDI in Abhängigkeit von dem Ladedruckkennfeld den Druckwandler Ladedruckregelung (Y77/1) mit einem pulsweitenmodulierten Signal an. Über das Regelgestänge des Druckwandlers Ladedruckregelung wird die Stellung der Leitschaufeln im Abgasturbolader verstellt. Die verstellbaren Leitschaufeln verändern den Strömungsquerschnitt, durch den das Abgas auf das Turbinenrad strömt. Damit passen sie den an dem Turbinenrad anstehenden Gasdruck dem geforderten Ladedruck an. Durch die Drehzahl des Turbinenrads wird die Menge der vorverdichteten Luft und somit der Ladedruck bestimmt. Der Ladedruck wird vom Ladedrucksensor ständig überwacht und an das Steuergerät CDI weitergeleitet. Als Schutz vor thermischer und mechanischer Überlastung des Abgasturboladers werden die Abgastemperatur durch den Temperatursensor vor Abgasturbolader und der Abgasdruck durch den Abgasdrucksensor vom Steuergerät CDI überwacht. Besteht die Gefahr von thermischer oder mechanischer Überlastung, wird der Ladedruck reduziert.

Funktionsschema Elektrik Aufladung

PE09.00-P-2050-97ZAK

Übersicht Systembauteile Common-Rail Diesel Injection (CDI)

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Referenzierte Dokumente