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40.05 - AMG-Zubehör: Umrüstung auf Reifen 235/45 R 17 u. mehrteiliges Scheibenr. 8,5 Jx17 H 2 ET 18 Typ 126

Typ ea · Thema 40.10 · Version 9578 · 1995-07-13

Gültig für:

Einordnung

Funktionsgruppe 2 Fahrwerk › 40 Räder, Fahrwerkvermessung › 40.10 Räder, Reifen — Baureihe 126

Einbauanleitung

Umrüstung auf Reifen 235/45 R 17 und mehr-
teiliges Scheibenrad 8 1/2 J 17 H 2 ET 18 40.05

Typ 126

Voraussetzung für die Verwendung der Räder-/Reifen-Kombination ist, daß die in den Abschnit
ten A, B, C, D, E und F beschriebenen Umfänge vollständig durchgeführt werden.

Die Einbauanleitung ist in folgende Abschnitte
unterteilt:

40.05 - AMG-Zubehör:                                                            
	Umrüstung auf Reifen 235/45 R 17 u. mehrteiliges Scheibenr. 8,5 Jx17 H 2 ET 18  
	Typ 126

A. Abmontieren der Serienräder

B. Änderungen an der Karosserie

C. Montage der Sonderräder

D. Reifenluftdruck/Reifenfabrikate/
Schneekettenbetrieb

E. Tachoangleichung

F. Technische Angaben

G. Bestell-Hinweise für Ersatzteile

Hinweis

In der Bundesrepublik Deutschland ist der Eintrag in die Fahrzeugpapiere erforderlich. Dazu muß dem TÜV/TÜA eine Kopie des jeweiligen Musterberichtes vorgelegt werden.

A. Abmontieren der Serienräder

1 Radblenden bei Stahlblech-Scheibenrädern abmontieren.

2 Radschrauben lösen.

3 Fahrzeug anheben.

4 Radschrauben herausschrauben.

Hinweis

Beim Herausschrauben der letzten Radschraube darauf achten, daß das Rad nicht unkontrolliert von der Nabe kippt.

5 Rad abnehmen.

Es müssen 5 der abmontierten Serien-Radschrauben dem Ersatzrad beigelegt werden.
Das serienmäßige Ersatzrad kann als Notrad verwendet werden.
Aufgrund eines veränderten Fahrverhaltens durch verschiedene Reifenabrollumfänge und Rädereinpresstiefen, ist eine Höchstgeschwindigkeit von max. 80 km/h zulässig. Hierfür ist das serienmäßige Ersatzrad mit dem beigelegten Zusatzaufkleber
(H WA201 584 04 39) zu kennzeichnen.
Notrad sobald wie möglich wieder gegen Standardrad tauschen.

B. Änderungen an der Karosserie

1 Karosserienacharbeit an den vorderen
Kotflügeln

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	Umrüstung auf Reifen 235/45 R 17 u. mehrteiliges Scheibenr. 8,5 Jx17 H 2 ET 18  
	Typ 126

1.1 Vorderen Kotflügelfalz umbördeln:
Bei Umrüstung auf breitere Räder/Reifen müssen die Kotflügelinnenkanten der vorderen Kotflügel im gesamten Radausschnitt auf einen Winkel von 110° umgebördelt werden.

1.2 Bei zu reichlich aufgetragenem PVC-Unterbodenschutz diesen vor dem Anlegen des Kotflügelbords entsprechend ausschleifen.

1.3 Mit einem Heißluftfön die Kotflügelaußenkanten sorgfältig auf maximal 70 °- 80 °C erwärmen.

Hinweis

Lack bei Erwärmung nicht überhitzen
(max. 80 °C).

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1.4 Im gekennzeichneten Bereich (A) wird der Kotflügelbord in mehreren Etappen bis zur Kotflügelinnenseite umgebördelt. Um Beschädigungen am Lack zu vermeiden, muß ein Kunststoffhammer verwendet werden.

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	Typ 126

1.5 Kotflügelkante innerhalb des gekennzeichneten Bereiches (B) nach unten gleichmäßig auslaufen lassen.

Hinweis

Eventuelle Beschädigungen an Lack bzw. Unterbodenschutz ausbessern.

1.6 Seitenbeplankung entsprechend der nachgearbeiteten Kotflügelkontur abschleifen und montieren.

2 Anlegen der Kotflügelkante hinten

2.1 Bei zu reichlich aufgetragenem PVC-Unterbodenschutz diesen vor dem Anlegen des Kotflügelbords entsprechend ausschleifen.

2.2 Mit einem Heißluftfön die Kotflügelaußenkanten sorgfältig auf maximal 70 °- 80 °C erwärmen.

Hinweis

Lack bei Erwärmung nicht überhitzen
(max. 80 °C).

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2.3 In mehreren Etappen wird der Kotflügelbord im gekennzeichneten Bereich (A) bis zur Kotflügelinnenseite umgebördelt.
Um Beschädigungen am Lack zu vermeiden, muß ein Kunststoffhammer verwendet werden.

Hinweis

Eventuelle Beschädigungen an Lack bzw. Unterbodenschutz ausbessern.

2.4 Radhäuser mit Unterbodenschutz nachkonservieren. Die umgelegten Kotflügelkanten sind mit Hohlraumversiegelung einzusprühen.

C. Montage der Sonderräder

1 Zentrierbolzen (Bordwerkzeug) in die oberste Gewindebohrung der Radnabe einschrauben.

2 AMG-Leichtmetallrad aufstecken und an die Radnabe drücken.

3 Radschrauben eindrehen und kraftschlüssig anziehen. Die Radschrauben müssen trocken und fettfrei sein.
Darauf achten, daß die Räder nicht durch einseitiges Anziehen der Radschrauben verspannt werden (Radschrauben in mehreren Durchgängen über Kreuz anziehen).

Für die Radverschraubung sind ausschließlich die den Felgen beigelegten Kugelbundschrauben M12 1,540 mm zu verwenden.

4 Zentrierbolzen herausschrauben und durch eine Radschraube ersetzen.

5 Wagen ablassen.

6 Radschrauben über Kreuz gleichmäßig mit einem Drehmoment von 110 Nm anziehen.


AMG-Leichtmetallräder müssen nach einer Laufstrecke von 100-500 km nachgezogen werden (Anziehdrehmoment 110 Nm).

D. Reifenluftdruck/Reifenfabrikate/Schneekettenbetrieb

1 Die erforderlichen Mindest-Luftdruckwerte und die empfohlenen Reifenfabrikate sind den Tabellen in der Anlage zur Einbauanleitung zu ermitteln.

2 Die somit festgelegten VA- bzw. HA-Luftdruckwerte sind auf dem AMG-Klebeschild mittels eines wasserfesten Filzstiftes zu vermerken. Das Klebeschild wird an einer geeigneten Stelle auf der Ladekante des Kofferraumes angebracht.


Zusätzlich muß das beiliegende Hinweisschild für das AMG-Luftdruckklebeschild (Ladekante Kofferraum) auf die Innenseite der Tankklappe geklebt werden.

3 Die Montage von Schneeketten ist in Verbindung mit der AMG-Rad-/Reifenkombination nicht zulässig.

E. Tachoangleichung

Nur bei Fahrzeugen mit Serienbereifung
215/65 R 15 erforderlich (560 SE/SEL/SEC).

Der Abrollumfang der Nachrüstreifen liegt gegenüber dem der serienmäßigen Bereifung in einem Bereich, der eine Überprüfung und ggf. eine Korrektur der Tachometereinstellung erforderlich macht.
Diese kann von einer Vertragsniederlassung des jeweiligen Instrumentenherstellers (VDO/Motometer) durchgeführt werden.

F. Technische Angaben

Hersteller: AMG/OZ-Racing

Typ: C740 0175

Radgröße: 8 1/2 J17 H 2

Einpreßtiefe: 18 mm

Lochkreis: d=112 mm, 5 Loch

Zul. Radlast: 630 kg bei rdyn=321 mm

Zentrierung: Mittelzentrierung d=66,5+0,1

Art: mehrteiliges Leichtmetallrad mit gedrücktem Außen- und Innenbett, sowie einem gegossenen Radstern

Breite des Außenbettes: 1 5 Zoll

Breite des Innenbettes: 7 Zoll

Radstern: von innen angeflanscht

Kennzeichnung: Radsternaußenseite: AMG

Radsterninnenseite:

AMG Germany

OZ Racing JU

8 1/2 J17 H 2 ET 18

C740 0175

Ventil: Metallschraubventil

Befestigung: Nur mit den vom Radhersteller mitgelieferten
Kugelbundschrauben M121,540 mm

Anziehdrehmoment: 110 Nm

Auswuchtgewichte: nur Klebegewichte wie MB-Serie

G. Bestell-Hinweise für Ersatzteile

Ersatzteile

Benennung

Teil-Nr.

Leichtmetall-Scheibenrad 8 1/2 J17 H 2 ET 18
mit Befestigungsmaterial und Radzierdeckel

H WA129 400 02 02

Radzierdeckel

H WA124 400 01 25

Kugelbundschraube M121,5
Schaftlänge L=40 mm

H WA201 401 02 70

Luftdruckaufkleber

H WA201 584 00 39

Hinweisschild für Luftdruckaufkleber

H WA124 584 03 39

Kotflügel-Aufweitungssatz

B6 6 02 0073

Federweg-Begrenzersatz

A123 325 01 84

Hinweis

Auf Kundenwunsch ist ein Satz Radsicherungsschrauben (Best. Nr.: H WA201 400 03 70) lieferbar.

Umrüstung auf AMG-Scheibenrad 8 1/2 J17 H 2 ET 18 mit
Reifendimension: 235/45 R 17

PKW
Typ 126 Limousine/Coupé

Die Anlage ist in folgende Abschnitte unterteilt:

A. Zuordnung Reifenfabrikat/Typ

B. Vorgeschriebene Reifen-Mindestluftdrücke

A. Empfohlene Reifenfabrikate

Fabrikat

Bezeichnung

Bridgestone

RE 71

Michelin

MXX 2/MXX 3

Dunlop

SP Sport D 40

Pirelli

P 700 Z

B. Vorgeschriebene Reifen-Mindestluftdrücke (bar)

Umrüstung auf Reifendimension 235/45 R 17

Fahrzeugtyp: 126 Limousine/Coupé

Zulässige Höchstgeschwindigkeit

Vorderachse

Hinterachse

Vmax (km/h)1)

Zulässige VA-Last (kg)1)

Stahlfederung

Zulässige HA-Last (kg)1)

Niveauregulierung

Zulässige HA-Last (kg)1)

bis 1110

bis 1200

bis 1200

210

2,4

3,1

2,7

220

2,5

3,1

2,7

230

2,6

3,1

2,8

240

2,7

3,2

2,9

250

2,8

3,3

3,0

1) Werte für Höchstgeschwindigkeit und zulässige VA- bzw. HA-Lasten sind dem KFZ-Schein/-Brief zu entnehmen.

max. Radsturzwinkel (Grad)

- 1°30'

- 4°

- 2°30'

Bemerkungen:

Luftdruckangaben gelten nur für Fahrzeuge mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit
bis 250 km/h.

Pro 100 kg geringerer Achslast kann der Reifenluftdruck um p=0,1 (bar) reduziert werden.

Luftdruckangaben gelten nur für kalte Reifen!

Bei warmen Reifen sind bis zu 0,5 bar höhere Werte zulässig. Keinen Druck aus warmen Reifen ablassen!
Korrektur des Reifenluftdruckes darf nur bei kalten Reifen durchgeführt werden!

Luftdruckangaben beziehen sich auf die Ausnützung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und der zulässigen Achslast.

Referenzierte Dokumente