as6000z000101a

Explosionsgefahr durch Schleifstaub. Verletzungsgefahr durch Reizung der Atemwege beim Einatmen oder durch Haut- und Augenkontakt mit Kohlenstoffasern

Typ as · Thema 60.00 · Version 0109 · 2019-03-08

Gültig für: Typ 199 Typ 230.4 mit Code P99 (Sondermodell "AMG Black Series") Typ 405 mit Aufbau 405.82/84 Typ 463

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 60 Aufbau Allgemeines › 60.00 Allgemeines — Baureihe 199 · Baureihe 230 (Baumuster 4**) · Baureihe 405 · Baureihe 463

EinPAS 35 Karosserie/Rahmen/Anbauteile › 35.20 Fahrerhaus/Karosserie › 35.20.1 Grundinformation — Baureihe 199 · Baureihe 230 (Baumuster 4**) · Baureihe 405 · Baureihe 463

AS60.00-Z-0001-01A

Explosionsgefahr durch Schleifstaub. Verletzungsgefahr durch Reizung der Atemwege beim Einatmen oder durch Haut- und Augenkontakt mit Kohlenstoffasern

Absaugen des anfallenden Staubes mit einem zugelassenen Staubsauger Atemmaske, Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen

Gefahr

Typ

199

Typ

230.4

mit Code P99 (Sondermodell "AMG Black Series")

Typ

405 mit Aufbau 405.82/84

Typ

463

Mögliche Gefahren

Explosionsgefahr

Angereicherter Schleifstaub kann bei Vorhandensein von Zündquellen zur Staubexplosion führen. Schleifstäube können sich bei der Förderung in Absauganlagen elektrostatisch aufladen und Zündgefahren hervorrufen.

Verletzungsgefahr

Bei bestimmten Formen der Bearbeitung von kohlefaserverstärkten Kunststoffen wie trennen, schleifen usw. entsteht Kohlefaserstaub, der feine und kurze Fasern enthält. Der Staub bzw. die Fasern reizen Bronchien und unter Umständen die Lungen. Fasern, die sich in der Lunge festsetzen, können zu Lungenschäden führen.

Hautreizung

Die spitzen Fasern des Kohlefaserstaubs verursachen durch Eindringen in die Hautoberfläche winzige Verletzungen, die - besonders in Verbindung mit Schmutz - zu Hautreizungen führen können.

Schutzmaßnahmen/Verhaltensregeln

Staubarme Bearbeitung und Reinigung, d. h.

CFK-Staub nicht mit Druckluft abblasen oder trocken kehren.

CFK-Staub an der Entstehungsstelle absaugen (z. B. durch werkzeugintegrierte Absaugung oder nachgeführten Industriestaubsauger).

Arbeitsplatz sauber halten und regelmäßig reinigen.

Aufwirbeln von CFK-Staub vermeiden.

Für gute Lüftung am Arbeitsplatz sorgen.

Langärmelige Arbeitskleidung tragen.

Kontakt mit CFK-Staub auf der Haut vermeiden.

Verwendung von Hautschutzcreme und Hautpflegemittel vor und nach der Arbeit.

Folgende persönliche Schutzausrüstung ist zu verwenden:

Dicht schließende Schutzbrille.

Geeigneter Atemschutz.

Schutzhandschuhe gemäß Bearbeitungsverfahren.

Ggf. atmungsaktiver Schutzanzug Typ 5.

Bearbeitung bevorzugt in gesonderten Einrichtungen wie z. B. Schleifkabinen.

Bei großer Staubentwicklung den Arbeitsbereich ggf. abgrenzen und kennzeichnen.

Beschäftigungsbeschränkung für Jugendliche und Schwangere.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Augenkontakt

Augen sofort mit fließendem, lauwarmem Wasser gründlich auswaschen und anschließend einen Augenarzt aufsuchen.

Hautkontakt

Betroffene Hautpartien sofort mit warmem Wasser und Seife waschen.

Atemwege

An die frische Luft gehen. Facharzt aufsuchen.