Mögliche Gefahren
Explosionsgefahr
Angereicherter Schleifstaub kann bei Vorhandensein von Zündquellen zur Staubexplosion führen. Schleifstäube können sich bei der Förderung in Absauganlagen elektrostatisch aufladen und Zündgefahren hervorrufen.
Verletzungsgefahr
Bei bestimmten Formen der Bearbeitung von kohlefaserverstärkten Kunststoffen wie trennen, schleifen usw. entsteht Kohlefaserstaub, der feine und kurze Fasern enthält. Der Staub bzw. die Fasern reizen Bronchien und unter Umständen die Lungen. Fasern, die sich in der Lunge festsetzen, können zu Lungenschäden führen.
Hautreizung
Die spitzen Fasern des Kohlefaserstaubs verursachen durch Eindringen in die Hautoberfläche winzige Verletzungen, die - besonders in Verbindung mit Schmutz - zu Hautreizungen führen können.
Schutzmaßnahmen/Verhaltensregeln
Staubarme Bearbeitung und Reinigung, d. h.
CFK-Staub nicht mit Druckluft abblasen oder trocken kehren.
CFK-Staub an der Entstehungsstelle absaugen (z. B. durch werkzeugintegrierte Absaugung oder nachgeführten Industriestaubsauger).
Arbeitsplatz sauber halten und regelmäßig reinigen.
Aufwirbeln von CFK-Staub vermeiden.
Für gute Lüftung am Arbeitsplatz sorgen.
Langärmelige Arbeitskleidung tragen.
Kontakt mit CFK-Staub auf der Haut vermeiden.
Verwendung von Hautschutzcreme und Hautpflegemittel vor und nach der Arbeit.
Folgende persönliche Schutzausrüstung ist zu verwenden:
Dicht schließende Schutzbrille.
Geeigneter Atemschutz.
Schutzhandschuhe gemäß Bearbeitungsverfahren.
Ggf. atmungsaktiver Schutzanzug Typ 5.
Bearbeitung bevorzugt in gesonderten Einrichtungen wie z. B. Schleifkabinen.
Bei großer Staubentwicklung den Arbeitsbereich ggf. abgrenzen und kennzeichnen.
Beschäftigungsbeschränkung für Jugendliche und Schwangere.
Erste-Hilfe-Maßnahmen
Augenkontakt
Augen sofort mit fließendem, lauwarmem Wasser gründlich auswaschen und anschließend einen Augenarzt aufsuchen.
Hautkontakt
Betroffene Hautpartien sofort mit warmem Wasser und Seife waschen.
Atemwege
An die frische Luft gehen. Facharzt aufsuchen.