gf0715g3002a

Fördermengensteuerung PLD Funktion

Typ gf · Thema 07.15 · Version 0100 · 2019-12-17

Gültig für: Motor 900.91/92 im Typ 000.001 Motor 902.91/93 im Typ 000.001 Motor 904.94/95/96/97 im Typ 000.001 Motor 906.93/94/95/96/98/99 im Typ 000.001 Motor 924.91/93/94 im Typ 000.001 Motor 925.9 im Typ 000.001 Motor 926.91/92/93/95/97/98 im Typ 000.001

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.15 Dieseleinspritzsystem (PLD), Motorregelung (MR) — Baureihe 000 (Baumuster 001) · Baureihe 900 (Baumuster 91*, 92*) · Baureihe 902 (Baumuster 91*, 93*) · Baureihe 904 (Baumuster 94*, 95*, 96*, 97*) · Baureihe 906 (Baumuster 93*, 94*, 95*, 96*, 98*, 99*)

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 924 91*, 924 93*, 924 94*, 925 9**, 926 91*, 926 92*, 926 93*, 926 95*, 926 97*, 926 98*

GF07.15-G-3002A

Fördermengensteuerung PLD Funktion

17.12.2019

Motor

900.91/92 im Typ 000.001

Motor

902.91/93 im Typ 000.001

Motor

904.94/95/96/97 im Typ 000.001

Motor

906.93/94/95/96/98/99 im Typ 000.001

Motor

924.91/93/94 im Typ 000.001

Motor

925.9 im Typ 000.001

Motor

926.91/92/93/95/97/98 im Typ 000.001

Die Fördermengensteuerung PLD Funktion wird beispielhaft am Motor 926.9 (6 Zylinder) beschrieben.

Fördermengensteuerung PLD Funktion

G07.15-A029-79

A3

Steuergerät Fahrregelung (CPC)

Y602

Einzeleinspritzpumpe Zylinder 3

A6

Steuergerät Motormanagement (MR)

Y603

Einzeleinspritzpumpe Zylinder 4

CAN 4

Antriebs-CAN

Y604

Einzeleinspritzpumpe Zylinder 5

Y600

Einzeleinspritzpumpe Zylinder 1

Y605

Einzeleinspritzpumpe Zylinder 6

Y601

Einzeleinspritzpumpe Zylinder 2

B

Ausgangssignale

Fördermengensteuerung PLD Funktion

Förderbeginn, dargestellt an der Einzeleinspritzpumpe Zylinder 1

1

Kurbelwelle

2

Nockenwelle

3

Pumpennocken

4

Rollenstößel

5

Hochdruckraum

6

Magnetventil

7

Einspritzdüse

Y600

Einzeleinspritzpumpe Zylinder 1

OT

Oberer Totpunkt

UT

Unterer Totpunkt

a

Förderbeginn (z. B. bei 5° Kurbelwellenwinkel vor dem oberen Totpunkt (OT))

G07.15-A032-82

Fördermengensteuerung PLD Funktion

Förderende, dargestellt an der Einzeleinspritzpumpe Zylinder 1

1

Kurbelwelle

2

Nockenwelle

3

Pumpennocken

4

Rollenstößel

5

Hochdruckraum

6

Magnetventil

7

Einspritzdüse

Y600

Einzeleinspritzpumpe Zylinder 1

OT

Oberer Totpunkt

UT

Unterer Totpunkt

b

Förderende (z. B. bei 5° Kurbelwellenwinkel nach dem oberen Totpunkt (OT), wenn der Förderwinkel (c) 10° beträgt)

c

Förderwinkel

G07.15-A033-82

Allgemeines

Die Fördermenge (und somit auch die Einspritzmenge) wird über den Förderwinkel (c) gesteuert.

Der Förderwinkel (c) ist der Winkel, um den sich die Kurbelwelle (1) bei laufendem Motor zwischen dem Förderbeginn (a) und dem Förderende (b) der jeweiligen Einzeleinspritzpumpe Zylinder 1 bis 6 dreht.

Je nach Größe des Förderwinkels (c) ändert sich die Kraftstoffmenge, die von der jeweiligen Einzeleinspritzpumpe Zylinder 1 bis 6 gefördert und über die Einspritzdüse (7) in den entsprechenden Zylinder eingespritzt wird.

Muss die Einspritzmenge erhöht werden, z. B. wenn eine Leistungsanforderung besteht und das Motoristmoment kleiner als das Motorsollmoment ist, dann vergrößert das Steuergerät Motormanagement (MR) den Förderwinkel (c). Dies geschieht dadurch, dass das Steuergerät Motormanagement (MR) die Magnetventile (6) in den Einzeleinspritzpumpen Zylinder 1 bis 6 länger ansteuert, und somit das Förderende (b) auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt.

Der Bereich, in dem eine Steuerung der Fördermenge erfolgen kann, wird durch die Bauform der Einzeleinspritzpumpen Zylinder 1 bis 6 und der Nockenwelle (2) vorgegeben.

Befindet sich der Rollenstößel (4) z. B. auf dem Grundkreis des Pumpennockens (3), so erfolgt bei der Ansteuerung des Magnetventils (6) keine Einspritzung. D. h., der maximale Steuerbereich wird durch den Hub des Pumpennockens (3) (ca. 65,5° Nockenwellenwinkel) und der maximale Mengenbereich durch das entsprechende Verdrängungsvolumen im Hochdruckraum (5) bestimmt.

Funktion

Zunächst berechnet das Steuergerät Motormanagement (MR) die notwendige Einspritz- bzw. Fördermenge, die sie zur Regelung der Motordrehzahl benötigt. Dabei sind die Faktoren, die in die Berechnung und in die spätere Steuerung der Fördermenge einfließen, je nach Betriebs- und Lastzustand des Motors unterschiedlich.

Insbesondere beim Startvorgang, bei dem die Einspritzmenge unabhängig von der Fahrpedalstellung bestimmt wird, aber auch während des Fahrbetriebs kann die Fördermenge, z. B. über ein Rauchbegrenzungskennfeld, begrenzt werden, um einen erhöhten Rauchausstoß zu vermeiden.

Eine zusätzliche Höhenkorrektur verhindert ebenfalls, dass zu viel Kraftstoff eingespritzt wird und dadurch ein erhöhter Rauchausstoß entsteht. Die Höhenkorrektur passt die Abgasrückführrate, der Ansteuerungsbeginn sowie die Ansteuerungsdauer (Einspritzmenge) der Einzeleinspritzpumpen Zylinder 1 bis 6 an, je nach den festgelegten Grenzwerten für das Luftverhältnis (Lambda).

Das Steuergerät Motormanagement (MR) berechnet die Fördermenge und den daraus resultierenden Förderwinkel (c) für jede Einzeleinspritzpumpe Zylinder 1 bis 6 (der Förderbeginn (a) wurde innerhalb der Spritzbeginnregelung bereits ermittelt). Daraufhin steuert das Steuergerät Motormanagement (MR) das jeweilige Magnetventil (6) in den Einzeleinspritzpumpen Zylinder 1 bis 6, deren Zylinder sich im Kompressionstakt befinden, an und leitet somit den Förderhub an dieser Einzeleinspritzpumpe Zylinder 1 bis 6 ein.

Die folgende Haltezeit des jeweiligen Magnetventils (6), d. h. die Zeit, in der das jeweilige Magnetventil (6) in den Einzeleinspritzpumpen Zylinder 1 bis 6 angesteuert wird, bestimmt die Fördermenge und somit die Einspritzdauer bzw. Einspritzmenge. Es wird so lange Kraftstoff in den Brennraum eingespritzt, bis das Steuergerät Motormanagement (MR) die Ansteuerung des jeweiligen Magnetventils (6) unterbricht und das Förderende (b) einleitet.

Mengensteuerung Startvorgang Funktion

GF07.15-G-3013A

Mengensteuerung im Schubbetrieb Funktion

GF07.15-G-3015A

Mengensteuerung im Leerlauf Funktion

GF07.15-G-3016A

Mengensteuerung bei Teillast/Volllast Funktion

GF07.15-G-3017A

Referenzierte Dokumente