gf0710p1016a

Nockenwelleneinstellung Funktion

Typ gf · Thema 07.10 · Version 0100 · 2009-01-30

Gültig für: MOTOR 104.942 /992

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.10 Elektronische Motorsteuerung/Motorregelung

Gilt auch für Motoren/Getriebe: 104 942, 104 992

GF07.10-P-1016A

Nockenwelleneinstellung Funktion

8.1.09

MOTOR 104.942 /992

15.03.07

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und unterliegt nicht mehr dem Änderungsdienst.

Aufgabe

Drehmoment und Leistung im mittleren/oberen Drehzahl-/Lastbereich steigern.

Höchstgeschwindigkeit begrenzen.

Merkmal

An dem Nockenwellenversteller ist der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) angebracht, der den Steuerkolben für die hydraulisch/
mechanische Verstellung betätigt und vom Steuergerät HFM (N3/4) angesteuert wird.

Die Einlaßnockenwelle wird durch Verdrehen des Nockenwellenverstellers nach ”Früh” (große Ventilüberschneidung) oder nach ”Spät” (geringe Ventilüberschneidung) verstellt.

Der Verstellbereich des Nockenwellenverstellers beträgt
ca. 32° KW.

Angaben beziehen sich auf eingelegte Fahrstellung und mittlerer Last.

Bedingung Stellung der Nockenwelle

<1500/min ”Spät”

>1500/min und <4200/min ”Früh”

>4200/min ”Spät”

> 250 km/h ”Früh”

Nockenwelleneinstellung Funktion

P05.20-0002-06

Funktion

Drehzahlbereich <1500/min (”Spät”)

Bei Drehzahlen <1500/min wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) nicht angesteuert und die Nockenwelle befindet sich in ”Spät” (Grundstellung). Bedingt durch die geringe Ventilüberschneidung (Y) wird nur eine geringe Menge Abgas in den Ansaugtrakt geschoben, dadurch wird die Leerlaufqualität positiv beeinflußt.

A Diagramm Steuerzeiten

AÖ Auslaßventil öffnet

AS Auslaßventil schließt

B Ansaugen

C Verdichten

EÖ Einlaßventil öffnet

ES Einlaßventil schließt

OT Oberer Totpunkt

UT Unterer Totpunkt

Y Ventilüberschneidung

1 Ansaugkanal

2 Auslaßkanal

Nockenwelleneinstellung Funktion

P05.20-0003-06

Drehzahlbereich 1500–4200/min (”Früh”)

Bei Drehzahlen >1500/min und <4200/min wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) angesteuert und die Nockenwelle in ”Früh” verstellt. Bedingt durch die große Ventilüberschneidung (Y) können die Frischgase annähernd der Kolbenbewegung folgen.

A Diagramm Steuerzeiten

AÖ Auslaßventil öffnet

AS Auslaßventil schließt

B Ansaugen

C Verdichten

EÖ Einlaßventil öffnet

ES Einlaßventil schließt

OT Oberer Totpunkt

UT Unterer Totpunkt

Y Ventilüberschneidung

1 Ansaugkanal

2 Auslaßkanal

Nockenwelleneinstellung Funktion

P05.20-0003-06

Das Hubvolumen wird größtenteils mit Frischgasen befüllt und ergibt bessere Füllung/Drehmoment. Beim Ausstoßen wird durch die frühere Öffnung der Einlaßventile eine gewisse Menge Abgas in den Ansaugtrakt geschoben (innere Abgasrückführung), dies verringert das Entstehen von Stickoxiden (NOx).

A Diagramm Steuerzeiten

AÖ Auslaßventil öffnet

AS Auslaßventil schließt

B Ansaugen

C Verdichten

EÖ Einlaßventil öffnet

ES Einlaßventil schließt

OT Oberer Totpunkt

UT Unterer Totpunkt

Y Ventilüberschneidung

1 Ansaugkanal

2 Auslaßkanal

Nockenwelleneinstellung Funktion

P05.20-0004-06

Drehzahlbereich >4200/min (”Spät”)

Bei Drehzahlen >4200/min wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) nicht angesteuert und die Nockenwelle befindet sich in ”Spät” (Grundstellung). Durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit der Frischgase und das ”späte” Schließen der Einlaßventile wird durch die Massenträgheit der Frischgase ein Nachladeeffekt erreicht (Leistungssteigerung).

A Diagramm Steuerzeiten

AÖ Auslaßventil öffnet

AS Auslaßventil schließt

B Ansaugen

C Verdichten

EÖ Einlaßventil öffnet

ES Einlaßventil schließt

OT Oberer Totpunkt

UT Unterer Totpunkt

Y Ventilüberschneidung

1 Ansaugkanal

2 Auslaßkanal

Nockenwelleneinstellung Funktion

P05.20-0002-06

Fahrgeschwindigkeit >250 km/h (”Früh”)

Bei einer Geschwindigkeit >250 km/h wird der Stellmagnet Nockenwelle (Y49) angesteuert und die Nockenwelle befindet sich in ”Früh”. Durch das ”frühe” Schließen der Einlaßventile, kann die Massenträgheit der Frischgase und somit der Nachladeeffekt nicht genutzt werden (Leistungsminderung).

A Diagramm Steuerzeiten

AÖ Auslaßventil öffnet

AS Auslaßventil schließt

B Ausstoßen

C Verdichten

EÖ Einlaßventil öffnet

ES Einlaßventil schließt

OT Oberer Totpunkt

UT Unterer Totpunkt

Y Ventilüberschneidung

1 Ansaugkanal

2 Auslaßkanal