15.03.07 | Das Dokument wurde bis zu diesem Datum aktualisiert und unterliegt nicht mehr dem Änderungsdienst. |
Aufgabe
Drehmoment und Leistung im mittleren/oberen Drehzahl-/Lastbereich steigern.
Höchstgeschwindigkeit begrenzen.
Merkmal
An dem Nockenwellenversteller ist der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) angebracht, der den Steuerkolben für die hydraulisch/
mechanische Verstellung betätigt und vom Steuergerät HFM (N3/4) angesteuert wird.
Die Einlaßnockenwelle wird durch Verdrehen des Nockenwellenverstellers nach ”Früh” (große Ventilüberschneidung) oder nach ”Spät” (geringe Ventilüberschneidung) verstellt.
Der Verstellbereich des Nockenwellenverstellers beträgt
ca. 32° KW.
Angaben beziehen sich auf eingelegte Fahrstellung und mittlerer Last.
Bedingung Stellung der Nockenwelle
<1500/min ”Spät”
>1500/min und <4200/min ”Früh”
>4200/min ”Spät”
> 250 km/h ”Früh”
P05.20-0002-06
Funktion
Drehzahlbereich <1500/min (”Spät”)
Bei Drehzahlen <1500/min wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) nicht angesteuert und die Nockenwelle befindet sich in ”Spät” (Grundstellung). Bedingt durch die geringe Ventilüberschneidung (Y) wird nur eine geringe Menge Abgas in den Ansaugtrakt geschoben, dadurch wird die Leerlaufqualität positiv beeinflußt.
A Diagramm Steuerzeiten
AÖ Auslaßventil öffnet
AS Auslaßventil schließt
B Ansaugen
C Verdichten
EÖ Einlaßventil öffnet
ES Einlaßventil schließt
OT Oberer Totpunkt
UT Unterer Totpunkt
Y Ventilüberschneidung
1 Ansaugkanal
2 Auslaßkanal
P05.20-0003-06
Drehzahlbereich 1500–4200/min (”Früh”)
Bei Drehzahlen >1500/min und <4200/min wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) angesteuert und die Nockenwelle in ”Früh” verstellt. Bedingt durch die große Ventilüberschneidung (Y) können die Frischgase annähernd der Kolbenbewegung folgen.
A Diagramm Steuerzeiten
AÖ Auslaßventil öffnet
AS Auslaßventil schließt
B Ansaugen
C Verdichten
EÖ Einlaßventil öffnet
ES Einlaßventil schließt
OT Oberer Totpunkt
UT Unterer Totpunkt
Y Ventilüberschneidung
1 Ansaugkanal
2 Auslaßkanal
P05.20-0003-06
Das Hubvolumen wird größtenteils mit Frischgasen befüllt und ergibt bessere Füllung/Drehmoment. Beim Ausstoßen wird durch die frühere Öffnung der Einlaßventile eine gewisse Menge Abgas in den Ansaugtrakt geschoben (innere Abgasrückführung), dies verringert das Entstehen von Stickoxiden (NOx).
A Diagramm Steuerzeiten
AÖ Auslaßventil öffnet
AS Auslaßventil schließt
B Ansaugen
C Verdichten
EÖ Einlaßventil öffnet
ES Einlaßventil schließt
OT Oberer Totpunkt
UT Unterer Totpunkt
Y Ventilüberschneidung
1 Ansaugkanal
2 Auslaßkanal
P05.20-0004-06
Drehzahlbereich >4200/min (”Spät”)
Bei Drehzahlen >4200/min wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) nicht angesteuert und die Nockenwelle befindet sich in ”Spät” (Grundstellung). Durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit der Frischgase und das ”späte” Schließen der Einlaßventile wird durch die Massenträgheit der Frischgase ein Nachladeeffekt erreicht (Leistungssteigerung).
A Diagramm Steuerzeiten
AÖ Auslaßventil öffnet
AS Auslaßventil schließt
B Ansaugen
C Verdichten
EÖ Einlaßventil öffnet
ES Einlaßventil schließt
OT Oberer Totpunkt
UT Unterer Totpunkt
Y Ventilüberschneidung
1 Ansaugkanal
2 Auslaßkanal
P05.20-0002-06
Fahrgeschwindigkeit >250 km/h (”Früh”)
Bei einer Geschwindigkeit >250 km/h wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) angesteuert und die Nockenwelle befindet sich in ”Früh”. Durch das ”frühe” Schließen der Einlaßventile, kann die Massenträgheit der Frischgase und somit der Nachladeeffekt nicht genutzt werden (Leistungsminderung).
A Diagramm Steuerzeiten
AÖ Auslaßventil öffnet
AS Auslaßventil schließt
B Ausstoßen
C Verdichten
EÖ Einlaßventil öffnet
ES Einlaßventil schließt
OT Oberer Totpunkt
UT Unterer Totpunkt
Y Ventilüberschneidung
1 Ansaugkanal
2 Auslaßkanal