gf0900p2000mmj

Aufladung Funktion

Typ gf · Thema 09.00 · Version 0100 · 2012-04-18

Gültig für: MOTOR 157.9 im TYP 463 ab Modell-J. 2013 /AEJ 12 MOPF

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 09 Luftansaugung, Aufladung › 09.00 Allgemeines — Baureihe 463

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 157 9**

GF09.00-P-2000MMJ

Aufladung Funktion

18.4.12

MOTOR 157.9 im TYP 463 ab Modell-J. 2013
/AEJ 12 MOPF

Funktionsvoraussetzungen Aufladung allgemein

Klemme 87 M (Motorsteuerung EIN)

Motor läuft

Aufladung allgemein

Durch die Aufladung wird der Zylinderfüllungsgrad verbessert. Damit erhöhen sich das Motordrehmoment und die Leistung des Motors.

Die der erhöhten Luftmasse entsprechende Kraftstoffmenge wird vom Steuergerät ME (N3/10) zugemessen.

Bei der Aufladung wird die Strömungsenergie der Abgase zum Antrieb der Abgasturbolader genutzt.

Die Abgasturbolader saugen Frischluft über die Luftfilter an den Verdichtereintritten an und führen diese über die Verdichteraustritte in die Ladeluftrohre zum Ladeluftkühler.

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Durch die hohe Drehzahl der Verdichterräder und den daraus resultierenden hohen Volumenströmen wird die Luft in den Ladeluftrohren verdichtet.

Die verdichtete Ladeluft strömt über die Ladeluftrohre zum Ladeluftkühler. Dieser kühlt anschließend die durch die Verdichtung erwärmte Ladeluft ab und leitet sie über das Ladeluftverteilerrohr zum Saugrohr weiter.

Aufladung Funktionsablauf

Der Funktionsablauf ist in folgenden Teilfunktionen gegliedert:

Funktionsablauf Ladedruckregelung

Funktionsablauf Ladeluftkühlung

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Funktionsablauf Ladedruckregelung

Die Ladedruckregelung erfolgt elektropneumatisch über den Druckwandler Ladedruckregelung (Y77/1). Der Unterdruck wird durch die am Motor angebaute mechanische Unterdruckpumpe erzeugt. Der Druckwandler wird kennfeld- und lastabhängig vom Steuergerät ME zur Ladedruckregelung angesteuert. Dazu wertet das Steuergerät ME folgende Sensoren und Funktionen der Motorsteuerung aus:

– Temperatursensor Ladeluft (B17/8)

– Drucksensor nach Luftfilter Zylinderreihe links (B28/4)

– Drucksensor nach Luftfilter Zylinderreihe rechts (B28/5)

– Drucksensor vor Drosselklappe (B28/6), Ladedruck

– Drucksensor nach Drosselklappe (B28/7), Ladedruck

– Fahrpedalsensor (B37), Lastanforderung vom Fahrer

– Hallsensor Kurbelwelle (B70), Motordrehzahl

– Klopfregelung, Getriebe-Überlastschutz, Überhitzungsschutz

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Im Volllastbereich wird ein maximaler Ladedruck von 900 mbar aufgebaut.

Zur Verringerung des Ladedrucks werden die Abgasströme für den Antrieb der Laderturbinen, durch Öffnen der Ladedruckregelklappen, über jeweils einen Bypass umgeleitet.

Der Druckwandler Ladedruckregelung steuert dazu die Druckdosen Ladedruckregelklappe mit Unterdruck von der Unterdruckpumpe an. Daraufhin schließen die Druckdosen über ein Gestänge die Ladedruckregelklappen, die die Bypässe verschließen. Liegt kein Unterdruck an den Druckdosen an, werden die Ladedruckregelklappen und somit die Bypässe geöffnet. Die Ladedruckregelklappen ermöglichen den Abgasströmen die Turbinenräder zu umgehen (Bypass), wodurch der Ladedruck geregelt und die Turbinendrehzahlen begrenzt werden.

Damit kann der Ladedruck an die momentane Lastanforderung des Motors angepasst werden.

Bei einer Leckage in der Leitung zwischen Unterdruckpumpe und Druckdosen ist kein Ladedruckaufbau möglich.

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Zur Überwachung des aktuellen Ladedrucks gibt der Drucksensor vor Drosselklappe ein entsprechendes Spannungssignal an das Steuergerät ME.

Die Drucksensoren nach Luftfilter dienen dem Steuergerät ME zur Überwachung der Aufladung.

Die Ladelufttemperatur wird im Ladeluftverteiler vom Temperatursensor Ladeluft erfasst und dem Steuergerät ME in Form eines Spannungssignals mitgeteilt.

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Diagnose Ladedruckregelung

Die Funktion der Ladedruckregelung kann nur bewertet werden, wenn mit Xentry Diagnostics die Meldung "Ladedruckregelung adaptiert" angezeigt wird. Nach dem Austausch des Steuergeräts ME oder eines Abgasturboladers ist eine längere Fahrstrecke mit bestimmten Betriebsbedingungen erforderlich, damit diese Adaption vom Steuergerät ME durchgeführt wird.

Sind die Schlauchleitungen zwischen Druckdosen, Druckwandler Ladedruckregelung und Ladeluftkühler undicht, wird im Steuergerät ME der Fehler "Ladedruck zu hoch"gespeichert. Schnelle Lastanforderungen unterhalb des Grundladedrucks werden über den Drosselklappensteller (M16/6) geregelt.

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Aufladung Funktion

P09.00-2110-76

Dargestellt Strömungsverlauf Ansaugluft

1 Luftfiltergehäuse links

3 Abgasturbolader links

4 Abgasturbolader rechts

7 Luftfiltergehäuse rechts

8 Ladeluftverteiler

9 Ladeluftkühler

10 Abgaskrümmer links

11 Abgaskrümmer rechts

A Ansaugluft

Aufladung Funktion

P09.00-2111-76

Dargestellt Strömungsverlauf Ansaugluft/Ladeluft

2 Druckdose (Ladedruckregelklappe)

3 Abgasturbolader links

9 Ladeluftkühler

10 Abgaskrümmer links

M16/6 Drosselklappensteller

A Ansaugluft

B Ladeluft (ungekühlt)

Aufladung Funktion

P09.00-2112-76

Dargestellt Strömungsverlauf Ladeluft

2 Druckdose (Ladedruckregelklappe)

3 Abgasturbolader links

7 Luftfiltergehäuse rechts

8 Ladeluftverteiler

9 Ladeluftkühler

10 Abgaskrümmer links

M16/6 Drosselklappensteller

C Ladeluft (gekühlt)

Aufladung Funktion

P09.00-2114-82

Dargestellt Ladedruckregelung bei einem Tastverhältnis (ti) <5 %

2 Druckdose (Ladedruckregelklappe)

2a Ladedruckregelklappe

3 Abgasturbolader links

3a Turbinenrad

3b Verdichterrad

9 Ladeluftkühler

12 Mechanische Unterdruckpumpe

Y77/1 Druckwandler Ladedruckregelung

A Ansaugluft

B Ladeluft (ungekühlt)

C Ladeluft (gekühlt)

D Abgas

E Umgebungsluftdruck (Atmosphäre)

t Zeit

ti Tastverhältnis

Aufladung Funktion

P09.00-2115-82

Dargestellt Ladedruckregelung bei einem Tastverhältnis (ti) >5 %

2 Druckdose (Ladedruckregelklappe)

2a Ladedruckregelklappe

3 Abgasturbolader links

3a Turbinenrad

3b Verdichterrad

9 Ladeluftkühler

12 Mechanische Unterdruckpumpe

Y77/1 Druckwandler Ladedruckregelung

A Ansaugluft

B Ladeluft (ungekühlt)

C Ladeluft (gekühlt)

D Abgas

E Umgebungsluftdruck (Atmosphäre)

F Unterdruck

t Zeit

ti Tastverhältnis

Funktionsablauf Ladeluftkühlung

Durch die Ladeluftkühlung wird die Ladelufttemperatur <65 °C bei 20 °C Umgebungstemperatur gehalten.

Die abgekühlte Luft nach den Ladeluftkühlern hat eine höhere Dichte. Dadurch erhöht sich die Zylinderfüllung und somit die Motorleistung. Außerdem ist die Klopfneigung und durch niedrigere Abgastemperaturen die Bildung von Stickoxiden (NOx) verringert.

Beide Zylinderreihen besitzen einen gemeinsamen Wasser-/Ladeluftkühler. Der Wasser-/Ladeluftkühler ist an den Niedertemperatur-Kühlkreislauf mit Niedertemperaturkühler und Umwälzpumpe Ladeluftkühler (M44) angeschlossen.

Wenn die Ladelufttemperatur >35 °C beträgt, wird vom Steuergerät ME die Umwälzpumpe Ladeluftkühler über das Relais Abgasturbolader (F58kO) angesteuert.

Sinkt die Ladelufttemperatur unter 25 °C ab, wird die Umwälzpumpe Ladeluftkühler wieder abgeschaltet.

Die Ladelufttemperatur wird zwischen dem Ladeluftkühler und dem Drosselklappensteller vom Temperatursensor Ladeluft erfasst und dem Steuergerät ME mit einem Spannungssignal mitgeteilt.

Den Verschlussdeckel am Ausgleichbehälter des Niedertemperatur-Kühlkreislaufs nur bei erhöhter Ladelufttemperatur (Leistungsmangel) und bei kaltem Motor öffnen. Das Kühlmittel muss bis an den Verschlussdeckel reichen.

Die Kühlkreisläufe der Ladeluftkühlung und der Getriebeölkühlung sind miteinander verbunden und werden gemeinsam durch die Umwälzpumpe Ladeluftkühler betrieben.

Aufladung Funktion

P09.41-2632-76

Dargestellt Kühlmittelkreislauf Ladeluftkühler

9 Ladeluftkühler

11 Getriebölwärmetauscher

12 Zusatz-Niedertemperaturkühler

13 Entlüftungsleitung

14 Niedertemperaturkühler

15 Ausgleichsbehälter

B17/8 Temperatursensor Ladeluft

B28/6 Drucksensor vor Drosselklappe

M16/6 Drosselklappensteller

M44 Umwälzpumpe Ladeluftkühler

Funktionsschema Elektrik Aufladung

PE09.00-P-2050-97ZGC

Übersicht Systembauteile Benzin-Einspritz- und Zündsystem mit Direkteinspritzung

GF07.70-P-9998MMJ

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