Einbauanleitung
Umrüstung auf einteiliges Scheibenrad
VA: 8 J x 18 H 2 ET 31
HA: 9 J x 18 H 2 ET 35 40.41
Typ 210 (E-Klasse)
Voraussetzung für die Verwendung der Räder-/Reifen-Kombination ist, daß die in den
Abschnitten A, B, C, D und E beschriebenen Umfänge vollständig durchgeführt werden.
Die Einbauanleitung ist in folgende Abschnitte unterteilt:
P40-5444-13
A. Zulässige Rad-/Reifenkombination
B. Abmontieren der Serienräder
C. Änderungen an der Karosserie
D. Montage der Sonderräder
E. Reifenluftdruck/Reifenfabrikate/
Schneekettenbetrieb
F. Technische Angaben
G. Bestell-Hinweise für Ersatzteile
Hinweis
In der Bundesrrepublik Deutschland ist nach dem Umbau eine Anbauabnahme durch einen amtlich
anerkannten Sachverständigen oder Prüfer einer Technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeugverkehr
oder durch einen Prüfingenieur einer amtlich anerkannten Überwachungsorganisation erforderlich.
A. Zulässige Rad-/Reifenkombination
Zulässige Rad-/Reifenkombination für
Baumuster 210
Vorderachse | Hinterachse | |
Raddimension | 8 J x 18 H2 ET 31 235/40 ZR 18 | 9 J x 18 ET 35 265/35 ZR 18 |
B. Abmontieren der Serienräder
1 Radblenden bei Stahlblech-Scheibenrädern abmontieren 2 Radschrauben lösen. 3 Fahrzeug anheben. 4 Radschrauben herausschrauben. Hinweis Beim Herausschrauben der letzten Radschraube darauf achten, daß das Rad nicht unkontrolliert von der Nabe kippt. 5 Rad abnehmen. schrauben dem Ersatzrad beigelegt werden. Das serienmäßige Ersatzrad kann als Notrad verwendet werden. Aufgrund eines veränderten Fahrverhaltens durch verschiedene Reifenabrollumfänge und Räder- einpreßtiefen, ist eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 80 km/h zulässig. Hierfür ist das serienmäßige Ersatzrad mit dem beigelegten Zusatzaufkleber (A140 584 33 38) zu kennzeichnen. Notrad sobald wie möglich wieder gegen Standard- rad tauschen. |
C. Änderungen an der Karosserie
1 Karosserienacharbeit an den vorderen Kotflügeln
P88.10-0223-13
1.1 Vorderen Kotflügelfalz umbördeln:
Bei Umrüstung auf breitere Räder/Reifen müssen die Kotflügelinnenkanten der vorderen Kotflügel im gesamten Radausschnitt auf einen Winkel von 90° umgebördelt werden (siehe Bild).
1.2 Bei zu reichlich aufgetragenem PVC-Unterbodenschutz diesen vor dem Umlegen des Kotflügelbords entsprechend ausschleifen.
1.3 Mit einem Heißluftfön die Kotflügelaussen-
kante sorgfältig auf 70 - 80 °C erwärmen.
Hinweis
Lack bei Erwärmung nicht überhitzen
(max. 80 °C).
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1.4 Im gekennzeichneten Bereich (A) wird der
Kotflügelbord in mehreren Etappen zur
Kotflügelinnenseite umgebördelt. Um Be-
schädigungen am Lack zu vermeiden, muß ein
Kunststoffhammer verwendet werden.
Hinweis
Eventuelle Beschädigungen am Lack- bzw.
Unterschutz sind auszubessern.
1.5 Die auslaufenden Ecken im Bereich A am
Kotflügel sind auf Freigang zu prüfen und ge-
gebenenfalls entsprechend nachzuarbeiten.
P88.20-0253-13
1.6 Kotflügelbefestigungsschraube (C) heraus-
drehen und PA Scheibe (D) H WA210 990 02 40
zwischen Kotflügel und Halter unterlegen.
1.7 Zum Unterlegen der Frontschürze PA Scheibe (D) H WA210 990 02 40 an den seitlichen Halter auflegen.
2 Anlegen der Kotflügelkanten hinten
P88.10-0224-13
2.1 Die Kotflügelkanten der hinteren Kotflügel müssen im gesamten Radausschnitt auf einen Winkel von 90° umgebördelt werden (siehe Bild).
2.2 Mit einem Heißluftfön die Kotflügelaußen-
kante sorgfältig auf 70 - 80 °C erwärmen.
Hinweis
Lack bei Erwärmung nicht überhitzen
(max. 80 °C).
P88.10-0226-13
2.3 In mehreren Etappen wird der Kotflügelfalz
im gekennzeichneten Bereich (A) bis zur Ober-
kante der Heckschürze angelegt. Insbesonderen
ist im hinteren Bereich (B) und an der hinteren
Ecke über der Heckschürze eine enge Anlage
des Falzes erforderlich. Um Beschädigungen am
lack zu vermeiden, muß ein Kunststoffhammer
verwendet werden.
Hinweis
Eventuelle Beschädigungen an Lack bzw. Unterbodenschutz ausbessern.
2.4 Radhäuser mit Unterbodenschutz nach-
konservieren. Die umgelegten Kotflügelkanten
sind mit Hohlraumversiegelung einzusprühen.
2.5 Die an den Radausschnitt angrenzende
Seite des Stoßfängers (B) ist auf ihrer Oberseite
unter einem Winkel von ca. 60° schräg nach
hinten und von oben her ca. 3 cm schräg nach
unten abzuschleifen.
D. Montage der Sonderräder
1 Zentrierbolzen (Bordwerkzeug) in die
oberste Gewindebohrung der Radnabe ein-
schrauben.
2 AMG-Leichtmetallrad aufstecken und an die Radnabe drücken.
3 Radschrauben eindrehen und kraft-
schlüssig anziehen. Die Radschrauben müssen
trocken und fettfrei sein.
Darauf achten, daß die Räder nicht durch ein-
seitiges Anziehen der Radschrauben verspannt
werden (Radschrauben in mehreren Durchgän-
gen über Kreuz anziehen).
Für die Radverschraubung sind ausschließlich
die dem Rad beigelegten Kugelbundschrauben
M12 x 1,5 x 40 zu verwenden.
4 Zentrierbolzen herausschrauben und durch eine Radschraube ersetzen.
5 Wagen ablassen.
6 Radschrauben über Kreuz gleichmäßig mit einem Drehmoment von 110 Nm anziehen.
AMG-Leichtmetallräder müssen nach einer Lauf-
strecke zwischen 100 und 500 km nachgezogen
werden (Anziehdrehmoment 110 Nm).
E. Reifenluftdruck/Reifenfabrikate/Schneekettenbetrieb
1 Der Reifenluftdruck ist analog dem serien- mäßigen Luftdruckschild in der Tankklappe einzu- stellen. 2 Die empfohlenen Reifenfabrikate sind der aktuellen Service-Information "Sommerreifen in Verbindung mit AMG-Sonderausstattungen und AMG-Leichtmetallrädern aus dem Zubehörpro- gramm", zu entnehmen. Laufrichtungsgebundene Reifen bei der Montage berücksichtigen! 3 Die Montage von Schneeketten ist in Ver- bindung mit der AMG-Rad-/Reifenkombination nicht zulässig. |
F. Technische Angaben
1. Angaben zum Sonderrad 8 J x 18 H2 ET 31
Hersteller: AMG/Lemmerz
Typ: H WA210 401 01 02
Radgröße: 8 J x 18 H2
Einpreßtiefe: 31 mm
Lochkreis: d=112 mm, 5 Loch
Zul. Radlast: 680 kg bei r dyn=312 mm
Zentrierung: Mittenzentrierung d=66,45 mm H9
Art: Einteiliges, gegossenes Leichtmetallrad
Breite des Felgen-
bettes 8 Zoll
Kennzeichnung: Radaußenseite: Beschriftung eingegossen:
AMG-Logo
Radinnenseite: Beschriftung eingegossen:
Herstellungsdatum: Monat/Jahr
Einpreßtiefe: ET 31
Radgröße: 8 J x 18 H2
AMG-Teile-Nr.: H WA210 401 01 02
Lemmerz-Firmenzeichen
Prüfzeichen SAE J 175 JWL-Zeichen
Made in Belgium
Herstellerkennzeichen
Kokillen-Nr.
MB- Warenzeichen
Ventil: Gummiventil
Befestigung: Nur mit den vom Radhersteller mitgelieferten Kugelbundschrauben
M12 x 1,5 x 40
Auswuchtgewichte: Nur Klebegewichte wie MB-Serie zulässig
2. Angaben zum Sonderrad 9 J x 18 H2 ET 35
Hersteller: AMG/Lemmerz
Typ: H WA210 401 02 02
Radgröße: 9 J x 18 H2
Einpreßtiefe: 35 mm
Lochkreis: d=112 mm, 5 Loch
Zul. Radlast: 680 kg bei r dyn=312 mm
Zentrierung: Mittenzentrierung d=66,45 mm H9
Art: Einteiliges, gegossenes Leichtmetallrad
Breite des Felgen-
bettes 9 Zoll
Kennzeichnung: Radaußenseite: Beschriftung eingegossen:
AMG-Logo
Radinnenseite: Beschriftung eingegossen:
Herstellungsdatum: Monat/Jahr
Einpreßtiefe: ET 35
Radgröße: 9 J x 18 H2
AMG-Teile-Nr.: H WA210 401 02 02
Lemmerz-Firmenzeichen
Prüfzeichen SAE J 175 JWL-Zeichen
Made in Belgium
Herstellerkennzeichen
Kokillen-Nr.
MB- Warenzeichen
Ventil: Gummiventil
Befestigung: Nur mit den vom Radhersteller mitgelieferten Kugelbundschrauben
M12 x 1,5 x 40
Auswuchtgewichte: Nur Klebegewichte wie MB-Serie zulässig
F. Bestell-Hinweise für Ersatzteile
Ersatzteile
Benennung | Teil-Nr. |
Leichtmetall-Scheibenrad 8 J x 18 H 2 ET 31 mit Befestigungsmaterial und Radzierdeckel | B6 603 1000 |
Leichtmetall-Scheibenrad 9 J x 18 H 2 ET 35 mit Befestigungsmaterial und Radzierdeckel | B6 603 1001 |
Radzierdeckel | A201 400 04 25 |
Kugelbundschraube M12x1,5 mit Schaftlänge L= 40 mm | A124 400 04 70 |
Gummiventil | A000 400 02 13 |
PA Scheibe | H WA210 990 02 40 |
Hinweis
Auf Kundenwunsch ist ein Satz Radsicherungs-
schrauben (Best-Nr.: B6 6 40 8234) lieferbar.
Referenzierte Dokumente
- ea4041gz03263z 40.41 - Gutachten Zubehör: AMG Scheibenrad 8,0 J x 18 H2 ET 31 (1-tlg.) und 9,0 J x 18 H2 ET 35 (1-tlg.) Typ 210