ar9800p075017v

Schwabbelhiebe beim Polieren von Lackoberflächen

Typ ar · Thema 98.00 · Version 0101 · 2010-03-12

Gültig für: TYP 171

Einordnung

Funktionsgruppe 3 Aufbau › 98 Lackierung › 98.00 Allgemeines — Baureihe 171

EinPAS 40 Konservierung/Lackierung › 40.15 Lackierung/Lackpflege › 40.15.31 Lackierung Metalluntergrund — Baureihe 171

EinPAS 40 Konservierung/Lackierung › 40.15 Lackierung/Lackpflege › 40.15.40 Lackierung Kunststoffuntergrund — Baureihe 171

AR98.00-P-0750-17V

Schwabbelhiebe beim Polieren von Lackoberflächen

Reparaturmittel

Nummer

Bezeichnung

Bestell-Nummer

BR00.45-Z-1015-04A

Feinpolierpaste, Polish 1 l, DBL 7543.00

A 000 986 43 74

BR00.45-Z-1016-04A

Lackreiniger

A 001 986 37 71

BR00.45-Z-1013-04A

Polish Silikonfrei 5 l DBL 7545.00

A 000 986 45 74

BR00.45-Z-1014-04A

Glanzkonservierung 500 ml DBL 7551.10

A 000 986 44 74

BR00.45-Z-1036-04A

Polisch 500 ml

A 000 986 46 74

Schwabbelhiebe beim Polieren von Lackoberflächen

P98.00-0386-01

Durch ungleichmäßiges Führen (Verkanten) der mit einer Lammfellscheibe versehenen Poliermaschine können so genannte "Schwabbelhiebe" entstehen. Diese werden nur bei Sonnenlicht oder runder Kunstlichtquelle als halbkreisförmige Streifen (Pfeil) auf der Lackoberfläche sichtbar und stellen eine Beeinträchtigung des optischen Eindrucks dar.

Dargestellt am Typ 203

Schwabbelhiebe lassen sich wie folgt beseitigen:

1 Betroffene Bereiche gründlich waschen und trocknen.

Eventuelle Lackverunreinigungen mit dem jeweiligen MB-Reinigungsmittel (z. B. Teerentferner, Insektenentferner) beseitigen.

Verarbeitungsrichtlinien der Materialien auf den jeweiligen Behältnissen beachten.

2 Unlackierte Kunststoffanbauteile, z. B. Türgriffe, abdecken, da Poliermittelrückstände nicht völlig entfernbar sind (helle Fleckenbildung).

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3 Mit der Poliermaschine (drehzahlregulierbar), einer Moltoprenscheibe und Feinpolierpaste den gesamten Bereich polieren. Dazu Poliermaschine mit leichtem Druck (Eigengewicht der Maschine reicht aus) über die zu polierende Fläche führen und nicht verkanten. Die Polierrückstände mit einem nassen Schwamm entfernen und die Fläche trocken reiben.

Die MB-Feinpolierpaste nur dann verwenden, wenn die Lackoberfläche stark verkratzt ist.

Generell ist auf die Benützung einer Lammfellscheibe zu verzichten, da selbst das Polieren ohne Poliermittel mit der Lammfellscheibe zu Schwabbelhieben führen kann.

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4 Anschließend muss die mit Feinpolierpaste verschmutzte Moltoprenscheibe gegen eine neue ausgetauscht werden. Im Anschluss daran muss die gesamte Fläche mit MB-Polish maschinell nachpoliert werden, bis der gewünschte Glanzgrad erreicht wird.

Für jedes Poliermittel (Polierpaste, Polish) eine separate Moltoprenscheibe verwenden, sonst ist das Polierergebnis unzureichend.

5 Die polierte Fläche mit einem feuchten Poliertuch reinigen. Nach einer kurzen Trockenphase (je nach Witterung 5 bis 15 min) bildet sich auf der Lackoberfläche ein heller, milchiger Belag. Diesen Belag mit einem sauberen Poliertuch oder Poliervlies abreiben, bis eine klare Lackoberfläche erreicht ist.

6 Danach muss die Fläche manuell mit MB-Polish und einem kompakten Polierschwamm in Längsrichtung (nicht kreisförmig) nachpoliert werden. Die Poliermittelrückstände lassen sich mit einem feuchten Poliertuch entfernen. Nach einer kurzen Trocknungszeit ist der milchige Belag mit einem sauberen Poliertuch oder Poliervlies abzureiben, bis eine klare Lackoberfläche erreicht ist.

7 Um den erreichten Glanzgrad zu erhalten und die Lackierung vor einer vorzeitiger Verwitterung zu schützen, muss die zuvor polierte Fläche mit MB-Glanzkonservierer (dünner geschlossener Film) nachbehandelt werden. Sobald der Glanzkonservierer aufgetrocknet ist (weißer Film), muss mit einem sauberen Poliervlies nachgerieben werden, bis eine klare Lackoberfläche erreicht ist.

Polierarbeiten nicht unter Sonneneinstrahlung und nicht auf warmer Motorhaube durchführen.

Polish- und Glanzkonserviererdosen vor Gebrauch kräftig schütteln.

Um die Polierarbeiten zu erleichtern, ist ein häufiger Wechsel des Poliervlieses erforderlich (z. B. bei einer Motorhaube das Poliervlies 4 bis 5 mal wechseln).