gf0703b315201a

Einspritzdüse Funktion

Typ gf · Thema 07.03 · Version 0100 · 2019-09-04

Gültig für: Motor 460.9 im Typ 934, 938 mit Code MS5 (BlueTec 5) Motor 460.9 im Typ 963, 964 mit Code M5S (Motorausführung Euro V, Export)'

Einordnung

Funktionsgruppe 1 Motor › 07 Gemischaufbereitung › 07.03 Einspritzdüsen, Einspritzventile, Leitungen — Baureihe 460 (Baumuster 9**) · Baureihe 934 · Baureihe 938 · Baureihe 963 · Baureihe 964

EinPAS 15 Motor › 15.45 Motormanagement › 15.45.42 Kraftstoffverteiler/Rail/Düse/Injektor — Baureihe 460 (Baumuster 9**) · Baureihe 934 · Baureihe 938 · Baureihe 963 · Baureihe 964

GF07.03-B-3152-01A

Einspritzdüse Funktion

Motor

460.9 im Typ 934, 938

mit Code MS5 (BlueTec 5)

Motor

460.9 im Typ 963, 964

mit Code M5S (Motorausführung Euro V, Export)

Einspritzdüse Funktion

W07.03-1031-79

1

Düsenhalter

8

Düsennadel

15

Sackloch

2

Ausgleichsscheibe

9

Einspritzdüse

16

Einspritzbohrung

3

Versorgungsbohrung

10

Befestigungsmutter der Düse

17

Hubanschlagflächen

4

Druckbolzen

11

Druckrohranschlussstutzen

18

Düsennadelsitz

5

Zwischenscheibe

12

Balkenfilter

6

Sprungfeder

13

Drucknocken

A

Ruhestellung

7

Zentrierbolzen

14

Druckdose

B

Einspritzposition

Die Druckfeder (6) am Düsenhalter (1) drückt den Druckbolzen (4) auf die Düsennadel (8). Die Vorspannung der Druckfeder (6), die unter anderem von der Dicke der Ausgleichsscheibe (2) abhängt, bestimmt den Öffnungsdruck der Einpritzdüse (9).

Der Kraftstoff, der von der entsprechenden Einspritzeinheit gefördert wird, sobald die Motorsteuerung (MR) das jeweilige Magnetventil ansteuert, gelangt durch die Einspritzleitung und den jeweiligen Druckrohranschluss (11) der Versorgungsbohrung (3) des Düsenhalters (1). Aus der Versorgungsbohrung (3) im Düsenhalter (1) heraus strömt der Kraftstoff in die Zwischenscheibe (5), die den Düsenhalter (1) gegen die Einspritzdüse (9) abdichtet und gleichzeitig als Hubanschlagfläche zur Düsennadel (8) dient.

Durch die Zwischenscheibe (5) gelangt der Kraftstoff in die Versorgungsbohrung der Einspritzdüse (9) und damit in die Druckdose (14) und in den Düsennadelsitz (18).

Der Düsennadelsitz (18) dichtet die Versorgungsbohrung (3) gegen die Brennkammer ab.

Über den Drucknocken (13) wirkt der Kraftstoffdruck auf die Düsennadel (8), die von ihrem Sitz abgehoben wird, sobald der von der Einspritzeinheit erzeugte Druck den Öffnungsdruck überschreitet.

Wenn die Düsennadel (8) von ihrem Sitz abgehoben wird, fließt der Kraftstoff durch den Düsennadelsitz (18) in das Sackloch (15) und wird durch mehrere Einspritzbohrungen (16) eingespritzt, welche gleichmäßig über die gesamte Oberfläche des Düsenkopfes in der Brennkammer aufgeteilt sind. Die Hubhöhe der Düsennadel (8) wird durch die Hubanschlagefläche (17) begrenzt, die sich an der Düsennadel (8) befindet und an der Zwischenscheibe (5) anliegt.

Die Einspritzung ist beendet, wenn der von der Einspritzeinheit erzeugte Kraftstoffdruck abgefallen ist, so dass die Druckfeder (6) die Düsennadel (8) zurück in ihren Sitz drückt.

Einspritzdüse Funktion

Einspritzverlauf durch eine 8-Loch-Düse (Sacklochdüse) dargestellt

W07.03-1032-73